Tonido für Android bekommt Tablet-Layout und Live Video Streaming

15. April 2013 Kategorie: Android, Mobile, Software & Co, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Tonido ist ein Dienst, mit der man seine persönliche Cloud zu Hause aufsetzen kann und dann eine große Palette an Funktionen für die mobilen Plattformen bekommt. Im Gegensatz zu Dropbox, SkyDrive und den anderen etablierten Diensten betreibt man den Server komplett lokal, weshalb man sich weder um Speicherplatz noch Dateigrößenbeschränkung Sorgen machen muss.

Tonido

Außerdem hat der Dienst Apps auf etlichen mobilen Plattformen (Android, iOS, BlackBerry) um von daheim oder unterwegs über eine SSL-Verbindung an seine Daten zu gelangen. Ab sofort hat die Android-Version eine große Überarbeitung bekommen und bietet nun auch ein angepasstes Tablet-Layout an. Bisher war man in der Android-App zudem begrenzt auf Musik-Streaming, inzwischen hat Tonido aber auch hier nachgelegt und ermöglicht jetzt auch Live Video Streaming der gängigen Videoformate. Weiterhin könnt ihr jetzt ohne Probleme direkt auf eure iTunes Playlist zugreifen.

Tonido ist prinzipiell kostenlos, die Serversoftware steht für Windows, Mac und Linux zur Verfügung. Hier liegt leider auch der größte Nachteil, denn man muss ständig einen Rechner laufen lassen, damit man dauerhaft von überall aus Zugriff auf seine Dateien bekommt. Der klassische Cloud-Speicher ohne eigenen Server über 2 GB muss dann wie bei den anderen Diensten bezahlt werden. Wer die Software allerdings nicht ständig laufen lassen muss, sondern beispielsweise nur seine Medien mobil oder auf die PS3 streamen möchte, findet meiner Meinung nach eine solide und gut funktionierende Lösung vor, die man sich bei Bedarf einmal genauer ansehen sollte.

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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

#Linux, #Ubuntu, #OpenSource #Android sind meine Themen. Du findest mich auch auf Twitter und Google+. Zudem schreibe ich Beiträge für freiesMagazin und auf meinem Blog Softwareperlen .

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11 Kommentare

Mike 15. April 2013 um 20:20 Uhr

Da bleib ich doch lieber bei meinem selbst entwickelten LimboMedia HomeServer und nutze die Gelegenheit um hier ein bisschen Werbung dafür zu machen:
http://limbomedia.net

Der Feature-Umfang ist in etwa der selbe, allerdings kommt noch eine kleine ToDo-, Bookmark- und Notitz-Verwaltung On Top.

Vielleicht für den ein oder anderen Leser eine interessante Alternative. Freue mich immer über neue Nutzer und Feedback!

Keule 15. April 2013 um 21:05 Uhr

Danke. Sieht interessant aus. Werde ich mir die nächsten Tage mal anschauen.

Gewinnspiele 15. April 2013 um 21:16 Uhr

Vielen dank für diesen Artikel :)

Matthias 15. April 2013 um 21:20 Uhr

Warum dafuer zahlen Wenn man doch auch owncloud nutzen Kann?

Struppi 15. April 2013 um 21:59 Uhr

Du bekommst von owncloud Speicherplatz geschenkt, für den du hier zahlen musst? Wäre mir neu.

Chris 15. April 2013 um 22:50 Uhr

Ich bin gerade dabei, eine Raspberry PI einzurichten. Sowas in der Richtung zum Synchronisieren von Daten und abrufen von Medien wäre schon schön. Java ist eventuell etwas zu ineffizient für die PI, zumal ich da schon einige Python-basierte Programme laufen habe die ebenfalls schon sehr an den Ressourcen zerren. Kennt da zufällig jemand was mit Android Clients?

Uwe 15. April 2013 um 23:49 Uhr

Also ich hab’ mir vor 2,5 Jahren den Tonido-Plug online bestellt und nutz’ den als Home-Server mit zwei 1 TB-Platten. Im Vergleich zu owncloud kann ich halt sagen, dass ich die Daten immer lokal hab’. Ich muss da nix hochladen und synchronisieren. Mit dem Tonido-Drive kann ich dann vom Büro aus auf die Daten zugreifen. Dann sind da noch die Apps, wie das Backup, Thots oder Workspace. Für mich echt mit Mehrwert. Ich find’ TONIDO klasse.

Mike 15. April 2013 um 23:57 Uhr

@Chris
LimboMedia wollte ich auch schon länger auf nem PI ausprobieren, hab hier nämlich auch noch einen rumliegen. Für das Streamen selbst seh ich dabei auch kein Problem. Nur das Scannen von Dateien und Erstellen von Thumbnails könnte etwas länger dauern. Für das Transcoding von Videos seh ich allerdings schwarz, da ist selbst mein Atom-Homeserver am Limit und das bei niedrigster Auflösung.

Das Java grundsätzlich ineffizient ist, kann ich so nicht unterschreiben. Das gehört eher in die Kategorie: Mythos von urzeitlichen Versionen. Was allerdings stimmt ist, dass man für Java-Programme grundsätzlich etwas mehr Speicher mitbringen sollte, einfach Aufgrund des anderen Speicher-Management-Models von Java (im Vergleich mit C etc). Hoffe also, du hast die 512MB Version des PIs ;)

Grom Hav 16. April 2013 um 00:40 Uhr

Solange der server auf meinem PI geht und nicht auf crappy windows….

Rolant 16. April 2013 um 13:19 Uhr

Tonido ist nicht schlecht, habe mich aber trotzdem für FileSync Onlinespeicher entschieden. Ist ca. 3x schneller :)

forcemaker 16. April 2013 um 13:22 Uhr

Zum Thema “immer laufen lassen müssen”: meine AVM Fritz!Box lässt sich mit der Android-App “BoxToGo” ( https://play.google.com/store/apps/details?id=de.almisoft.boxtogofull&feature=search_result ) per WOL (Wake on LAN) aufwecken.

Der Rechner läuft demnach nur, wenn ich ihn brauche. In der Tat braucht der Boot-Vorgang 1 oder 2 Minuten, aber mir steht dann meine Personal Cloud, mein FTP-Server oder was ich brauche, zur Verfügung.

Ob es andere Router, Software, etc gibt, mit denen man einen ausgeschalteten Rechner aufwecken kann, ist mir nicht bekannt.


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