Teure Monatsgebühren: Mobiles Surfen ist in Deutschland weiterhin mit am teuersten

2. Dezember 2017 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von:

Es mag niemanden wirklich überraschen: kaum ein anderes EU-Land kommt an ähnlich hohe Gebühren heran, wie es in Deutschland beim mobilen Datenvolumen der Fall ist. Wer hierzulande tatsächlich einigermaßen unbekümmert surfen will, ist entweder daheim im WLAN unterwegs oder zahlt monatlich ein vergleichbar beachtliches Sümmchen, um entsprechend viele Inklusiv-GB zu besitzen. In vielen anderen EU-Ländern sieht das ganz anders aus. In zehn von ihnen bekommt man sogar unbegrenztes Datenvolumen für maximal 30 € im Monat. 

Frankreich, Schweden und Großbritannien bieten für denselben Preis immerhin noch 100 GB Volumen an. In Deutschland gibt es derzeit exakt ein einziges Angebot mit unbegrenztem Volumen und das kostet bei der Telekom mal eben 199,95 €.

Der Grund für die hohen monatlichen Preise in Deutschland liegt laut Experten am fehlenden Wettbewerb. Wir haben o2, Telekom und Vodafone. Die drei Anbieter müssen sich nicht großartig konkurrieren. Newcomer auf dem Markt würden das Ganze ein wenig aufwühlen, bräuchten dann allerdings auch ein eigenes Netz. Logischerweise haben die Netzbetreiber ganz andere Erklärungen parat, warum Deutschland noch so derart teuer ist. Landesgröße, topographische Gegebenheiten und vor allem die hohen Gebühren für die Mobilfunkfrequenzen sind laut Telekom schuld an allem. Torsten Gerpott von der Uni Duisburg-Essen kann dazu nur sagen: „Diese Besiedlungsunterschiede können sicherlich nicht als Ausrede für die hohen Preise in Deutschland dienen. Und die Ausgaben für die UMTS-Frequenzen sind längst abgeschrieben“.

Telekom und Vodafone bieten mit Stream-On und Datenpässen eine abgewandelte Form von unbegrenztem Volumen an, bei der Kunden bei der Benutzung gewisser Drittanbieter-Dienste keinen Verbrauch auf ihr Datenvolumen angerechnet bekommen. Unbegrenzt surfen geht trotzdem anders.

(via tagesschau)

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