Toplisten für Blogger – sinnvoll oder nicht?

9. August 2008 Kategorie: Internet, Privates, geschrieben von: caschy

Toplisten für Blogger – sinnvoll oder nicht? Es gibt unzählige Toplisten für Blogger. Früher waren es Toplisten für Homepages mit bunt blinkenden Bannern, die uns die geilsten Seiten im Netz versprachen. Die klassische Homepage ist tot – jedermann bloggt mittlerweile mehr oder weniger. Was eigentlich kein schlechter Umstand ist, da selbst die uninteressantesten Blogs (Vorsicht Ansichtssache!) weniger blinken und nerven als Seiten der ausgehenden 90er Jahre – und auch aktueller sind. Aber genug der Faselei – Toplisten sollten das Thema sein.

Seit Monaten dachte ich mir – was bringt es eigentlich, in Toplisten vertreten zu sein? Ein tolles Gefühl, wenn man “oben” dabei ist? Was ist der Preis dafür? Das man seinen ganzen Inhalt dieser Liste übergibt, damit man dort sehen kann, was man auf seinem Blog schreibt? Natürlich erhofft man sich dadurch Leser. Leser, die nicht mal nur kurz vorbei schauen, sondern Leser, die dein Blog wirklich interessant finden.

Seit einiger Zeit dachte ich darüber nach, die ganzen Buttons aus meinem Footer zu werfen – schließlich empfinde ich die kleinen 80×15 großen Banner auf anderen Blogs als extrem nervig, sofern sie mit dem Faktor >5 auftreten.

In welchen Toplisten war ich und was haben sie mir gebracht?

Am längsten vertreten war ich wohl in den TopBblogs, die damals zu Mr. Wong gehörten, dann aber verkauft wurden (siehe auch dieser und jener Bericht).

TopBlogs zählte ganz einfach nach Besuchern – je mehr Besucher, desto besser dein Ranking. Altes Spiel. Besucher oder Feedback dass ich dadurch bekam – tendenziell gegen Null.

Die zweite Liste – das BloggerAmt. Keine Ahnung, wie ich da hinkam – wahrscheinlich der Zwang, jeden Dienst ausprobieren zu müssen um darüber zu bloggen. Wie funktioniert da das Ranking?

Das Ranking eines Blogs setzt sich aus verschiedenen Kriterien zusammen, die wir im Detail nicht erläutern möchten. Kriterien dafür sind unter anderem: Aktualität, Bewertungen und Anzahl der Favoriten.

Hätte mich schon früher stutzig machen müssen. Es interessiert also quasi nicht, wie gut du wirklich bist, sondern wie viele sich gegenseitig favorisieren und bewerten. Gerade in den Top 100 finde ich Blogs (und ich kenne wirklich viele) – von denen ich nie etwas gehört habe.

Im BloggerAmt eingebunden ist ein Forum – damit man auch die Community zusammen hält. Auch vom Bloggeramt konnte ich – wie auch bei den TopBlogs -tendenziell keine Besucher begrüßen (mit Ausnahme der einmaligen Wahl zum Blog der Woche in KW 15).

Übrigens wurde ich zum Blog des Monats April 2008 gewählt – die gewonnene Kaffeetasse ist NIE angekommen.

Nicht nur Liste, sondern eine tolle Statistik bietet blogoscoop, welches sich allerdings noch in einer Alphaphase befindet.

blogoscoop bietet mir allerdings einen Mehrwert, da ich direkt dort erfahren kann, wieviel Seitenaufrufe /Technoratilinks ich zum Beispiel habe.

Mein Fazit: wer mit dem bloggen anfängt und seinen Blog einem Publikum vorstellen möchte, der ist sicherlich anfangs in solchen Listen gut aufgehoben. Man kann schauen, wo man steht – sofern man dies will.

Mir persönlich ist allerdings ein fester Leser lieber, als hundert zufällige Klicks aus irgendwelchen Listen.

Bis auf blogoscoop fliegt nun alles raus – nicht weil TopBlogs oder das Bloggeramt schlecht sind – sondern weil ich persönlich darin keinen Mehrwert sehe. Das ich endlich die Buttons entferne ist auch Stefans Schuld – denn durch seinen Beitrag bin ich wieder daran erinnert worden.

Nutzt ihr Listen – wenn ja warum?



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Über den Autor: caschy

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