Time Machine für Windows: Genie Timeline

28. April 2010 Kategorie: Backup & Security, Windows, geschrieben von: caschy

Gerade ein ziemlich cooles Programm für Backups gefunden. Es sichert nicht nur eure Daten, sondern wartet noch mit einer Funktion auf, die Menschen sicherlich kennen, die schon mal an einem Mac gesessen haben: die Time Machine. Periodisch werden Daten gesichert. Im Backup bleiben auch Daten, die ihr löscht. Wollt ihr etwas zurück haben, so schmeisst ihr einfach die Zeitmaschine an und holt euch eure Daten aus der Vergangenheit. Soweit klar, McFly?

Das Programm besitzt einen intelligenten Modus. Dort werden spezifische Daten gesichert. Wer mag, kann auch oldschool Ordner oder ganze Laufwerke wählen.

Auswahl der intelligenten Datensicherung:

Auswahl von Laufwerken und / oder Ordnern:

Über das Tray-Icon kann das Dashboard oder der Timeline Explorer aufgerufen werden:

Sicherung & Co – hier kann man auch direkt nach Dateien suchen:

Safer Computing – Schutz ist wichtig! ;)

Hier der coole Kram: im Timeline Explorer in vielleicht längst gelöschten Daten wühlen.

Per Kontextmenü können direkt Ordner zur Sicherung hinzugefügt werden, oder nach gelöschten Dateien durchsucht werden:

Mir ist schon lange kein so einfach zu bedienendes Programm unter die Flossen gekommen. Die Oberfläche ist optisch schick und man findet sich sofort zurecht. Die Time Machine-Funktion ist natürlich Bombe und erinnert ein wenig an Comodo Time Machine.

Von Genie Timeline gibt es eine kostenlose und kostenpflichtige Versionen. Ich behaupte einfach mal, dass Otto-Normal-User mit dein Einschränkungen klar kommt. Schaut euch selbst die Unterschiede zwischen den Versionen an. Schaut euch das Programm ruhig mal an, und sagt mir eure Meinung :)

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

46 Kommentare

Ben 28. April 2010 um 22:43 Uhr

Bombe. Danke Carsten ! =)

Revolvermann 28. April 2010 um 22:47 Uhr

Wow, das klingt echt mal interessant. Danke für den Tipp, werd ich mir gleich mal angucken!

bttr 28. April 2010 um 22:49 Uhr

Seit Vista Business, Ultimate und Enterprise gibt’s auch die vom Server 2003 bekannten Schattenkopien. Die arbeiten allerdings nur auf Partitions- und nicht Ordnerebene.

Jörg 28. April 2010 um 23:01 Uhr

Hi, eben den Eintrag bei Buzz gelesen.

Kann jemand was zum Ressourcenverbrauch sagen?
Das letzte Backuptool das ich hatte, hat den Startvorgang auf fast 3 Minuten verlängert und das ganze Netbook während des Backups verlangsamt.

Fragenkatalog 28. April 2010 um 23:23 Uhr

die pro version für 55€ würde mich schon interessieren. ist halt die frage wie “sicher” die AES verschlüsselung ist (backdoor?). man weiß ja nie… selbst bei acronis… naja free version werd ich mal testen, backups in truecrypt container erfüllt auch seinen zweck. aber wehe die platte raucht ab :P
danke für den beitrag caschy

andy B 29. April 2010 um 00:04 Uhr

genie free is ne nette sache….. HDD raucht net ab, keine sorge ;-)

Adam von sparideen.eu (twitter ) 29. April 2010 um 00:17 Uhr

Danke für den super Software-Tipp und die ausführliche Beschreibung mit den vielen Screenshots, so kann man sich vorab schon ein recht gutes Bild von dem Programm, den Funktionen und der Bedienung machen.

kick2 29. April 2010 um 00:29 Uhr

Sieht sehr praktisch aus. Allerdings bin ich etwas irritiert, dass avast mir nach dem Download mitteilt, dass einige Daten nicht überprüft werden können, da die entsprechenden Archive kennwortgeschützt sind. Nutze avast schon seit 4 Jahren aber so eine Meldung hatte ich noch nie.

Max 29. April 2010 um 01:31 Uhr

Mich würde auch interessieren, wie es mit der Performance aussieht. Kann jemand schon etwas dazu sagen?

MaxFragg (twitter ) 29. April 2010 um 07:40 Uhr

wird auch nur eine neue UI für den VSS (volume shadow service) sein, von daher sind keine performance unterschiede zu erwarten, aber ich sehe auch keinen großen vorteil gegenüber der lösung in Vista/Win7 Pro/Ultimate und da die Uni so nett ist, und mir win7 pro 4free gibt …

Michael 29. April 2010 um 07:41 Uhr

Klingt wirklich gut,
sollte man mal probieren :) Danke

Schumy 29. April 2010 um 08:06 Uhr

Sofort runtergeladen und ausprobiert. Echt gut und einfach (jetzt kann meine Freundin endlich auch vernünftige Backups machen).

Die Performance sieht ganz ok aus. Hab gerade 50GB in rund 2 Stunden gesichert. Das schafft die Time Machine von Mac OS nicht.

Der Smart Modus scheint auch gut zu funktionieren, ich kann keine Leistungsminderung feststellen. Schaltet man auf Turbo Modus kann man allerdings einen deutlichen Leistungseinbruch feststellen.

Auch das Wiederherstellen über den Timeline Explorer ist klasse.

Soeren (twitter ) 29. April 2010 um 08:16 Uhr

Das werde ich mal testen. Sieht sehr interessant aus und so ne “Zeitmaschine” wollte ich schon immer für meinen Windows Rechner ;)

luxifer (twitter ) 29. April 2010 um 08:48 Uhr

als alternative sei noch backup service home 3 erwähnt (http://www.alexosoft.de/de/pro.....sicht.aspx)

das verwend ich seit ner weile und bin ganz zufrieden damit… einfach zu sichernde ordner angeben, backup-ziel angeben und los gehts… macht automatisch stündliche backups (24 std. vorhaltezeit), tägliche (2 wochen glaub ich) und monatliche (bis der speicher voll is)… hat auch nen backup-browser mit dem man das bequem durchsuchen kann… was daran aber gut ist, wie ich finde, is, dass er die daten aufm backupziel einfach in ner ordnerstruktur anlegt, sodass man zur not auch ohne das programm wieder an seine daten rankommt…

Tom (twitter ) 29. April 2010 um 09:21 Uhr

Ich hab da mal ne Frage zu der Zeitmaschinen-Funktion. Wenn ich eine Datei ändere wird die neue Version gesichert. Wird die alte überschrieben, oder gibts dann x Versionen einer Datei?
Momentan sichere ich alles per robocopy, wo ich auch keine “alten” Daten lösche, also nur neue und geänderte hinzufüge.
Das da oben machts wohl genauso? Oder komme ich an eine Dateiversion, die ich in den letzten 3 Wochen 5 mal geändert habe? DAS wäre ne Zeitmaschine.
Wie diese älteren Versionen in Win7 funktionieren habe ich auch noch nicht rausgefunden. Bei mir sind da nie welche vorhanden.

Christian R. (twitter ) 29. April 2010 um 09:27 Uhr

Klingt gut… Werde ich mir mal anschauen^^

Novo (twitter ) 29. April 2010 um 09:28 Uhr

Coole Alternative zu MS Backuplösung, die du hier ebenfalls mal vorgestellt hast. THX!

Alexander 29. April 2010 um 09:46 Uhr

Muss ich mal testen. Interessant ist die Frage, ob man ohne Time Machine ein Backup zurückspielen kann.

Also sowas wie vollständige inkrementelle Backups, wo die neueste Daten mit dem Hardlinks zu den veränderten Dateien drin sind, sodass man eben komfortable Backups zurückspielen kann ohne die Änderungen vom letzten Hauptbackup drüber zu bügeln.

wassi 29. April 2010 um 10:14 Uhr

Hört sich echt interessant an. Hat jemand schon Erfahrung bzgl. Performance bei vielen Dateien (so ca. 300.000). Mache aktuell mein Backup über das rsync-Script der ct, das zwar gut läuft, aber auch 4 Stunden für den Backup braucht. Kann ich mit Genie Timelime, bzw. Backup Service Home auch die Daten von einem NAS sichern?

Max 29. April 2010 um 10:36 Uhr

@wassi: Im Handbuch für Backup Home Service steht folgendes:

“Ist die Sicherung im Netzwerk möglich?
Ja. Es wird empfohlen ein Netzlaufwerk zu verwenden. Die Verwendung von Netzwerkpfaden
ist im Konfigurationsassistent nicht möglich. Sie können aber nach diesem Assistenten in der
Konfiguration ein Netzwerkpfad angeben. Ebenso kann ein FTP-Server verwendet werden.”

argie 29. April 2010 um 11:39 Uhr

Hallo,

danke für die Infos; das passt, da ich nach dem Neuaufsetzen meines Desktop nach einer neuen Backup-Lösung suche. Cobian war bei mir bisher erste Wahl, aber es hat auch einige Nachteile. Speziell das komfortable Backup und Restore verschiedener Versionen derselben Datei finde ich spannend. Bisher speichere ich alte Versionen (nur Texte und Tabellen) neu ab und hänge das Datum an den Dateinamen. Bläst meine Ordner ganz schön auf.

Ich werde mal BSH3 probieren, vielen Dank an luxifer für den Tip. Die freie Version von Genie Timeline ist mir ein wenig zu eingeschränkt.

Viele Grüsse
argie

Mike 29. April 2010 um 12:20 Uhr

..aha… endlich mal was in unserer Amtssprache Deutsch

Corty 29. April 2010 um 15:51 Uhr

Vielen Dank :)
Ein super Programm, dumm an der Free Version ist, dass keine Komprimierung unterstützt wird. Auf die übrigen Features, die Home bzw. Professional bieten, könnte man ja fast verzichten…

Ich teste gerade die Professional und musste feststellen, dass bei aktivierter Komprimierung, schlicht und einfach .zip Dateien erstellt werden :)
7-Zip kommt mit den Archiven ohne Probleme klar, aktiviert man jedoch zusätzlich die Verschlüsselung, will sie 7-Zip auch bei richtigen Passwort nicht mehr entpacken.
Das könnte Zweifel am verwendeten Algorithmus wecken *g*

Robert (twitter ) 29. April 2010 um 16:53 Uhr

Kann ich das Teil auch so einstellen, dass es Backups automatisch erstellt, sobald die USB-Festplatte in den USB-Port gestöpselt wird?

Big2k (twitter ) 29. April 2010 um 18:52 Uhr

Danke Carsten für die Vorstellung. Ich glaube nun gefunden zu haben, was ich suchte. Gruß christian

Stevie 29. April 2010 um 19:28 Uhr

@Robert

DAS wäre in der Tat der Knüller

Christopher 30. April 2010 um 11:04 Uhr

hallo carsten,
ich hab immernoch nicht herausgefunde was der Ordner Sicherungsfreie Zone bedeutet
weist du das?

übrigens: Acronis TIH 2010 biete in der neuen Version auch einen Timeline aber nicht sehr konfotabel

pworm 3. Mai 2010 um 14:39 Uhr

Was mich mal interessieren würde ist, warum in der FREE version das feature “Automatic purging of older backups to save space” nicht dabei ist?? wie kann ich mir das denn dann vorstellen? das teil sichert so lange bis die HD voll ist! und DANN? muss ich manuell löschen? das kapier ich irgendwie nicht…

Big2k (twitter ) 3. Mai 2010 um 14:45 Uhr

@Christopher bezüglich der sicherungsfreien Zone:

“Praktisch auch der auf dem Desktop angezeigte Ordner “Sicherungsfreie Zone”. Hier können Sie Dateien lagern, von denen kein Backup angelegt werden soll. Beispielsweise sehr nützlich, wenn Ihre externe Festplatte nicht besonders groß ist. So sparen Sie den Speicherplatz für die wichtigen Daten.” Quelle chip.de

@pworm ich behaupte ja. Hast mal versucht auf eine kleine Partition zu sichern, bis diese voll ist? Das Programm müsste dann eine Fehlermeldung ausgeben. Versuche ich gleich mal.

Dirk Paehl (twitter ) 31. Mai 2010 um 10:00 Uhr

Kannte ich noch gar nicht. Also ich nutze Comodo Time Maschine und bin damit sehr zufrieden, das arbeitet unbemerkt im Hintergrund und ich kann jederzeit meine kompletten vorversionen herstellen. Sehr gut zum Software testen.
@Fragenkatalog Also wenn Du schon kein Vertrauen zu dem Hersteller hast wegen Backdoor solltest Du Dir bei Deinen so wichtigen Daten eine andere Software nehmen, eventuell als Opensource.

Ich frage mich warum es so wichtig ist bei normalen Rechner die zu verschlüsseln. Wer da ran will kommt da ran da hilft keine Verschlüsselung. Wer aber geheime Daten hat sollte das ganze anders absichern. Wer wichtige Daten hat startet die als portable Version vom verschlüsselten USB-Stick. Diesen kann man mit wenigen Zeilen und 7z AES verschlüsseln.



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