Thunderbird: Konversationsansicht wie in Google Mail

7. November 2010 Kategorie: Google, Thunderbird, geschrieben von: caschy

Ich bin ja vor einiger Zeit von Thunderbird und Apple Mail komplett auf die Weboberfläche von Google Mail umgestiegen. Kurzfazit: hätte ich schon längst machen sollen, ein Zurück zu einem normalen Programm wird in absehbarer Zeit nicht geben. Doch ich will ja nicht missionieren gehen. Wer Thunderbird zufrieden nutzt, der soll auch gerne Thunderbird weiter nutzen.

Lutz findet (danke für die Mail!) zum Beispiel die Ansicht der einzelnen E-Mails bei Google extrem gut (die Konversationsansicht, in der E-Mails eben in zusammenhängenden Konversationen dargestellt werden). Diese Darstellung könnt ihr auch mit Thunderbird realisieren. Dazu benötigt ihr die Erweiterung Better Conversation View.

Wer also viele E-Mails mit gleichen Gesprächspartnern wechselt, in Blogs und Foren unterwegs ist, der sollte sich Better Conversation View ruhig einmal anschauen. Die Ansicht hat meiner Meinung nach Vorteile.

Für die besten Ergebnisse werft auf jeden Fall einen Blick in die Tour, beziehungsweise das Wiki. Da sollten keine Fragen offen bleiben.

Über den Autor: caschy
Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac und Hausmeister dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING und YouTube.

40 Kommentare

Jeffrey (twitter ) 7. November 2010 um 18:49 Uhr

Für Nutzer von Thunderbird ist das Addon natürlich sehr praktisch. Ich selber nutze auch keinen Mail-Client mehr. Sondern nur noch Google Mail.

Dre 7. November 2010 um 18:59 Uhr

Und wie mache ich das wenn ich mehrere GoogleMail-Konten habe, über die Weboberfläche? Umloggen nervt nämlich.

DonHæberle (twitter ) 7. November 2010 um 19:36 Uhr

@Dre: Google bietet seit einiger Zeit das „Multiple Sign-in“-Feature. Hab es allerdings selbst noch nicht ausprobiert. Deutschsprachige Info gibt‘s u. a. bei Nodch.de.

ender 7. November 2010 um 20:11 Uhr

was mich bei deinen Artikeln über das thema (aber nicht nur bei dir) emails wundert ist, dass irgendwie immer davon ausgegangen wird, das der Normalfall war/ist, das die meisten mit einem programm wie outlook oder thunderbird angefangen haben, und dann (oder auch nicht) zu webmail übergewechselt sind.

ich hatte meinen ersten Internetzugang 1999 , mit dem Anfang meines Studiums. Und hatte eigentlich vom ersten Tag an nur emails mit weboberfläche benutzt, selbst als ich noch zu Hause mit modem unterwegs war. nur in den jobs war natürlich outlook angesagt.

ist denn eine solche Werdegang was emails Nutzung betrifft, so aus dem Rahmen??

DonHæberle (twitter ) 7. November 2010 um 20:27 Uhr

@ender: Bei mir ist es gerade umgekehrt: Ich verwende vom ersten Tag an irgendwelche Clients; Webmail nur in Ausnahmefällen. Eine Umfrage zum Thema wäre mal interessant. ;)

Harry 7. November 2010 um 20:40 Uhr

@ender
Wenn du die diskussion der letzten Zeit aufmerksam verfolgt hättest dann wüßtest du das dein damaliges webmail mit dem heutigen webmail rein garnix mehr zu tun hat. Du kannst quasi mit einen googlemail Konto weitere emails von anderen mail Anbietern empfangen wie z.B. yahoo, hotmail, gmx usw., ja sogar weitere googlemail konten sind abrufbar mit deinen Zugang und das ohne auf der jeweiligen Seite sich einlogen zu müssen. Dies funktionierte damals beim besten willen noch nicht und das schöne daran ist es macht jegliche email Programme überflüssig und ich muß mir nur noch ein Paßwort merken und alle mails werden nach dem einlogen abgerufen.
Vielleicht kann Caschy das bei Gelegenheit nochmal näher und für Laien wie dich besser erklären.

ender 7. November 2010 um 20:46 Uhr

@harry:
stimmt, hast Recht! das hatte ich vollig ausgeblendet, bzw. gar nicht daran gedacht!
klar weiss ich , dass die heutigen webmail userinterfaces wie die von gmail, yahoo, und livemail lichtjahre dem von z.B. web.de voraus sind. So hatte ich das noch nicht gesehen.
Ich hatte fast von Anfang an 2 Postfächer bei web.de, eins mit dem realen Namen als Adresse, und eins mit einem Pseudonym for Foren wie chip.de oder pc-welt, oder eben später blogs (aber auch für die hunderten von newsletters).
für die, die mehr als 2 Adressen hatten, hast recht, mit da wär das andauernde ein und ausloggen, oder mehrere Browser benutzen zu umständlich gewesen, da ist ein client natürlich quasi ein muss.

Harry 7. November 2010 um 20:46 Uhr

@DonHæberle
Die Ausnahme tritt aber schon ein wenn du unterwegs bist, da der der client ja auf einen PC oder Laptop installiert werden muß sofern es keine portable Software hierfür gibt und den Laptop schleppt man ja auch nicht rund um die Uhr mit sich herum.

Le Mag 7. November 2010 um 21:24 Uhr

Eventuell steht mir dieser Wandel ebenfalls bald bevor.
Auch ich bin von Thunderbird zu Apple Mail gewechselt und spiele momentan mit dem Gedanken komplett auf die Weboberfläche zu wechseln. Allerdings hat gMail nicht diesen schönen Sound “wuschhhhh” ^^

MartinV 7. November 2010 um 22:15 Uhr

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich den Web-Oberflächen nicht wirklich was abgewinnen kann, – ich benutze weiterhin Thunderbird und bin damit recht zufrieden. Was übrigens die Sammeldienste angeht, – die gibt es schon mindestens 5 bis 6 Jahre und sie sind durchaus nicht eine Erfindung von Google. Nur die von Google ist recht bequem, dass muss ich schon zugeben. Ich rufe die Mails aber dann trotzdem mit Thunderbird ab.

Sven 7. November 2010 um 23:36 Uhr

Kann man über die Weboberfläche von Google Mail denn auch Mails über andere Anbieter wie GMX etc *verschicken*?

Nym 8. November 2010 um 00:06 Uhr

ich bin begeistert :)

da ich ein fan von “inbox empty”, sowie dem schnellen archivieren (ohne tags ohne alles…die suche ist fähig genug) erleichtert mir das addon wirklich die konversation via email!

Das sogar Entwürfe erkannt werden ist ein zusätzliches Schmankerl!

Mal wieder Dank an Cashy fürs Veröffentlichen des Tipps :)

CocaineRodeo (twitter ) 8. November 2010 um 00:26 Uhr

@ Sven: Ja, das kann man mit der Weboberfläche von GMail auch machen.

Ich selbst hab vor Ewigkeiten mal mit Thunderbird und dann zuletzt mit Windows Live Mail gearbeitet und könnte mir inzwischen nicht mehr vorstellen von der GMail Weboberfläche zurück zum installierten Client zu wechseln. Dafür ist GMail einfach zu gut und auch, dass das alles im Browser läuft und ich nicht immer Fenster wechseln muss finde ich einfach nur komfortabel. :)

Phyton2706 8. November 2010 um 07:50 Uhr

Hallo zusammen!
Ich würde auch gerne komplett nach Googlemail wechseln, nur habe ich bisher keine vernünftige Möglicheit gefunden die PGP-Verschlüsselung ins Web-Interface einzubinden.
Kennt vielleicht von euch jemand ein Addon dafür?

Harry 8. November 2010 um 08:40 Uhr

Wer googlemail nicht mag kann auch zu hotmail greifen da microsoft dies mittlerweile auch anbietet. In welchen Umfang weis ich allerdings nicht, nur soviel das classische Mail Programme wie Thunderbird und co. es sehr schwer haben werden in Zukunft sich weiter zu verbreiten.

@MartinV
Wie liest oder holst du den deine emails ab wenn du nicht zu Hause bist wie Urlaub etc. und wartest z.B. auf wichtige Geschäftsnachrichten? Hierzu brauchst du zumindest einen Laptop wo das programm installiert und du ständig dabei hast oder eine portable Software auf dem usb Stick ansonsten garnicht außer du logst dich auf den webbasierten Seiten ein. Ein weitere Vorteil von googlemail ist z.B. das du emails auch offline lesen kannst. Bis du also dein Mail Programm geöffnet und sie heruntergeladen hast habe ich meine schon gelesen und notfalls beantwortet und zum abholen brauchst so oder so eine internet Verbindung ;-)

DonHæberle (twitter ) 8. November 2010 um 08:52 Uhr

@Phyton2706: FirePGP; wird allerdings nicht mehr weitereintwickelt. Sogar S/MIME funktioniert ganz gut mit Google Mail S/MIME, hat allerdings die kleine Einschränkung, dass die Verifizierung von digitalen Signaturen derzeit noch nicht funktioniert.

MartinV 8. November 2010 um 09:22 Uhr

@ Harry,

wenn Urlaub ist, ist Urlaub! Ansonsten habe ich ein Netbook und einen USB-Stick mit Thunderbird von Caschy. Das mit der Geschwindigkeit möchte ich übrigens bezweifeln, – mein Thunderbird ist das erste Programm was ich aufmache und das letzte was ich schließe, Firefox ist nur dann an wenn ich es auch gebrauche. Davon abgesehen möchte ich nicht alles Google preisgeben…

Timo (twitter ) 8. November 2010 um 09:28 Uhr

Du hast doch ein iPad oder? Nutzt du da auch nur gmail online? Oder nutzt du da den eingebauten Email Client? Ich bin auch am Überlegen komplett auf den Google Online umzustellen. Doch was mich noch ein wenig stört ist, dass Emails von externen Servern nur alle 30 Minuten oder einmal die Stunde (weiß nicht mehr genau wie das war) abgerufen werden. Über imap bekomme ich die aktuell immer sofort. Gibt es da eine gute Möglichkeit die auch über Gmail zu verwalten?

Gruß Timo

Phyton2706 8. November 2010 um 09:49 Uhr

@DonHæberle: FirePGP habe ich installiert, nur funzt das leider nicht so, wie ich es mir vorstelle…
S/MIME werde ich mir mal ansehen.

Sven 8. November 2010 um 10:25 Uhr

@CocaineRodeo: Danke

Juzam (twitter ) 8. November 2010 um 10:39 Uhr

Aber man kann immer nur mit einem Absender versenden, oder?

MartinV 8. November 2010 um 10:46 Uhr

@ Juzam, ne’ da schau dir mal die Einstellungen an…

Harry 8. November 2010 um 11:58 Uhr

@MartinV
Das wäre mir schon zu umständlich aber jeder soll so machen wie er denkt, ausprobieren sollte man jedenfalls beides damit jeder auch sieht was im besser liegt.
Dank meines andrioden smartphones bekomme ich immer direkt meine mails angezeigt und brauche daher keine mail software mehr.

MartinV 8. November 2010 um 12:07 Uhr

@ Harry,

ausprobiert habe ich beides! Bei Google-Mail ist mir aber auch die Oberfläche zu unübersichtlich und ich habe noch andere Mail-Konten die über t-online laufen und die ich nicht zu GMail umleiten möchte und die Oberfläche von t-online ist so was von Schrot, das ich mir dass nicht antun will.

DonHæberle (twitter ) 8. November 2010 um 13:14 Uhr

@Phyton2706: Die Probleme sind bekannt und liegen in der Natur der Dinge, da Gmail sehr häufig verändert und FirePGP nun leider nicht mehr angepasst wird. Es bleiben nur zwei Alternativen: Die Verwendung eines GnuPG-fähigen E-Mail-Clients, oder die Verwendung von S/MIME-Zertifikaten.

Gegenüber GnuPG bevorzuge ich ohnehin S/MIME, da es meines Erachtens die elegantere Alternative ist: Man benötigt keinerlei Erweiterungen oder zusätzliche Anwendungen, da nahezu alle Browser und Mail-Clients schon standardmäßig damit klar kommen, wodurch auch der Umgang damit deutlich erleichtert wird.

Allerdings ist das natürlich auch eine Frage der Philosophie und des Umfeldes.

Zeiram 8. November 2010 um 13:40 Uhr

Ich bin bei Thunderbird und werds auch bleiben allein schon aufgrund der guten Anbindung zwischen Mail und Kalender und der Tatsache, dass ich gerne wissen möchte ob ich Mails bekommen habe ohne ständig beim Webclient vorbeizuschauen.

Harry 8. November 2010 um 14:45 Uhr

..und wo liegt jetzt da der Unterschied? Du mußt thunderbird genauso aufmachen um zu sehen ob eine mail eingegangen ist. Den Browser hat man in der regel ständig offen, da reicht mir ein click auf mein mailsymbol das ich in der Lesezeichen-symbolleiste angelegt habe und schon sehe ich was da ist.

@ MartinV
nach einer kurzen eingewöhnungsphase finde ich gmail überhaupt nicht unübersichtlich, aber wie gesagt jeden das seine ;-)


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5. Dezember 2010
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