Ultimatum gegen Farmville-Macher: Anonymous zählt Zynga an

29. Oktober 2012 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von:

An was denkt ihr, wenn ihr „Anonymous“ hört? Sind die Jungs unterwegs im Auftrag des Guten – also sowas wie ein moderner Robin Hood, der mit teils unschönen Methoden für eine gute Sache einsteht? Oder sind es schlicht Hacker und Verbrecher, die sich an keinerlei Gesetze halten und zur Selbstjustiz übergehen? Vermutlich ist es irgendwas ziemlich genau dazwischen, wenngleich ich manchmal das Gefühl habe, dass Anonymous seine Opfer ziemlich wahllos auswählt. Dieses Mal soll es also Zynga erwischt haben, die spätestens mit dem Spiel Farmville auf Facebook begonnen haben, ihr riesiges Vermögen anzuhäufen.

Aktuell geht es dem Unternehmen nicht so besonders, wenngleich die Spieletitel der Social Game-Experten immer noch zahlreich die Facebook-Charts bevölkern. So hat man unlängst verkündet, sich von 140 Angestellten trennen zu müssen. Anonymous will da jetzt andere Informationen haben und geht davon aus, dass in den USA bis zu 1000 Angestellte vor dem Aus stehen – das wäre immerhin mehr als ein Drittel der gesamten Belegschaft.

Diese Angestellten würden aber nicht ihren Job verlieren, weil sich Zynga wieder gesundschrumpfen will. Stattdessen plane man, Arbeitsplätze ins günstigere Ausland zu verlagern. Das genau ist der Punkt, der Anonymous zum Einschreiten bringt und sich mit einem Ultimatum an Zynga gewandt hat. Entweder sieht man davon ab, so viele Köpfe rollen zu lassen – oder Anonymous macht alle Zynga-Spiele kostenlos verfügbar. Da die Spiele grundsätzlich ja eh alle kostenlos zu spielen sind, dürften damit all die Goodies gemeint sein, die man bei Farmville und Co gegen echtes Geld erwerben kann und die es dem Spieler erleichtern, schneller voranzukommen oder virtuelle Items zu erwerben, die man regulär im Spiel nicht findet. Anonymous erklärt, dass man sich die Spiele bereits von den Zynga-Servern an Land gezogen hätte und dem Unternehmen jetzt noch bis zum 5. November Zeit lässt, die Personalpolitik zu korrigieren.

Bei dem ein oder anderen Vorgehen der Gruppe habe ich auch meinen Hut gezogen, aber mitunter nimmt das Formen an, die mir zumindest bei Beispielen wie diesem ein wenig unheimlich vorkommen. Eure Meinung dazu?

Quelle: ZDnet


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