Twitter könnte möglicherweise bald einen Schimpfwort-/Bad Content-Filter bekommen

Twitter LogoGemäß Informationen von Personen, die zwar tief in der Materie steckten, aber um keinen Preis genannt werden wollten, arbeite man bei Twitter aktuell an einem Tool, dass plattformübergreifend eine Art „bad content“-Filter darstellen soll. Demnach können Nutzer des Social Media-Dienstes dann selbst festlegen, welche Schimpfwörter, Hashtags, etc. sie ab sofort nicht mehr in ihrer Timeline wiederfinden möchten. Bisher stehen offizielle Statements zum Tool noch aus, nicht einmal bestätigen wollte man dieses. Passen würde es allerdings, denn in letzter Zeit gab es immer wieder traurige Meldungen, über verbale Angriffe und Beleidigungen über den Dienst, die teilweise die Betroffenen sogar den Job gekostet haben.

Somit wäre das Tool eine durchaus zu begrüßende Neuerung, um diesen Hasstiraden ein wenig mehr Herr werden zu können.  Über den Hashtag-Filter könnten Nutzer dann auch endlich ganz offiziell ihre Timeline von teilweise wirklich übertrieben vielen Tweets zu Themen oder Events befreien, die ihn selbst vielleicht gar nicht interessieren.

Tweetbot für iOS macht es vernünftig vor: Hashtag-Filter, Wortfilter, etc. Und die Nutzer der App nutzen die Funktion viel und gern. Wird also eigentlich bitter Zeit, dass die offiziellen Clients des Dienstes auch endlich diese Möglichkeiten bekommen.

(via Bloomberg)

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Nordlicht, Ehemann und Vater. Technik-verliebt und lebt fürs Bloggen. Außerdem: Mail: benjamin@caschys.blog / Mastodon

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8 Kommentare

  1. Hoffentlich! Komme langsam mit dem blockieren von sogenannten „besorgten Bürgern“ nicht mehr hinterher. Außerdem könnte man dann die ganzen YouTuber Hashtags ausblenden.

  2. Mein Leben ist so viel besser ohne Twitter.
    Alles nur noch reiner #Krebs. Idioten, Vollidioten, Spinner und rechte wie auch linke Hetze. Die paar Infos oder Personen, die da interessant sind, sind es nicht wert den Stuss mitzumachen oder lassen sich anderswo finden. Dasselbe bei anderen Netzwerken, nur noch Müll, Krebs und Werbung.
    Außerdem weiß kein Mensch was mit diesen Daten geschieht, da auch das Blocken genug interessante Daten generiert. Nicht nur für Werbetreibende sondern auch für Behörden, die Zugang dazu haben. Und gerade bei Twitter auch irgendwelche Unternehmen, die diese Bude irgendwann zum Ramschpreis aufkaufen werden weil dauerhaft unprofitabel.

  3. Filter hier und Filter da. Was letztendlich zensiert wird weiß am Schluss keiner mehr. Die Entwicklung gefällt mir nicht da am Ende nur noch entfernt wird was dem Unternehmen nicht passt.

  4. MonteCaterno says:

    George Orwell würde heute vermutlich Selbstmord begehen, da seine Befürchtungen ein Kinderaufsatz gegen das sind, was heutzutage möglich ist (und vermutlich die Öffentlichkeit noch gar nicht weiß). Die Gefahr ist immanent und wird erst dann „explodieren“, wenn die falschen erst an der Macht sind. Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, Komeni, Saddam und Co. hätten wahre Freudentänze aufgeführt, wenn sie diese Möglichkeiten gehabt hätten.
    Mit Zensur fängt es an, wo hört es auf?

  5. Cool, endlich wird mal ne ordentliche Zensur eingeführt wird. NOHATESPEECH 😀

  6. Overkee, geh doch zu Facebook. Die haben den perfekten Waschlappen-Service für Dich.

  7. Das läuft doch alles unter der Kampagne „Hate Speech“ Facebook, M$ usw. sind da ja auch schon dabei.
    Bei uns gibt es immer noch den Artikel 5 Grundgesetz (Meinungsfreiheit). „Hassreden oder auch Volksverhetzung“ bezieht sich meist auf Religionen u. div. Minderheiten.
    Meine u. die Sorge vieler ist jedoch, dass auf diesem Wege die freie Meinungsäußerung ausgehebelt werden soll, wobei das Eine richtig (also weniger spezielle Schimpfwörter) ist, dass andere aber Gefahr läuft in die falsche Richtung zu laufen. Siehe bereits Selbstzensur der Medien etc..
    Den Tag an dem sich niemand mehr kritisiert, angegriffen und beleidigt fühlt möchte ich mal erleben.

  8. Wolfgang Denda says:

    Filter per default sind idiotisch. Bei Android/Google schalte ich den Quatsch sofort aus. Dann fängt man wahrscheinlich an Leute zu beleidigen, wie ein Schweizer es tun würde. Aber wenn es keiner merkt, ist der Zweck verfehlt.

    Wenn Twitter damit anfängt, können sie auch gleich selber für Inhalte in ihrem Dienst sorgen. Denn warum soll man sich, ohne jede Bezahlung, die Mühe des Schreibens machen, wenn man nicht mal schreiben darf, was man denkt?

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