Trolle aufgepasst: bei rassistischen Tweets droht Knast

28. März 2012 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von:

Tolles Internet: Hier darf jeder dicke Fresse haben, denn die Leute sind ja so weit weg und bestenfalls sind wir ja sogar halbwegs anonym unterwegs. Ihr kennt das ja mit dem „rechtsfreien Raum“, in dem jeder treiben darf, was er will. Dass es damit – zumindest in Großbritannien – nicht ganz so weit her ist, zeigt jetzt eine Meldung aus Wales, wo sich jemand mit seinen Äußerungen via Twitter auch zu sicher fühlte.

Vermutlich habt ihr das Drama um den Fußballer Fabrice Muamba  von den Bolton Wanderers mitbekommen: Mitten im Spiel klappte er mit einem Herzstillstand zusammen und es dauerte über eine Stunde, ihn wiederzubeleben. Der gute Mann ist glücklicherweise mittlerweile außer Lebensgefahr, wenngleich er wohl nie wieder Profi-Fußball spielen kann.

Ein walisischer Student jedenfalls nutzte diesen Vorfall, um Muamba via Twitter unflätig und rassistisch zu beschimpfen. Die Strafe folgte auf den Fuß und in einem Eilverfahren verurteilte ihn das Gericht zu einer Gefängnisstrafe von 56 Tagen. Begründung: Rassistische Äußerungen sind nicht zulässig, egal ob im „richtigen“ Leben oder online.

Zahlreiche Beschwerden im Netz überführten den 21jährigen Studenten, der sich erst damit herausreden wollte, dass sein Account gehackt worden wäre. Später jedoch gab er zu, diese Tweets im Suff rausgehauen zu haben. Vielleicht sollte der ein oder andere mal in sich gehen, bevor er über Twitter, Facebook oder wo auch immer seine Sprüche loslässt – hätte dem Waliser zumindest nicht geschadet.

Quelle: heise.de


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