Ubuntu von Windows aus steuern – der einfache Weg

14. Oktober 2008 Kategorie: Internet, Portable Programme, Windows, geschrieben von: caschy

ubuntulogogroßcaschy Ich hatte ja in diesen zwei Beiträgen erklärt wie man Ubuntu auf dem Computer nutzen kann, ohne wirklich Ubuntu zu nutzen. Ubuntu ist nicht nur ein hervorragendes System zum reinen Arbeiten – sondern eignet sich auch ideal als einfach zu verwaltender Fileserver. Doch was muss der Anfänger machen, wenn er von seinem Windows-PC auf einen Computer mit Ubuntu so zugreifen will, wie er es von seinem Remote-Desktop, NetMeeting der TeamViewer gewohnt ist? Ganz einfach: er nutzt die portable Version des RealVNC Viewers (VNC Free Edition Viewer for Windows Version 4.1.2), nimmt einige wenige Einstellungen vor und kann direkt loslegen.

Schritt 1: Vorbereitungen am Ubuntu-PC

Aufrufen des Menüpunktes Entfernter Desktop unter System | Einstellungen.

ubuvnc1

In den nun erscheinenden Menüpunkten könnt ihr einige Einstellungen vornehmen, die relativ selbsterklärend sind.

ubuvnc2 ubuvnc

Natürlich sollte man den anderen Benutzern (der man ja später selbst ist) erlauben, den Desktop anzuzeigen und zu steuern. Des Weiteren kann man einstellen, ob am PC mit Ubuntu eine Bestätigung vonnöten ist, um diesen fernzusteuern.

In den fortgeschrittenen Einstellungen habe ich einen Port zum fernsteuern festgelegt und aktiviert – ob ihr das auch macht bleibt euch überlassen.

Schritt 2: VNC starten und Spaß haben

Nun startet ihr den vorhin heruntergeladenen RealVNC Viewer.

2008-10-14_082211

Dort gebt ihr als Server die IP-Adresse des Ubuntu-Rechners an – sofern ihr einen Port vergeben hat, muss dieser nach der IP angegeben werden, wobei IP und Port mit einem Doppelpunkt voneinander getrennt sind.

2008-10-14_082809

Schon kann man den betreffenden Computer fernsteuern. Viel Spaß.

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

27 Kommentare

Sascha (twitter ) 14. Oktober 2008 um 09:06 Uhr

Wie das funktioniert war mir bereits klar, aber kennst du evtl. ne Methode ein über Wubi installiertes Ubuntu vom gebootetem Windows aus zu steuern?

Sozusagen eine virtuelle Maschine, die die Wubi Installation bootet.

caschy 14. Oktober 2008 um 09:07 Uhr

Was für ein Humbug ;) – dann installiere dir auf deinem Windows-PC gleich VirtualBox mit einem Ubuntu. Wie soll man sonst an einem PC ein Wubi-Ubuntu starten, wenn Windows läuft? ;)

Robert 14. Oktober 2008 um 09:09 Uhr

Das möchte ich auch gerne sehen ;-)

Sascha (twitter ) 14. Oktober 2008 um 09:09 Uhr

DAS ist die Frage, die ich ja dir stelle ;) Du kennst das mit Sicherheit. Man hat irgendwelche Daten unter Wubi, die man mit Sicherheit auch nochmal unter Windows benötigt und schon hat man das Problem, dass man nicht drauf zugreifen kann und Ubuntu booten muss, was relativ lang braucht bei Netbooks :D

caschy 14. Oktober 2008 um 09:12 Uhr

Wenn dir das wirklich so wichtig ist, dann solltest du unverzichtbare Daten auslagern. Stichwort: eigener FTP, Wuala, DropBox…

Sascha (twitter ) 14. Oktober 2008 um 09:40 Uhr

SVN ;) nur vergisst man dann manchma doch noch das ein oder andere.

Geralt 14. Oktober 2008 um 10:05 Uhr

Ich würde mich über eine Erweiterung des How-To freuen und zwar, wie ich mein Ubuntu über das Internet Fernwarte mittels einer verschlüsselten Verbindung – ich krich das nie 100%-ig zum laufen. Oder hat jemand eine gute Quelle zur Hand?

lmb 14. Oktober 2008 um 12:50 Uhr

Nx Nomachine 1 ist dein Freund für RemoteDesktop unter Linux.

Nx Nomachine überträgt die Remotedesktop über SSH. Die Verbindung ist optimiert und funktioniert schneller als die normalen Bordmittel von KDE. Auch mit langsamen Verbindungen kein Problem. Zudem kann per Web mittels eines Java Clients gearbeitet werden.

VdU 14. Oktober 2008 um 15:13 Uhr

Ich will die Frage einfach ‘mal hier Stellen…

Gibt es mittlerweile eine Möglichkeit, X-Fi-Soundkarten von Creative unter Ubuntu zum Laufen zu bringen? Ich würde mir das Betriebssystem liebend gerne einmal ansehen, ohne Ton ist es für mich aber praktisch wertlos. Und beim Wechsel zwischen Windows auf Ubuntu immer zur Onboard-Karte zu wechseln, ist mir dann doch zu doof.

Karl-Wilhelm Schmidt 19. Oktober 2008 um 11:21 Uhr

Hallo,

Linux Ubuntu, hat zwei Festplatten gesperrt. Ich bekomme kein XP mehr auf meine Festplatte.
Sie können mir glauben ich habe alles versucht, (Formatiert u.s.w.).
Wenn ich versuche XP zu installiere schaltet sich mein Computer ab, ich bin sauer auf Linux Ubuntu.

Hochachtungsvoll

Schmidt

P.s. Bitte nur einfache Antworten, es gibt zu viel Mist, was da geschrieben wird.

Bernd (twitter ) 19. Oktober 2008 um 11:41 Uhr

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das rein gar nichts mit Ubuntu zu tun hat, wenn sich der PC bei einer Windows-Installation abschaltet. Noch dazu, wenn die Festplatte formatiert wurde und gar kein Linux mehr vorhanden ist.

Karl-Wilhelm Schmidt 20. Oktober 2008 um 14:41 Uhr

Hallo,

Also wenn Ubunu nichts damit zu tun hat, warum schaltete sich bei der Installation von XP mein Computer aus?
Oder was kann ich dagegen tun?

Hochachtungsvoll
Schmidt
P.s. Bitte nur einfache Antworten, es gibt zu viel Mist, was da geschrieben wird.
Von Karl-Wilhelm Schmidt

Pepino 20. Oktober 2008 um 14:49 Uhr

Steht beim Ausschalten irgendwas wie “Dieses Abschalten wurde Ihnen präsentiert von: Ubuntu”?

SCNR…

Karl-Wilhelm Schmidt 20. Oktober 2008 um 14:57 Uhr

Steht beim Ausschalten irgendwas wie “Dieses Abschalten wurde Ihnen präsentiert von: Ubuntu”? Nein

Karl-Wilhelm Schmidt (Newskarlwilismus) 22. Oktober 2008 um 12:14 Uhr

Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw.
Ist Linux wirklich so gut? (Ubuntu)
Warum gehen viele Programme nicht mit Linux?
Beispiele gibt es genug, wie TV-Tuner von Typhoon, iPhotoPlus 4, HP Deskjet F300 serie (Drucker ja, aber Scanner, nein. Und so weiter…….

Mit freundlichen Grüßen
Karl-Wilhelm Schmidt 22.8.2008

caschy 22. Oktober 2008 um 12:16 Uhr

Liegt das an Linux oder den Herstellern, die keine Treiber bereit stellen? Think about it ;)

Bernd (twitter ) 22. Oktober 2008 um 12:40 Uhr

Karl-Wilhelm: Schöne Seite hast du da. Auch alles mit dem Anwalt geklärt, ob man Zeitungsartikel einfach über das Internet verbreiten darf? Kontakt und Impressum hast du ja leider keines.

Karl-Wilhelm Schmidt (Newskarlwilismus) 15. November 2008 um 17:24 Uhr

Sehr geehrter Herrn B,
danke für die Ratschläge, ich habe die Zeitungsartikel gelöscht. Aber alle meine eigenen Artikel kann ich selbstverständlich in meiner Homepage benutzen.
Ich habe XP wieder auf meinen Computer. Es war in einer Datei (??) zwei Buchstaben
die da wohl nicht reingehörten. Nun kann ich wieder alle meine Programme benutzen. Erst mal habe ich die Nase voll von Linux Ubuntu. Den Fehler müsst ihr selbst finden, da hat mir auch keiner geholfen. Die Ratschläge waren nur.. Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw.
Mit freundlichen Grüßen Karl-Wilhelm Schmidt BRV. 15.11.2008

fellowweb 11. Januar 2009 um 10:51 Uhr

Wir möchten einen ausrangierten PC als Ubuntu-File- und Drucker-Server nutzen.
Dafür installiere ich Ubuntu heute neu. Der PC soll so schnell wie möglich ohne Bildschirm betrieben werden, d.h. sobald ich von meinem Windows- oder Ubuntu-Laptop auf eine GUI beim Server zugreifen kann.
Ich habe mal Windows Server mit Remote Desktop gesehen. Da war auf dem Server quasi nie ein Nutzer eingeloggt und erst wenn man sich per Remote Desktop eingewählt hat, wurde man mit seinem eigenen Nutzer auch angemeldet.
Ist das bei VNC mit Ubuntu genauso? Kann ich mich über VNC auch beim Server (mit dem Standardnutzer) anmelden? Oder ist der Standardnutzer die ganze Zeit angemeldet und ich lasse mir dann nur durch Öffnen von VNC seinen Desktop anzeigen?
Ist verständlich, was ich meine?
Letzteres hieße, dass man – wenn man einen Bildschirm wieder anschließt – direkt mit Ubuntu losarbeiten könnte, ohne sich anmelden zu müssen (da der Standardnutzer ja bereits angemeldet ist). Ersteres hieße, dass man auch beim Anschließen eines TFTs erst nach dem Login gefragt würde.
Freuen uns über jede hilfreiche Antwort!

caschy 11. Januar 2009 um 11:12 Uhr

@fellowweb: Letzteres ist der Fall. Du siehst die Bildschirmechos.

fellowweb 11. Januar 2009 um 11:36 Uhr

Okay, vielen Dank für die schnelle Antwort!

Gibt es denn auch eine Möglichkeit, die andere Variante zu bekommen, d.h. dass ich quasi in meinem Remote-Fenster den Login-Bildschirm von dem Ubuntu-Server angezeigt bekomme?

Was wäre ein geeignetes Stichwort für die Google-Suche?
(Kenne mich mit Ubuntu noch nicht so gut aus, finde es aber wirklich beeindruckend. Suche mir gerne auf Google auch die Infos selbst zusammen. Wäre nur für die richtigen Stichworte dankbar, damit ich nicht mich in eine völlig falsche Richtung bewege. Danke!)

Das Problem, was ich mit dem Bildschirmecho sehe, ist, dass nicht jeder der Mitbewohner hier ein eigenes Login zu Ubuntu hat. 100%ig begründen warum, kann ich das nicht, ist mehr das Gefühl, dass es besser wäre, getrennte Nutzer für jeden Mitbewohner anzulegen.

Schlußendlich möchten wir vier Ordner auf der zweiten internen Festplatte (eine 700GB-NTFS-Partition) mit verschiedenen Rechten für Mac-, Windows- und Ubuntu-Laptops freigeben:

Ordner 1: Privatdaten Mitbewohner 1
Ordner 2: Privatdaten Mitbewohner 2
Ordner 3: Privatdaten Mitbewohner 3
Ordner 4: Gemeinsame Dateien

Bei Ordnern 1-3 sollen jeweils nur der entsprechende Mitbewohner Zugriff haben.

Macht das Sinn oder verrenne ich mich vollkommen?

fellowweb 11. Januar 2009 um 16:15 Uhr

Kurzes Update: Ich werde mir jetzt FreeNX (siehe Kommentare oben), VNC über Hamachi (z.B. hier http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=122402 und http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=135036) sowie Xming ansehen.

Vom Prinzip her klingt Xming am spannendsten, jedoch – in der Natur der Sache – ist sein Ansatz als XServer für Windows etwas anders.

Für weitere Infos bin ich superdankbar. Ansonsten schreibe ich kurz hier, wenn ich fündig geworden bin.

Schönen Sonntag!

Linux User 21. Juni 2009 um 22:12 Uhr

Ubuntu Linux ist ein top OS.Es liegt nur an den Nutzern die nicht in der lae sind sich mit Ubuntu richtig zu arbeiten.Windows Programme laufen unter Linux ganz einfach mit dem Programm Wine auf dem PC.Außerdem gibt es so viel Software für Ubuntu,mehr als ein normaler Nutzen benutzen kann!Es gibt für jeden Bereich viel und gute Software.
Treiber gibt es wie Sand am Meer, man muss nur einfach mal im Netz gucken!
Man darf nicht immer nur schimpfen, sondern muss sich auch mal dafür einsetzen!Auch VNC funktioniert sehr gut!

Gruß

lortschi 8. Dezember 2011 um 15:58 Uhr

@Linux User: “Windows Programme laufen unter Linux ganz einfach mit dem Programm Wine auf dem PC”.
Schön wäre es, ganz einfach. Manche laufen stabil und manche wiederrum garnicht. Man sollte immer aktuell auf deren HP vorbeischauen und die Tests verfolgen.



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