TrueCrypt: Entwickler sollen keine Lust mehr haben

30. Mai 2014 Kategorie: Backup & Security, geschrieben von:

Neues vom Verschlüsselungstool TrueCrypt, welches seit vielen Jahren relativ einfache zu handhabende Verschlüsselung auch für Nicht-Profis möglich macht. Ohne Ansage wurde das Projekt eingestellt, eine neue Webseite warf mehr Fragen auf, als dass sie beantwortete. Recht komisch wurde mitgeteilt, dass TrueCrypt unsicher sei und dass Windows-Nutzer zu BitLocker greifen sollen – logo, das Ganze riecht komisch, sodass der Verdacht im Raum stand, dass die US-Behörden gegen TrueCrypt vorgegangen sind, oder dass etwas im Code faul ist, der eh gerade untersucht wird.TrueCrypt

Neue Informationen hält nun Steven Barnhart bereit, die auf der Seite der Gibson Research Corporation veröffentlicht wurden. Steven Barnhart erwähnt, dass er in der Vergangenheit schon mit einem TrueCrypt-Entwickler einen Mail-Austausch hatte. Dieser Entwickler nennt sich „David“. Steven Barnhart schrieb also an diese Adresse und erhielt einige Informationen des mutmaßlichen TrueCrypt-Mitentwicklers.

Hier kristallisiert sich heraus, dass die Einstellung des Projektes nicht die Angst vor Entdecken irgendwelcher Schwachstellen durch den stattfindenden Security-Audit ist, auch sollen Regierungen nicht ihre Hände im Spiel haben. „We were happy with the audit, it didn’t spark anything. We worked hard on this for 10 years, nothing lasts forever“. Auch zur BitLocker-Empfehlung hat man eine Aussage parat: BitLocker sei gut genug für Windows – und Windows war damals das primäre Ziel des TrueCrypt-Projekts.

Mit einem „There is no longer interest“ wird dann die Konversation geschlossen. Ich für meinen Teil denke, dass mit diesen Aussagen noch nicht das letzte Kapitel im TrueCrypt-Buch geschrieben ist, da man auch den „Entwickler David“ nicht zu 100 Prozent verifizieren kann. (danke Patrik!)


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