Twitter speichert deine Kontakte (und so löscht man sie)

15. Februar 2012 Kategorie: Internet, iOS, geschrieben von: caschy

Vor einigen Tagen machte das “Netzwerk” Path von sich reden, da es sämtliche Kontakte aus dem iOS-Adressbuch aufsaugte um zu schauen, wer noch so von euren Kontakten bei Path ist. Gab einen großen Aufschrei. Twitter arbeitet auch so, speichert deine Kontakte 18 Monate auf den Servern. Wie kommt Twitter an die Daten? Die iOS-App von Twitter hat zum Beispiel den Punkt “Entdecken”. Klickt man diesen an, wird man darauf hingewiesen, dass das Adressbuch gescannt wird – um eben Kontakte zu finden, die Twitter benutzen. Zu den Daten, die so bei Twitter landen gehören Name, E-Mail-Adresse und die Telefonnummer – so jedenfalls die L.A. Times.

Datenschutz und der Upload von Daten ist immer ein heikles Thema, Path kam ins Kreuzfeuer, weil es ungefragt geschah, auch Twitter drückt sich mit den gewählten Wörtern innerhalb der App sehr schwammig aus. Dies wolle man aber mit den nächsten Updates beheben, so ein Sprecher. Aber es ist ja nicht nur Path und Twitter – man werfe nur einen Blick auf die Facebook-App. Was hier auch fehlt ist eine Warnmeldung seitens iOS, wie Alexia richtig schreibt. Aber ich will hier nicht auf den Rechtesystemen herumreiten, sondern einfach noch kurz einbringen, wie man denn die Kontakte, die man eventuell hochgeladen hat, wieder löscht: über diesen Link gelangt man zur “Freunde finden”-Funktion, in dessen Übersicht auch die Funktion befindet, die gespeicherten Kontakte zu löschen.

Tja – nun kann man vortrefflich streiten: was ist der Unterschied, ob ich meine Kontakte bei Google oder Facebook speichere – oder bei Twitter? Nicht alles was hinkt, ist bekanntlich ein Vergleich, aber bei Facebook und Google habe ich meine Kontakte des Nutzens willen, nicht um irgendeinen Kram abzugleichen. Rechtesysteme wie Android oder sogar Windows Phone 7 sie hat, könnten iOS da vielleicht mal helfen.

Nachtrag: hier ist auch ein schöner Artikel dazu.

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Über den Autor: caschy

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26 Kommentare

janbpunkt 15. Februar 2012 um 09:16 Uhr

Würde ein alternativer Client da nicht schon helfen?

Dominik 15. Februar 2012 um 09:19 Uhr

Nach dem Klicken des Entfernen-Links:
„Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.“

Oops.

Hannes 15. Februar 2012 um 09:24 Uhr

Naja, wenigstens weist Twitter darauf hin, dass die Daten durch die Funktion hochgeladen werden.
Dann kann man selbst entscheiden, ob man das will oder nicht.
Einfach im Hintergrund ohne Info mag ich aus Prinzip nicht – zumindest ein Hinweis gehört auf jeden Fall dazu.

Wishu Kaiser 15. Februar 2012 um 09:26 Uhr

»Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.«
Wohl eher nicht ^^

Florian 15. Februar 2012 um 09:29 Uhr

Twitter für Android “synchronisiert” die Kontakte auch, wenn man es nicht explizit abschaltet (genauso wie Facebook für Android). Und da habe ich noch nichtmal einen Link zum Löschen entdeckt.
Beim ersten Login auf der App wird sofort im Hintergrund versucht das Adressbuch zu öffnen. Sehe ich weil ich LBE Privacy Guard aktiv habe.

JakobD 15. Februar 2012 um 09:37 Uhr

Oops, we couldnt’ remove your contacts kommt bei mir auch.

Frank 15. Februar 2012 um 09:45 Uhr

Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.

Peter 15. Februar 2012 um 10:12 Uhr

Nutze Plume als Twitterclient auf Android. Die App macht dahingehend scheinbar nichts. LBE meldet jedenfalls nichts. Und bei FB kann man das Scannen des Handys in den Einstellungen auf der Internetseite irgendwo deaktivieren. Habe ich jedenfalls so gemacht und die FB App scheint sich dran zu halten.

Guido 15. Februar 2012 um 10:28 Uhr

Auch bei mir erscheint leider das “Oops, we couldnt’ remove your contacts”.

Katharina 15. Februar 2012 um 12:20 Uhr

Scheint wohl grade ein bekanntes Problem zu sein: „Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.“ – Absicht? :D

Nobody 15. Februar 2012 um 12:39 Uhr

Oops, we couldn’t remove your contacts at this time

DefCon 15. Februar 2012 um 13:32 Uhr

Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.

Gast 15. Februar 2012 um 14:00 Uhr

Wirklich guter Tipp…noch dankbarer wäre ich über einen Beitrag, wie sich dies bei der Facebook-App verhält.

Struppi 15. Februar 2012 um 14:25 Uhr

Bin ich der einzige, der von einem Gerät, dass man für so eine persönliche Sache wie telefonieren benutzt, erwartet, dass es solche Dinge nicht ohne meine Zustimmung macht?

Für mich liegt der Fehler im Gerät nicht bei den Anbietern, die die Fähigkeiten des Geräts nutzen. (Vermutlich ist den meisten noch nicht mal klar, welche Fähigkeiten es hat)

CH 15. Februar 2012 um 14:45 Uhr

“Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.”

Weiß jemand, ob das prinzipiell funktionieren müsste?

Ingmar 15. Februar 2012 um 17:43 Uhr

“Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.”

Auch bei mir.

Patrick 15. Februar 2012 um 18:18 Uhr

„Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.“

Bei wem kam diese Meldung eigentlich nicht?

Gl4di4t0r 15. Februar 2012 um 19:27 Uhr

Liegt wohl daran: Failed to load resource: the server responded with a status of 401 (Unauthorized)….neu einloggen?

Michael 16. Februar 2012 um 18:48 Uhr

Ich glaub die Fehlermeldung „Oops, we couldn’t remove your contacts at this time.“ kam wirklich bei jedem hier :/

Rico 19. Februar 2012 um 13:36 Uhr

Your contacts have been removed.

Jetzt funktioniert es ;)

Patrick 19. Februar 2012 um 13:37 Uhr

Tatsächlich. Danke für den Hinweis Rico ;)

martin 27. März 2012 um 13:59 Uhr

Das löschen über das Webinterface scheint nicht dazu zu führen, dass die Daten tatsächlich gelöscht werden; ich habe etwas dazu geschrieben: http://webermartin.net/blog/was-speichert-twitter-finde-es-heraus/


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