TrueCrypt Container vergrößern

28. Juli 2010 Kategorie: Backup & Security, Software & Co, Windows, geschrieben von: caschy

Aloha! Ich dachte, ich haue euch hier erst einmal einen nützlichen Beitrag um die Ohren, bevor es in den nächsten Tag um die Verlosung von Lizenzen für Trendmicro, Tiemfreeze 2.0 und Fastbill geht. Heutige Thematik: Vergrößerung von TrueCrypt Containern. Ist vielleicht dem einen oder anderen in die Quere gekommen: 20 GB TrueCrypt Container voll und nun passen keine neuen Filmchen (natürlich DOKUMENTE! ;) ) mehr hinein.

Was also tun? Man könnte nun einen größeren Container neu erstellen, ist aber albern (vor allem, wenn man den Container in der Dropbox abparkt). Also schnell zu extcv greifen. Open Source Software.

Kurze Anleitung: extcv.rxe in euer TrueCrypt Verzeichnis werfen und ausführen. Danach werdet ihr nach dem Ort eures Containers und dem Passwort für diesen gefragt. Auch wird abgefragt, ob der Container einen versteckten Container enthält.

Nun könnt ihr euren TrueCrypt Container in der Größe anpassen:

Danach habt ihr wieder mehr Platz. Geilomat, oder?

“Hömma Caschy, hat datt Ding nen Haken?” Jau, leider. Das funktioniert nicht, wenn es sich um einen Container handelt, der mit TrueCrypt 7.0 erstellt wurde, wohl aber mit denen, die mit Version 6.2 erstellt wurden. Keine Sorge: 6.2er Container lassen sich in 7.0 öffnen. Ihr findet notfalls die alte Version 6.2 von TrueCrypt in meinem Downloadbereich.

Wer die Blogsuche mal nach TrueCrypt anwirft wird übrigens einiges finden: Systempartition komplett verschlüsseln, was man zwingend beachten sollteexterne Festplatte verschlüsseln, verschlüsseln mit TrueCrypt Part II und mit TrueCrypt unterwegs. Viel Spaß und immer daran denken: Verschlüsselung ist wichtig!

Dieser Beitrag entstand nach einem kurzen Twitter-Gespräch und Ausprobiererei – siehe auch: roots_blog.

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

39 Kommentare

quorn23 (twitter ) 28. Juli 2010 um 19:48 Uhr

interessant, wobei mich die technische umsetzung interessieren würde, auch wenn opensource, ein 2. programm das an meinen container rumbastelt…hatte lustigerweise vor 2 tagen genau das problem, container in der dropbox zu klein (hatte ich bewusst klein gewählt, da ich noch lange ned auf dem max an gratis space bin ;) ). ergo neuer container erstellt und umkopiert. hält sich in grenzen was die Zeit angeht, aber ich brauche Truecrypt effektiv nur für Privatdaten, “Urlaubsfilmchen” sind hier in der Schweiz nicht so n Problem :D

JürgenHugo (twitter ) 28. Juli 2010 um 19:56 Uhr

@quorn:

“Filmchen” jedweder Art sind nirgendwo ein Problem – solang da nix verbotenes drauf ist, und man keinen roten Kopf bekommt. Das erstere ist bei mir nicht der Fall, das zweite: da bin ich entweder zu alt, zu liberal – oder zu abgebrüht für…

Deswegen würd ich sowas auch nie verschlüssseln – for what? :mrgreen:

SoehnelS 28. Juli 2010 um 20:04 Uhr

Hallo!

Da ich genau dieses Problemchen hatte (Laufwerk vergrößern),
hatte ich mir das ganze per Kopiererei selbst gemacht…
(Es gibt schönere Beschäftigungen…)

Dazu hatte ich mir natürlich nach dem Du hier die TC 7.0
angekündigt hattest, auch TC gleich aktualisiert (von 6.2 ohne a).

Nachteil: Scheinbar läßt sich ab Version 6.2a kein TC-Container mehr als Laufwerk B einbinden…

Das nur mal so zur Info…

Grüße und Danke für Deine stets informativen Seiten!

Robert 28. Juli 2010 um 20:25 Uhr

Wichtige Frage:

Im ersten Screenshot lese ich NUR NTFS-Partitionen werden supported. Doch im letzten Screenshot sehe ich eine FAT-Partition.

Caschy sagt, er hätte es problemlos ausprobiert… mit FAT? wenn doch NUR NTFS funktioniert. Was stimmt jetzt und was stimmt nicht?

caschy (twitter ) 28. Juli 2010 um 20:30 Uhr

In meinem Test lief es…also mit FAT. Hab mit meinem NTFS COntainer noch nicht probiert…

Sebi (twitter ) 28. Juli 2010 um 21:07 Uhr

Danke Caschy! Das hatte ich dich letztens bei Twitter gefragt, du bist großartig! :-)

Sassenach 28. Juli 2010 um 23:19 Uhr

Gleich mal ausprobiert, funzt super, danke :)

Alex 28. Juli 2010 um 23:20 Uhr

Coole Sache, geht das auch mit 6.3?

mandy 28. Juli 2010 um 23:25 Uhr

genau was ich noch gebraucht habe. Danke frü den Tipp. Ist das denn auch vertrauenswürdig? Schließlich vertraue ich dem mein PW meines TC Containers an?

Hapepe82 29. Juli 2010 um 01:12 Uhr

Wow, genau das Tool, das ich gebraucht habe!!! Schon immer! Danke!

Leider bin ich gerade auf TC 7.0 umgestiegen und ein TC-Image, das ich gerne erweitern würde, habe ich ausgerechnet damit erstellt…

Jetzt hoffe ich, dass es prinzipiell möglich ist, dass der Autor die Funktionalität bald auch für TC 7.0 nachziehen kann!

speedygonzales 29. Juli 2010 um 03:48 Uhr

Jau, mit Version 6.3a gehts net, ob portable überhaupt funktioniert? Linux Version?

Gute Idee, aber … :-/

hoschie 29. Juli 2010 um 07:38 Uhr

Ich habe True Crypt 7.0 und das Programm nöhlt rum das es 6.2 benötigt.

Hmmmmmmm

Bin gerade etwas ratlos.

jim 29. Juli 2010 um 07:39 Uhr

@speedygonzales:
Geht auch mit der portablen Version von 6.2a, aber nur unter Windows (extcv ist eine kleine EXE-Datei). Container, die mit 6.3a erstellt wurden, lassen sich auch vergrößern.

Man sollte erwähnen, dass FAT nicht wirklich zu vergrößern geht (nur NTFS). D.h. der TC-Container wird zwar vergrößert, aber die FAT-Partition nicht. Daraus ergibt sich die Frage welches (portable) Tool es zum nachträglichen vergrößern von FAT-Partitionen gibt?

Karl 29. Juli 2010 um 07:41 Uhr

@hoschie:
*lol* guten morgen! Noch zu müde zum Lesen oder was? ;-)

Tobias 29. Juli 2010 um 08:53 Uhr

Super Sache, aber hab neulich erst meinen Container deswegen neu erstellt und auf Dropbox kopiert.

clarkkent 29. Juli 2010 um 12:18 Uhr

@quorn23

ich gebe dir da vollkommen recht…bei der sache würde ich auch bauchweh bekommen, wenn ein 2.prog in meinem container “rumdoktort”

wer weiß, was da alles nach hause telefoniert wird. da leg ich lieber einen größeren container neu an…

tsetse 29. Juli 2010 um 12:59 Uhr

“wer weiß, was da alles nach hause
telefoniert wird. da leg ich lieber einen
größeren container neu an…”
ja, mach das mal lieber! ^^

mascanho 29. Juli 2010 um 13:43 Uhr

@tsetse

Du kannst dir ja auch das SOURCE runter laden, angucken und dann selber compilen.

Dieter 29. Juli 2010 um 13:44 Uhr

STIMMT SCHON
Seinen Zweit-Wohnungsschlüssel gibt man ja wohl auch nur an absolut vertrauenswürdige Personen. Und hier verrät man einem “fremden” Programm nicht nur die geheimen Zugangsdaten sondern sogar auch, ob evtl. ein ´hidden container´ vorhanden ist. ManOMan, damit wird das Prinzip eines versteckten Containers adabsurdum geführt.

Plug-Ins und/oder Add-Ons sind eigentlich eine feine Sache. Aber hier ist es ein ZWEITES, völlig anderes Programm! Besser ist immer, wenn das Hauptprogramm alle Funktionen bei Bedarf zur Verfügung stellen kann. Bestes Beispiel: Firefox. Seit Version 4.x funktionieren einfach viele Zusätze nicht mehr.
Versteht mich bitte nicht falsch, klar muss diese Schnittstelle beim Fuchs mal überarbeitet werden. Aber hier lässt sich sehr gut der Nachteil von ausgelagerten Funktionen, die von anderen Programmierern gewartet werden (müssen), erkennen.

ThomasM 29. Juli 2010 um 19:32 Uhr

Interessante Sache. Dass man die Container nicht vergrößern (oder verkleinern) kann, war eine der Sachen, die mir an TrueCrypt nicht so gefallen haben – habe es aber als nicht änderbar hingenommen. Schön, dass es doch geht, aber andererseits frage ich mich, warum diese Funktion nicht direkt in TrueCrypt eingebaut ist. Vielleicht kommt es ja irgendwann. Ein zweites Programm an einem Container “herummachen” zu lassen, ist mir auch nicht ganz geheuer. Ist einfach eine zusätzliche potenzielle Fehlerquelle. Ich werde das trotzdem mal ausprobieren.

max 29. Juli 2010 um 23:35 Uhr

huiuiui….
da fehlt aber ein essentieller hinweis für unbewanderte anwender:

B A C K U P vorher anlegen

Michael 1. September 2010 um 14:44 Uhr

hallo, super blog! danke
gibt es eine lösung für folgendes problem?

container1 (startmenü und gewöhnlich portable apps)
container2 (security portable apps)

mounten des container1 als (s:\) startmenü und ordner “portable apps” [grösse 5GB]und bei bedarf dazumounten des containers2 als (s:\portable apps)[neue grösse 10GB]?
Ich habe da einige Apps die ich im Büro nicht unbedingt so mitladen möchte, das könnte ärger geben und mein startmenpapp erlaubt nur einen installationsordner.

ok, ich könnte das auch getrennt laufen lassen, da aber die startmenüapp nur eine instanz zulässt, wird es etwas mühsam…

danke für eure hilfe

gruss
michael

SoehnelS 1. September 2010 um 14:56 Uhr

Hi,

also ich habe auch zwei Container.
Je nach Bedarf beantworte ich die TrueCrypt-Passwort-Abfrage,
oder lasse es bleiben.

Evtl. kannst Du Deiner StartMenüApp die Programme/Links und dergleichen aus dem zweiten Container hinzufügen, nur der AutoStart würde dann im Falle des fehlenden Ziels Fehler werfen (File not found).

Hilft vermutlich nicht, aber naja, habe gerade etwas Zeit…;)

bergzierde 25. November 2010 um 15:12 Uhr

Hi,
extcv 0.6 ist vor ein paar Tagen erschienen.
Jetzt können Container der V7.0a vergrößert werden.
Gerade mal getestet, funktioniert einwandfrei.

BlogLeser 31. März 2011 um 12:18 Uhr

Der Eintrag von ‘bergzierde’ ist extrem wichtig (und Du solltest vielleicht Deinen Eintrag bezüglich TC-Versionen entsprechend anpassen): Mit der extcv-Version 6.0 funktioniert das Vergrössern nun auch mit TrueCrypt 7.0a

F) Changelog
————
- Version 0.6: compatible with header version 5, requires TrueCrpyt 7.0a
- Version 0.5: initial Release (requires TrueCrpyt 6.2a)

david 30. Juli 2011 um 12:11 Uhr

Hallo, ich hab das gerade ausprobiert,

leider hab die neuste Version von extcv geladen, und dass an meinem 250gb container den ich auf 350 vergößern will probiert.

Das läuft nun sicher bald ne viertel Stunde, wird das noch und dauert das immer so lang oder is der Container im Eimer?



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