Übernahme: Yelp schnappt sich Qype

24. Oktober 2012 Kategorie: Software & Co, geschrieben von:

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber es scheint so, als sieht das deutsche Business-Modell für Internet-Startups vor, dass man eine erfolgreiche Idee aus den Staaten importiert und für den deutschen/europäischen Markt umsetzt. Mit Alando ging das damals los, die bereits im Internet-Steinzeitalter für einen zweistelligen Millionen-Betrag an eBay verhökert wurden und eigentlich hätte sich auch Holtzbrinck eine goldene Nase verdienen können, hätte man studiVZ rechtzeitig an Facebook verschachert (die damals wirklich Interesse hatten). Diese Vorgehensweise hat sich seitdem zigfach wiederholt und so ist es vermutlich keine Sensation, dass das Hamburger Startup Qype nun in den Besitz von Yelp überwechselt, wie man in einem Blog-Beitrag verkündet.

Zu ähnlich sind die Angebote, die beide Dienste anbieten können, als dass darüber nicht schon vorher spekuliert worden wäre. Jetzt also soll Qype, die sich hierzulande sogar recht ordentlich gegen die Konkurrenz aus Übersee behaupten konnte, für 50 Millionen Dollar in Yelp aufgehen, wie TechCrunch berichtet.

Wer die Services gar nicht kennt oder sich noch nicht wirklich damit auseinander gesetzt hat: bei Beiden geht es darum, euch möglichst stimmige Empfehlungen für Lokalitäten aufzuzeigen. Anhand von Reviews und Bewertungen erfahrt ihr so, in welches Restaurant oder welchen Club ihr gehen müsst und welche Sehenswürdigkeit in welcher Stadt ihr gesehen haben solltet. Laut netzwertig stehen euch bei Qype mittlerweile 2 Millionen Reviews zur Verfügung, während das US-Pendant 30 Millionen Bewertungen vorzuweisen hat. Ich muss zugeben, dass ich zwar bei beiden Diensten angemeldet bin, sie aber äußerst sporadisch genutzt habe bislang. Stattdessen schaue ich eher mal bei Foursquare auf die Empfehlungen, die ihr Angebot ja auch in eine ähnliche Richtung ausgeweitet haben beim letzten größeren Update und mit Sicherheit auch bewusst in den Yelp-Gewässern wildern wollen.

Unter diesem Gesichtspunkt macht die Übernahme für Yelp zusätzlich Sinn, um Foursquare hier in Schach zu halten. Freuen könnten sich nun auch unter anderem die Besitzer von iOS-Geräten, die bislang in Deutschland etwas stiefmütterlich behandelt werden und nun davon profitieren dürften, dass mehr und passendere Angebote gelistet werden in Zukunft. Frage an euch: lasst ihr euch von solchen Diensten Locations empfehlen oder greift  ihr da lieber auf persönliche Erfahrungen bzw die Meinungen von Freunden zurück?

Quelle: TechCrunch via netzwertig


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