Testbericht: Microsoft Surface Pro 4 – Der Wandler zwischen den Welten

surface pro 4 tabletAlle guten Dinge sind vier – zumindest was die Pro-Serie von Microsofts Surface-Reihe angeht. Lässt man das zwischenzeitlich auf den Markt geworfene Surface 3 ausser Acht, ist die mit viel Spannung und Tamtam erwartete vierte Edition von Microsofts mobilen Arbeitstier nun seit Mitte November auf dem Markt. Als unser Testexemplar uns endlich erreichte, konnte die stets wiederkehrende Frage, ob das Surface Pro denn nun endlich einen Laptop ersetzen kann, erneut gestellt werden – in der Hoffnung, diesmal nach einem Langzeittest eine schlüssige Antwort darauf geben zu können. Wie immer wurde das ein schwieriges Unterfangen, doch lest selbst!

Das Surface Pro 4 ist nach wie vor kein reines Tablet, auch wenn es oft als solches bezeichnet und entsprechend platziert wird. Bei der reinen Preisgestaltung darf man nicht vergessen, dass man eigentlich einen vollwertigen PC auf aktueller Intel-Prozessor-Basis in einem tablet-artigen Gehäuse vor sich hat. Ergo beginnt das Surface Pro 4 auch in Preisregionen, die im Normallfall über denen „herkömmlicher“ Tablets liegen – ab 999 EUR bekommt Ihr das Device über den Microsoft Store (Intel Core m3-CPU, 4 GB RAM, 128 GB SSD), der Maximalausbau liegt dann bei 2449 EUR und beinhaltet einen Intel Core i7-Prozessor, 16 GB RAM und eine 512 GB SSD.

Unser Testmodell pendelt sich bei 1449 EUR ein und bringt eine Core i5-CPU, 8 GB RAM und 256 GB SSD-Speicher mit sich – was auch schon ohne etwaiges Zubehör eine nette Stange Geld ist, zumal das optionale, aber eigentlich unerlässliche Type Cover noch einmal mit 149,99 EUR zu Buche schlägt.

DAS STECKT IM SURFACE PRO 4:

  • Display: Bildschirm: 12,3 Zoll PixelSense™-Display, Auflösung: 2736 x 1824 (267 PPI) bei einem Seitenverhältnis von 3:2 und 10-Punkt-Mehrfingereingabe-Touch-Funktionalität
  • Prozessor: Intel Core m3, i5 oder i7 der 6. Generation „Skylake“
  • Arbeitsspeicher: 4, 8 oder 16 GB RAM
  • Speicher: 128 GB, 256 GB oder 512 GB SSD
  • Kamera: 8,0 Megapixel rückwärtige Autofokuskamera und 1080p HD-Videoaufzeichnung, 5,0 Megapixel HD-Frontkamera
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional samt Office 30-Tage-Testversion
  • Akku: Ausgelegt auf „bis zu neun Stunden Videowiedergabe“
  • Abmessungen: 292,10 x 201,42 x 8,45 mm, Gewicht 766 Gramm (m3-Version), 786 Gramm (Intel Core i5/i7-Version)
  • Verbindungstechnologien: 802.11ac WLAN-Drahtlosnetzwerk; Kompatibel mit IEEE 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0 Drahtlostechnologie
  • Sensoren: Umgebungslichtsensor, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Magnetometer
  • Farbe: Silber (Magnesium-Gehäuse)
  • Sonstiges: TPM-Chip für Sicherheit auf Enterprise-Ebene, Standard-USB 3.0-Anschluss, MicroSD-Kartenleser, Kopfhörerbuchse, Mini-DisplayPort, Coveranschluss, Surface Connect
  • Lieferumfang: Surface Pro 4, Surface-Stift, Netzteil, Schnellstartanleitung samt den obligatorischen Sicherheitshinweisen und Garantieunterlagen (zwei Jahre beschränkte Hardwaregarantie)

HAPTIK UND OPTIK

Schon das Surface Pro 3 war in Sachen Gehäuse für ein Gerät dieser Art für mich nah an dem, was möglich ist: Natürlich nicht so dünn wie ein „reines“ Tablet, aber durchaus mit einem Wiedererkennungswert, der suggerierte: Das ist ein Surface von Microsoft. Genau so verhält es sich auch mit dem Surface Pro 4 – man sieht natürlich, aus welche Stall das Teil kommt und kann auch hier nichts Störendes an der Gehäusekonstruktion finden.

Das Ganze wirkt immer noch frisch und zeitgemäss – das Design passt einfach also noch und der Kickstand ist stufenlos verstellbar: Gott sei Dank hat man den Rückschritt beim Surface 3, bei dem der Kickstand nur noch drei Positionen ermöglichte, hier nicht wiederholt, sondern bleibt bei der Möglichkeit der stufenlosen Verstellung.

Das Magnesiumgehäuse ist nach wie vor äusserst edel und verwindungssteif – um hier etwas anzurichten, dürfte man schon einiges an Energie aufwenden müssen, zumal die Oberfläche im Normalfall ja durch das Type Cover geschützt sein sollte. Die leicht angewinkelten Kanten helfen trotz des Gewichtes, das Gerät sauber und komfortabel in beiden Händen zu halten. Generell fühlt sich das Gehäuse quasi weich, dabei aber wertig an – das Gefühl, hier kaltes Metall in den Händen zu halten, werdet Ihr beim Surface Pro 4 also nach wie vor nicht haben.

Geschickt platziert sind hingegen die unauffälligen Lüfteröffnungen an der oberen Kante und der jeweils oberen Hälfte der beiden Seiten – diese nimmt man erst einmal nicht so wahr. Alles in allem muss man also sagen: Microsoft hat hier kein neues Risiko-Design gewagt, sondern bewußt auf die bekannte Optik mit Wiedererkennungswert gesetzt. Meiner Meinung nach gab es aber auch beim Vorgänger schon nicht so viele Möglichkeiten, am Gehäuse noch groß etwas zu optimieren, weil das nicht gerade schwache Innenleben ja auch noch seinen Platz braucht.

Auch in Sachen Anschlüsse bewegt Microsoft sich hier nicht vom Vorgänger weg – weder, was die Anzahl noch die Positionen angeht. Eine Ausnahme gibt es dennoch: Die Lautstärkewippe befindet sich nun neben dem Power Button an der oberen Kante, während sie beim Surface Pro 3 noch unter dem Klinkenstecker zu finden war. Auch der USB 3.0-Anschluss ist nach wie vor mit an Bord, kritisch bemerkt hätte man hier vielleicht auch allmählich einmal über einen zweiten Port nachdenken können – nicht jeder will das externe Dock nutzen und wegen eines fehlenden zweiten USB-Ports gleich einen externen Hub anschließen zu müssen, ist unschön, wenngleich ich da auch gerade auf hohem Niveau jammere. Nach wie vor gibt es auch den Mini-Display-Port und den Micro-SD-Slot am Kickstand, der erst einmal gar nicht auffällt, sofern man da nicht explizit nach sucht.

DAS DISPLAY

Hatte das Surface Pro 3 noch ein reines 12″-Display, so sind es beim Nachfolger mittlerweile 12,3″, die aber nicht sonderlich ins Gewicht bzw. Auge fallen, da der Displayrahmen schlichtweg schmaler ist. Dem Verhältnis von 3:2 bleibt Microsoft auch bei diesem Modell treu. Im Gegensatz zum Vorgänger wächst die Auflösung auf stattliche 2736 x 1824 Pixel bei 267 ppi an, geschützt wird das Display mit Hilfe von Gorilla Glass 4.

Wie auch bereits aus der Vergangenheit gewohnt hat auch dieses Surface Pro einen glänzenden Bildschirm, der trotz guter Helligkeitseinstellungen draussen seine Wirkung verliert und es wie bei vielen anderen Geräten schwer macht, bei entsprechendem direkten Lichteinfall zu arbeiten, wobei das im Schatten noch moderat möglich ist. Sicherlich sieht ein glänzender Bildschirm immer noch schicker aus, aber die Option für eine matte Variation wäre speziell in der avisierten Zielgruppe der Businessanwender sicherlich ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Ebenfalls positiv zu bemerken ist die sehr gute Blickwinkelstabilität des genutzten IPS-Displays.

SurfacePro4_Hello_Lockscreen

Innerhalb geschlossener Räume ist das Display aber in Sachen Helligkeit und Kontrast über alle Zweifel erhaben, einzig allein die in Windows 10 standardmässig auf 200% eingestellte Skalierung ärgert noch ein wenig: Sie sorgt zwar dafür, dass Desktop & Co. entsprechend gut aussehend daherkommen, aber noch längst nicht jede Windows-Software unterstützt a) die native Auflösung des Gerätes und b) die Skalierung.

Zwar sollten alle Softwarehersteller in Zeiten von Auflösungen jenseits von Full HD mittlerweile ihre Programme angepasst haben, das ein oder andere Tool braucht aber dennoch die Bildschirmlupe – das ist zwar die Ausnahme, aber dennoch ärgerlich. Gut, im Großen und Ganzen ist dies nicht unbedingt ein Microsoft-Problem, laufen doch die gängigen Browser, das Office 2016-Paket oder aber auch Adobe Photoshop CC 2015 und Lightroom ohne Probleme. Trotzdem könnte der Hinweis für diejenigen, die noch mit älterer Software arbeiten, interessant sein.

SurfacePro4_Anzeigeeinstellungen_200_Prozent

 

Auffällig waren beim Testmodell aber die leichten Lichthöfe am unteren Rand des Displays – entweder bin ich da zu empfindlich oder aber es existiert wirklich bei einigen Modellen das Problem des „Backlight Bleedings“, wie schon in einigen Foren geschrieben worden ist. Ob wir hier ein Problem mit dem Display haben oder die am Displayrand verbaute Hintergrundbeleuchtung einfach den Effekt eines Lichthofes aufwirft, wird somit die Zeit zeigen.

SurfacePro4_Display_Lichthof

DIE PERFORMANCE

Ein Core i5-6300 U der aktuellen Skylake-Generation, eine Intel HD-Graphics 520-Grafikeinheit, Samsung NVMe Flash-Speicher, 8 GB RAM und Windows 10 Professional sind bei unserem Testmodell an Bord und wie erwartet, tut es, was es tun soll – und das fix. Hier muss man aber auch sagen, dass im reinen Büroalltag (Office, Surfen, Mailen) auch ein Notebook im 500 EUR-Bereich für diese Arbeiten reicht und es dafür nicht zwangsläufig ein Surface Pro sein muss.

Seine Stärken spielt die Hardware natürlich im multimedialen Bereich aus, wobei der ab dem Core i5-Modell aktive Lüfter im Surface Pro 4 niemals in den störenden Bereich kam: Das kennt man auch anders. Zwar war er beispielsweise beim JPG-Export in Adobe Lightroom irgendwann einmal hörbar, aber überraschend leise und auch für die geräuschempfindlichen Mitmenschen nicht zwingend störend.

SurfacePro4_Systemuebersicht

In Sachen Performance kann man – ohne ins Detail zu gehen – sagen, dass sich das Surface Pro 4 subjektiv einfach wie ein Gerät anfühlt, das mit der vorhandenen Hardware erwartungsgemäss sehr, sehr fix unterwegs ist: Programme starten schnell, Installationen sind relativ schnell erledigt und das Aufwachen aus dem Standby (was mir bei vielen Windows-Geräten immer noch ein Dorn im Auge ist) geschieht einfach schnell. Man merkt, hier wurden Soft- und Hardware entsprechend aufeinander abgestimmt.

Wer es genauer mag und auch den kritischen Benchmark-Blick hat, sollte in den folgenden Ergebnissen von PC Mark 8 und Cinebench 15 sehen, wo zumindest auf dem Papier bzw. dem frisch zurückgesetzten Testsystem die Reise hingeht, um ein Gefühl dafür zu bekommen, in welcher Liga unser Testmodell in etwa spielt. Bitte wundert Euch bei dem ein oder anderen Screenshot nicht – trotz aktueller Versionen der Benchmarkprogramme konnte beispielsweise zwar das Modell richtig erkannt, aber weder die richtige RAM-Grösse noch die Videoauflösung korrekt ausgelesen werden.

Wie auch immer gilt hier: Das sind reine Testwerte, die sich fast unter Garantie von den Werten im „wirklichen Leben“ unterscheiden werden – eine Momentaufnahme sozusagen, wenngleich diese auch als Indikator dient, wo das Surface Pro 4 schlußendlich leistungstechnisch anzusiedeln ist.

DIE KAMERA(S)

Ja, auch dieses Surface Pro ist mit zwei Kameras ausgestattet – im Gegensatz zu den Vorgängern wirken die Farben deutlich verbessert und lebendiger, der Fokus liegt aber definitiv nicht darauf, Smartphone-Kameras den Rang abzulaufen. Da ich die Kameras in Tablets auch eher als durchlaufenden Posten wahrnehme, wären diese – ganz im Gegensatz zum Smartphone – für mich kein Grund für oder gegen einen Kauf des jeweiligen Gerätes. Gut, die Frontkamera schafft auch Videos in 1080p, aber das ist eher ein technischer Fakt (den längst nicht jedes aktuelle Gerät bietet) als etwas, was ich aktiv nutzen und in Sachen Kaufentscheidung heranziehen würde.

Kurzum: Man möge mir die fehlenden Beispielbilder verzeihen, das Surface Pro 4 hat meiner Meinung nach aber einfach andere Qualitäten, die eher nennenswert wären. Eine davon – unabhängig von Auflösung, Bildqualität etc. – ist die Möglichkeit, via biometrischer Gesichtserkennung aka. Windows Hello das Surface Pro zu entsperren.

Das Ganze geschieht dann über Infrarot und basiert auf Intels RealSense 3D-Technologie. Was erst nach Spielerei klingt, funktioniert erschreckend gut und nach Ersteinrichtung auch nahezu fehlerfrei: Hut ab, ist das im Convertible-Bereich neben Geräten von Acer, ASUS oder dem Dell Venue 8-Tablet doch noch nicht so weitläufig vertreten und mir jetzt erstmals untergekommen. Werft also im sprichwörtlichen Sinne gerne mal ein Auge auf diese Technik, sofern Ihr Freunde der Biometrie seid und Euch Fingerabdruckleser bei wärmeren Temperaturen in Verbindung mit feuchteren Fingern ebenfalls immer in den Wahnsinn treiben.

DIE SOFTWARE

Tja, was will man hier sagen? Wenig überraschend kommt das Surface Pro 4 mit Windows 10 Professional in der 64bit-Variante und unterstützt durch den Pro-Status eben auch die Möglichkeit, das Gerät in eine Domäne zu integrieren: Alles andere wäre für ein Business-Gerät dieses Kalibers auch sicherlich der falsche Weg gewesen. Wie bereits oben erwähnt, hat man hier den Eindruck einer perfekten Abstimmung von Hard- und Software und somit einer wirklichen Referenzhardware für Windows 10.

Alles funktioniert out-of-the-box, Windows Hello ist eine willkommene Alternative zu Kennwort & PIN (und arbeitet dabei überraschend genau für eine solch junge Technik) und man merkt einfach, dass Windows nicht nur gereift, sondern auch speziell für diese Geräteklasse gereift ist. Nichts ruckelt, nichts nervt – nur das bereits erwähnte „Ding“ mit der Skalierung respektive der Anpassung älterer Apps ist noch unschön, aber das ist ja nicht unbedingt Microsoft anzukreiden.

Der Tablet-Modus, der auf dem Surface Pro 3 unter Windows 8.1 noch ein „es-wird-schon-werden“-Flair versprühte, weil man einfach irgendwie zwischen den Welten wandeln und einen Kompromiss eingehen sollte, klappt unter Windows 10 jetzt genau so, wie man es erwartet: Dockt man das Type-Cover an, wird man gefragt, ob man den Tablet-Modus beenden möchte, dockt man es wieder an, fragt das System auch intelligent nach, ob dieser denn beendet werden soll. Das lässt sich natürlich individuell in den Einstellungen konfigurieren, klappte aber meines Wissens nach vorher nie so akkurat und fehlerfrei – und das ist nur ein kleines Beispiel.SurfacePro4_Tabletmodus

Über Windows 10 an sich muss man hier speziell keine Worte mehr verlieren – meiner Meinung nach hat Microsoft trotz aller nicht optimalen Aspekte im Rahmen der Veröffentlichung (sei es die Update-Politik oder die datenschutzrechtlich relevanten Fragen) einen würdigen und weitestgehend „runden“ Nachfolger von Windows 8.1 präsentiert, der natürlich speziell auf den hauseigenen Systemen seine Stärken ausspielt. Auch das ist natürlich eine Glaubensfrage, von daher bitte an dieser Stelle darum, diese Wertung als subjektiv abzutun.

DER AKKU

Im Produktdatenblatt gibt Microsoft nur an, dass der Akku für „bis zu neun Stunden“ ausgelegt sei, nennt aber keine weiteren Zahlen. De facto hat der Akku des Surface Pro 4 aber die Kapazität von 38 Wattstunden, was nominell erst einmal unter den 42 Wattstunden vom Surface Pro 3 liegt. Dank der Skylake-Prozessorarchitektur kann man aber trotzdem ein wenig Boden gutmachen und sollte sich bei reiner Videowiedergabe ohne Störeinflüsse in der Tat zwischen acht und neun Stunden Laufzeit einpendeln. Im täglichen Leben bewegte sich das Gerät bei mir eigentlich immer so zwischen fünfeinhalb und sechs Stunden bei ausbalanciertem Energie-Profil ein – nicht schlecht und natürlich auch abhängig von dem eigenen Nutzungsprofil, aber beileibe kein Bestwert und doch deutlich von der „bis zu neun Stunden bei Videowiedergabe“-Angabe seitens des Herstellers entfernt. Hier ist also noch deutlich Luft nach oben!

DAS TYPE COVER 4

Kompatibel mit dem Surface Pro 4 und auch dem direkten Vorgänger, wirft Microsoft für die unverbindliche Preisempfehlung von 149,99 EUR das Type Cover 4 mit in den Ring. Wer es bunt mag, darf neben dem gewohnten Type Cover in schwarz auch die rote oder drei Varianten in Blautönen (Blau, Hellblau und Blau-Grün) wählen. Nach wie vor ist das Type Cover eigentlich die perfekte Symbiose zwischen Schutz des Displays und einer stark verbesserten Tastatur mit nun größerem Touchpad, die eigentlich als Pflicht-Zubehörkauf genannt werden muss und das Surface Pro in seiner Rolle komplettiert. Nach wie vor magnetisch, könnt Ihr das Type Cover 4 natürlich immer noch leicht an das Gerät andocken und in zwei Positionen nutzen.

Im Gegensatz zu dem Vorgänger Type-Cover ist die aktuelle Version deutlich stabiler, wenngleich man die Stabilität einfach nicht mit einer festen Notebook-Tastatur vergleichen kann – je nach Druck (bei nicht ebener Oberfläche) biegt sich auch das Type Cover 4 ein wenig durch. In Sachen Vergleich zur Version 3 ist aber auch hier ein Schritt nach vorne zu erkennen, zumal die Tasten jetzt eher im Chiclet-Stil daherkommen und man beim Typen somit fast keinen Unterschied zu aktuellen, fest verbauten Notebook-Tastaturen fühlt – so ging es mir zumindest. Trotz geringer Bauhöhe hat das Type Cover 4 einen ordentlichen Hub, die Tasten sind nach wie vor auch mit einer Hintergrundbeleuchtung (fünf Stufen) versehen und auch das grössere Touchpad wirkt nun ein wenig gereifter: Gerade bei den Touchpads kann man als Hardware-Hersteller einiges falsch machen – wenn das Interface zum Gerät nicht stimmt, macht die Nutzung auch keinen Spass.

Für mich, der neben den meiner Meinung nach konkurrenzlosen Touchpads der Apple-MacBooks oft in den Gefilden Dell und Lenovo unterwegs ist, hat Microsoft mit dem verbesserten Touchpad des Type Covers 4 zumindest zu den beiden letzteren aufgeschlossen und verdient für das neue Type Cover 4 definitiv Anerkennung. Schaut man sich den Weg vom damaligen Touch Cover bis zum aktuellen Type Cover an, darf man jetzt sagen: Das Ding ist erwachsen geworden und die Investition dafür sollte beim Kauf des Surface Pro 4 definitiv in Eurem Budget geplant sein.

DER SURFACE-STIFT

Mit an Bord hat das Surface Pro 4 auch die neue Version des Surface-Stifts, die im Microsoft Store mit einer UVP von 64,99 EUR ausgezeichnet ist – das „alte“ Modell ist nunmehr für 49,90 EUR zu haben. Technisch wurde der neue Stift offenbar in Gänze überarbeitet und bringt neben den zwei Gramm Gewicht (20 zu 18 Gramm) noch eine um einen Zentimeter erhöhte Länge mit – liegt damit aber noch immer absolut ausgewogen und sicher in der Hand. Die beiden Tasten an der Seite wurde in einem eher unscheinbar / versteckten Knopf kombiniert, der sich anscheinend innerhalb eines langen Streifens gegenüber des Befestigungsclips eingefunden hat. Energie bezieht der neue Surface-Stift nicht mehr aus Knopfzellen, sondern aus einer einzigen AAAA-Batterie. Die Konnektivität zum Surface 3 / Pro 3 / Pro 4 wird nach wie vor über Bluetooth 4.0 hergestellt.

SurfacePro4_Stylus

1024 Drucksensitivitätsstufen werden nun unterstützt, beim Vorgänger-Stylus waren es noch 256: Eingaben sollen damit noch akkurater werden und zumindest beim Laien-„Malen-nach-Zahlen“-Spiel in OneNote oder beim Bedienen der Icons mit dem Stift konnte ich keine nennenswerte Verzögerung feststellen. Nach wie vor ist übrigens auch der Löschknopf oben am Stift vorhanden, der per Doppelklick standardmässig auch OneNote öffnet – über die Surface App könnt Ihr indes die Druckempfindlichkeit noch einmal anpassen oder eben diese Button-Belegung entsprechend anpassen.

SurfacePro4_OneNote

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Wer den Stift nachkauft, darf sich neben der gewohnten Silber-Optik auch an einem Modell in schwarz, dunkelblau oder rot versuchen. Dem Stift liegt übrigens das Pen Tip Kit mit vier verschiedenen Spitzen bei. Übrigens: Die eher unglückliche Öse am Type Cover für die Befestigung des Stifts gibt es nicht mehr, denn der Stift hält erneut magnetisch an der rechten oder linken Seite des Surface Pro 4, gefühlt ein wenig stärker als beim Vorgängermodell.

DAS SURFACE DOCK

Der Stromanschluss (Surface Connect) ist nun nicht mehr nur für das Laden des Surface Pro, sondern auch als Schnittstelle für das externe Dock da: Gab es für den Vorgänger noch eine Art Dockingstation, in der das Gerät eingelegt wurde, so haben wir nun das Nachfolgeprodukt Surface Dock am Start, welches zwar extern über den Surface Connect-Port angeschlossen werden muss, dafür aber auch kompatibel mit dem Surface Pro 3 und dem Surface Book ist. Weiterer Vorteil: Das zweite Netzteil – wie von vielen externen Port Replikatoren gewohnt – fällt weg, denn das Surface Dock versorgt das Gerät über den Connect-Anschluss direkt auch mit Strom.

Dazu gesellen sich ein Gigabit-Netzwerkanschluss, vier USB 3.0-Ports, ein Anschluss für ein Kensington-Schloss, ein Audioausgang und zwei Mini-Display Ports, wobei letztere laut Microsoft auch in der Lage sein sollen, zwei Displays via 4K-Auflösung anzubinden. Wer unnötigen Kabelsalat nicht mag und sein Surface Pro zum stationären Arbeitsplatz umwandeln möchte, findet dafür meines Erachtens nach keine bessere (Haus-) Lösung, allerdings ist die Preisempfehlung von 229,99 EUR inklusive Mehrwertsteuer recht sportlich, aber wir reden hier ja von einem Arbeits- und nicht von einem reinen Hobbygerät.

DAS FAZIT

Mensch, Microsoft – Ihr macht es mir schwer! Ich vergleiche das Surface Pro 4 bewußt nicht mit dem MacBook Air, dem 12″-MacBook oder dem MacBook Pro – auch nicht mit dem iPad Pro – und egal, wie ich es drehe oder wende, fällt mir ein finales Fazit zum Surface Pro 4 einfach schwer. Böse gesagt ist es nicht Fisch und nicht Fleisch, kein Yin und kein Yang, nichts Halbes und nichts Ganzes – aber trotzdem ein verdammt tolles Stück an Hardware in Verbindung mit einem Betriebssystem, was endlich seine Stärken ausspielen darf auf einer dafür maßgeschneiderten Hardware.

Das Surface Pro 4 ist kein Tablet – dafür ist es mir zu schwer und wenn ich weiß, dass ich eine Desktopoberfläche unter den Universal-Apps habe, nutze ich diese auch. Punkt für das iPad, ist man da doch auf das Wesentliche fokussiert, ohne auf das System unter der Oberfläche zu gelangen. Es ist aber auch kein Notebook, denn dafür ist es wiederum zu sehr Tablet – auch wenn das Type Cover in der aktuellen Version einfach rockt und in Sachen Schreibgefühl an ein „festes“ Keyboard im Notebook erinnert. Auf der Couch mit angezogenen Knien merkt man aber, dass die Tastatur aber von Haus aus niemals fest mit dem Gerät verbunden war, auch wenn sie sich beim Tippen weniger durchbiegt als ihre Vorgänger.

Optisch wie technisch ist das Surface Pro 4 ein – verzeiht mit den Audruck – geiles Stück Technik und sitzt man am Schreibtisch, kann man mit dem Gerät samt Type Cover schon klasse tippen. Das neue und optionale externe Dock macht aus dem Surface Pro 4 für zusätzliche 229,99 EUR einen vollwertigen Arbeitsplatz und der neue Stylus ist eine Wonne. Kauft man sich aber genau diese Konstellation, kommt schon einiges an Investitionen auf Euch zu und daher finde ich, dass das Surface Pro 4 ein spezielles Gerät für spezielle Leute mit speziellen Anforderungen ist. Kein Hobbygerät, kein mobiles Gaming-Tablet und vor allem kein klassischer Notebookersatz.

Schaut es Euch an, probiert es aus, nutzt den Stylus und prüft, wie genial sich das neue Type Cover anfühlt: Technisch betrachtet ist das Surface Pro 4 ein Pflichtkauf, moralisch muss man aber auch einen definitiven Einsatzzweck für dieses Gerät, welches das definitiv beste Surface Pro ist, haben, sonst lohnt die Investition nicht.

Notebooks für Hobby-Tipper oder Couch-Surfer sind ebenso billiger zu haben wie Tablets für den reinen mobilen Einsatz. Wer sich auf das in meinen Augen beste Convertible (nennen wir es einfach mal so, weil die Tastatur einfach dazugehört) einlassen möchte und die Investition nicht scheut, wird das Surface Pro 4 lieben lernen – sofern die gebotenen Funktionen einen Mehrwert für die eigene Arbeit darstellen. So bleibt mir am Ende die Erkenntnis, dass auch beim Surface Pro 4 zwei Herzen in meiner Brust schlagen: Das des jubilierenden Technik-Geeks und das des rationalen Menschen, der sich sagt: Die tägliche Arbeit bekomme ich auch mit anderen, technisch weniger perfekten Geräten gestemmt.

Ob bei Euch am Ende die Neugier oder die Vernunft siegt, sollte jeder für sich entscheiden – von daher mein Rat: Schaut es Euch an und schlagt zu, wenn Ihr eine Vision habt, wie das Surface Pro 4 Euren Arbeitsalltag optimieren kann. Wer das für sich nicht beantworten kann, ist aller technischen Finessen zum Trotze mit einem einfacheren, günstigeren Gerät womöglich besser beraten, denn das Surface Pro 4 ist nach wie vor ein Wandler zwischen den Welten, der schwer in eine Schublade zu stecken ist.

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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

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23 Kommentare

  1. Das Spiegeldisplay im Surface Pro 3 ist die Hölle. Der Kickstand mit nicht wirklich festem Keyboard ist unterwegs und auf dem Sofa mega unpraktisch. Das Gerät steckt bei mir mit ausgeschaltetem Display dauerhaft in der Docking Station. Ein toller Computer mit i7, 16 GB RAM und 512er SSD, aber zu teuer als reiner Desktop.

    Wenn ich es mal dabei hatte, dann habe ich es nur am Ziel genutzt und nicht auf dem Weg. Zu groß waren die Spiegelungen, zu oft habe ich mich geärgert, wenn sich der Stand mal wieder in einem Tisch der Außengastronomie verhakt hat. Habe mir nun ein altes Samsung 900X3C in ebay geholt. Was soll ich sagen? Vom ersten Tag an nutze ich es auf jeder Zugfahrt. Es lebe das matte Display und das klassische Notebookformat.

    Kein USB Port – weder in der Docking noch am Surface Pro 3 selbst hat genug Power für einen DVD Brenner. Selbst mit Y-Power-Kabel habe ich X Rohlinge verbrannt. Hoffentlich ist das besser geworden? Darauf sollte man achten.

    Die neue Docking hat endlich zwei Videoausgänge. Wer ein 3er Surface aber noch keine Docking hat, dem sei die neue Docking daher empfohlen. Sie erlaubt auch eine flexible Platzierung des Geräts im Gegensatz zur statten fixierung in der 3er Station.

  2. Danke Oliver, sehr guter Review. Ich benutze das Surface Pro 4 seit 4 Wochen und bin bis dato sehr zufrieden. Helo hat mich sehr positiv überrascht, klappt bei mir optimal. Der Stift ist der erste Stylus mit dem ich sehr gut schreiben kann, ohne eine Zeitvezögerung zu spüren (zumindest bei Notes). Mein Photoshop CS 5 wird leider bescheiden dargestellt, sprich ist nur mit Lupe zu erkennen.

    Ich betrachte das Surface Pro 4 für mich als Luxus-Notebook Ersatz. Mein iPad wird es zweifelsfrei aufgrund der fehlenden Apps nicht ersetzen, aber das war auch nicht meine Intension. Ich benutze das Surface Pro 4 mobil z.B. um Meetings-Notes digital zu erstellen bzw. auf Papier zu verzichten.

    Genau wie beschrieben muss jeder für sich entscheiden, ob man dieses zweifelsfrei „premium priced device“ wird benötigt. Wie gesagt, ich bin happy, da Hard- und Software super aufeinander abgestimmt sind.

  3. Tolles Gerät, bin seit November dabei und 100% zufrieden. Selbst Android Studio läuft flüssig (i5).
    Will nicht mehr zurück zum iPad (habe ich vorher benutzt) und meinen Laptop habe ich auch wieder verkauft. Super fürs Studium geeignet.

  4. Große scheiße ist allerdings, dass der Bildschirm beim schreiben leicht nachgibt.

  5. Habe ich es überlesen oder ist wirklich niemandem aufgefallen, dass die Zeichen auf dem Type Cover falsch gedruckt sind? Oder sind die da wirklich andersrum als bei anderen Tastaturen. :O

  6. Oh, die Zeichen wurden aus dem Kommentar gelöscht… Ich meine die kleiner und größer Zeichen.

  7. Für den Preis finde ich es allerdings eine Frechheit, Office 365 nur als Testversion beizulegen.

  8. „Gott sei Dank hat man den Rückschritt beim Surface 3, bei dem der Kickstand nur noch drei Positionen ermöglichte, hier nicht wiederholt, sondern bleibt bei der Möglichkeit der stufenlosen Verstellung.“
    Ich halte diese Aussage für nicht ganz korrekt, da das Surface 3 eine andere Modelllinie innerhalb der Surface-Palette darstellt. Konkret ist dabei „Nicht-Pro“ von Pro zu unterscheiden. Die „Nicht-Pro“-Modelle sind als günstigere Einsteigermodelle ausgelegt und versuchen daher nicht die selben Ansprüche zu erfüllen wie die Pro-Palette.
    Im korrekten Vergleich innerhalb der Modelllinie besitzt das Surface 4 Pro ebenfalls wie das Surface 3 Pro einen stufenlos verstellbaren Kickstand, welcher (der eigenen Erfahrung nach) etwas weniger Spiel zulässt, wenn man ihn in mit der Hand bewegt. Dies hat jedoch auch beim Surface Pro 3 keinerlei Einfluss auf die Standstabilität. Es wirkt einfach noch mal etwas wertiger 😉

  9. @Padombar: Es handelt sich dabei um einen Produktionsfehler der Type Cover. Microsoft tauscht jedem Kunden das Cover unkompliziert aus.

  10. @George Black: Ah, danke für die Info. Hatte mich schon gewundert. 🙂

  11. Wie schlagen sich (für dich) im Vergleich andere Business-Geräte wie etwa ein „klassisches“ Convertible (z. B. FTS Lifebook T904) oder ein Slate (z. B. FTS Stylistic Q704)?
    Mein Lifebook T902 würde ich wohl nicht eintauschen, vor allem wegen der normalgroßen Tastatur, den verfügbaren Anschlüssen im Laptopmodus und der Docking-Station – als Tablet spricht vor allem das Gewicht dagegen.

  12. @Martin – Ich hatte das T904 noch nicht in den Händen, aber allein die Möglichkeit der LTE-Unterstützung ist schon fein, wobei der Einsatzzweck halt immer entscheidend ist. Convertibles sind eine tolle Sache für diejenigen, die wirklich den Kompromiss Notebook-Tablet eingehen möchten und auch in Sachen Gewicht bereit sind, das Konzept mitzutragen. Ich habe für mich festgestellt, dass ich eigentlich die Geräte lieber trenne, was mich nicht zum idealen Convertible-Käufer machen würde, im Zweifelsfall nutze ich doch lieber ein „stabileres“ Notebook, aber das ist halt Ansichtssache.

    Bei den Stylistic-Geräten von FTS ist der Einstiegspreis ja auch nicht zwingend niedrig und es sind bestimmt auch tolle Geräte, ich kenne allerdings auch im Kundenkreis niemand, der (obwohl Fujitsu-affin) so ein Gerät bisher hatte. Spielt ja eigentlich in der derselben Zielgruppe samt Keyboard-Dock, aber hier habe ich irgendwie persönlich das Gefühl, dass speziell Lenovo mehr Marketing betreibt als Fujitsu und die wenigsten daher die Q-Serie kennen. Es ist halt immer entscheidend, was Du mit dem Gerät machen möchtest, was Du brauchst (normalgroße Tastatur) und wie groß der Geldbeutel ist – die genannten Fujitsu-Modelle sind aber auch halt Arbeits- und keine Hobbygeräte.

    Aber ein direkter Vergleich ohne Hands-on ist halt schwer 🙂 !

  13. „Dem Stift beiliegen tut dann das Pen Tip Kit“ – Bitte ?!

  14. Oliver Pifferi says:

    @Albrecht Eger: Übersetze das einfach als Aufbewahrungbox für alternative Stiftspitzen, die Du dazubekommst, wenn Du den Stift separat im Handel erwirbst 🙂 !

  15. @Oliver: ich zitiere mal meine Deutschlehrerin der Grundschule: „tun und täten tut man nicht“. Das einfach ein fürchterlicher Satz den du da gebaut hast 😉

  16. Oliver Pifferi says:

    @Mr.C – Kerl, wenn wir uns alle noch zu 100% dran halten würden, was unsere Deutschlehrer-/innen uns beigebracht haben… 😉 ! Die Regel ist aber gut, danke für’s-in-Gedächnis-Rufen, ist geändert 🙂 !

  17. Habe das SP4 seit 2 Wochen. Bin begeistert. Aber ändert nichts dran, es ist eigentlich zu teuer für die Hardware. 1600 Euro sind schon ein Brocken. Kann man auch eine „Menge“ andere Hardware für kaufen. Da ist man halt mir Kleinigkeiten auch nicht so nachgiebig. Z.B. das man die Display Helligkeit nicht bequem per Fn Tasten regeln kann. Dickes Minus. Kein SD Slot…. kein zweiter USB. Sollte für den Preis eigentlich rein. Hatte bislang so Software keine Probleme. Type Cover hat einmal verrückt gespielt, mal sehen. Ansonsten macht das SP4 Spaß und bislang nicht bereut es gekauft zu haben.

  18. Helligkeit ändern geht mit FN+DEL und FN+ENTF… Man muss es nur wissen… 🙂

    Ich persönlich finde den Preis für die gebotene Qualität mehr als angemessen. Wenn jemanden andere (günstigere) Materialien, andere Masse etc. nicht stören, der wird sicher was biligeres finden.

    Nicht zu vergessen: Der Service. Das ist mir inzwischen auch was wert.

    Ich persönlich finde das Gerät mit all seinen Möglichkeiten genial. Und ich war bis vor 2 Monaten eingefleischter Mac-User.

  19. Passend hierzu gibt es heute das Surface bei Cyberport im Angebot, siehe https://www.cyberport.de/cybersale?MC=101-700132&zanpid=29549309C74403457

    Leider nur die Version mit 4GB RAM / 128GB HDD. Dürfte für die meisten Anwender jedoch reichen, oder was meint ihr?

  20. Der Artikel spricht mir aus der Seele. Aber leider fehlt mir die „rationale“ Lösung dazu.

    Im wissenschaftlichen Bereich würde ich mir ein DIN A4 großes Tablet wünschen, mit dem ich unkompliziert (PDF) Paper lesen und auch einfach markieren kann. Anmerkdungen oder auch Korrekturen für Hausarbeiten wären damit auch sehr gut möglich und man müsste nicht mehr den Weg über Papier geben. Das würden den Arbeitsfluss drastisch verbessern.

    Auf der anderen Seite soll beim Programmieren entsprechend Performance da sein, auch eine virtuelle Maschine sollte gegebenenfalls noch mit drauf laufen. Auch wenn ein m-Prozessor für einiges reichen sollte, ist ein i5 und 8GB schon die Mindestlösung in dieser Preisklasse.

    Aber genau da stellt sich das beschriebene Problem: Für das Geld ein Gerät kaufen, das in drei Jahren wieder überholt ist?

    Eine Alternative wäre ein „normaler“ Laptop für das Arbeiten am Schreibtisch, Programmieren und Präsentieren. Ein Tablet mit Stift (z.B. das ehemalige Note Pro, was es irgendwie nicht mehr wirklich gibt) dazu für die Arbeit mit Literatur. Dann muss ich aber wieder hingehen und alles synchron halten, zwei Systeme auf dem aktuellen Stand halten und weiß noch nichtmal, ob das Zusammenspiel zwischen Android und Windows (als Beispiel) wirklich funktioniert.

    Vom Gefühl her waren vor einigen Jahren „perfekte“ und „innovative“ Systeme bei um die 1000€ angesiedelt, eventuell auch bis maximal 1500€. Jetzt fangen die, denen ich auch mal eine gute Zukunft zutraue, gerade erst bei 1500€ an – und man hat noch nicht einmal die Möglichkeit mal in Zukunft den RAM upzugraden ….

    Demnach bleibt halt doch erstmal der Geldbeutel zu und das geile Stück Technik bleibt ein Traum. Mit der Hoffnung auf ein Surface Pro 5 mit allem, was man will: Vielleicht… in der Zukunft… nach dem Lottogewinn… 😉

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