Twitter gibt Ausblick auf die Zukunft: Änderungen in der Timeline und native Videos

13. November 2014 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von:

Twitter hatte einen Analyst Day, auf dem ein Ausblick auf die Zukunft gegeben wurde. So etwas wird vor allem für die Aktionäre von Twitter gemacht, damit diese beruhigt weiter an ihren Aktienpaketen festhalten. Nach dem Börsengang von Twitter entwickelt sich die Aktie eher mittelprächtig, ein zu schwaches Wachstum von Twitter ist der Grund dafür. So zählt Twitter auch erst einmal auf, was man bisher alles geändert hat, die Einbindung von Vines und GIFs direkt in die Timeline, veränderte Profile, der Upload mehrerer Fotos. Wenn Ihr Twitter nutzt, habt Ihr all diese Änderungen ja mitbekommen.

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Interessanter ist für uns natürlich, was da in Zukunft kommt, hier ist Twitter zwar nicht ganz so deutlich, nennt aber dennoch einige Features, die wir erwarten können. So wird es in der ersten Jahreshälfte 2015 zum Beispiel die Möglichkeit geben, Videos direkt zu Twitter hochzuladen. Aufnahme, Bearbeitung und Sharing direkt aus der Twitter-App heraus soll es geben.

Während das mit den Videos noch positiv klingt, schließlich ist das ein Feature, das man nicht nutzen muss, wenn man nicht will, sieht es beim anderen großen Punkt schon nicht mehr so erfreulich aus. Es geht um die Anzeige von Tweets in der Timeline. Twitter experimentiert bereits mit der Anzeige von favorisierten Tweets Dritter, wenn diese in einem Bezug zu den eigenen Followern stehen. Das wurde von einem großen teil der Power-User bereits bemängelt, sie sehen die chronologisch lineare Anzeige von Tweets als eine der großen Stärken des Netzwerks.

Anhand der eigenen Interaktionen, den Leuten, denen man folgt, also den eigenen Interessen, wird Twitter Tweets anzeigen, die darauf passen sollen. Bei jedem Login in die App wird dann quasi eine Sammlung von Tweets angezeigt, die einen interessieren könnten. Twitter ist zuversichtlich, dass dies der richtige Weg ist, um den Nutzern mehr Information zukommen zu lassen. Auch experimentiert Twitter mit der Anzeige eines personalisierten Streams für neue Nutzer, die vielleicht noch nicht vielen Nutzern folgen. Es geht wohl darum, Twitter lebendig erscheinen zu lassen, auch wenn man sich selbst keinen Stream aufbaut, indem man anderen folgt. Das wird sicher wieder einen großen Aufschrei geben, wenn Twitter Dinge anzeigt, die man eigentlich nicht will. Wie extrem das Ganze wird, wird sich dann zeigen.

Bei den Direktnachrichten wird es ebenfalls Neuerungen geben. Bereits ab nächster Woche wird hierzu ein neues Feature verteilt, dass es ermöglicht, Tweets privat zu diskutieren. Wie das genau aussehen wird, ist unklar, aber da es nächste Woche bereits kommt, wird es dies nicht lange bleiben.

Neuerungen sind immer ein Problem, vor allem für Nutzer, die sehr viel zeit in einem Netzwerk verbringen. Twitter hat allerdings das Problem, dass man mehr Nutzer braucht, um profitabel arbeiten zu können. Sicher werden neue Features, die in die Timeline der Nutzer eingreifen, dafür sorgen, dass einige Nutzer sich lautstark aus dem Netzwerk verabschieden, die breite Masse könnte es aber anlocken. Muss man sich nur Instagram oder WhatsApp anschauen. Was war das Geschrei groß als Facebook die beiden Dienste kaufte, komischerweise können aber beide sehr gesunde Zuwächse verzeichnen. Der laute Nerd ist eben nicht die Masse.


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Quelle: Twitter |

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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