Tesla plant In-App-Käufe für seine Fahrzeuge als Upgrade-Option

11. Juni 2016 Kategorie: Hardware, Software & Co, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Tesla-Motors-logo-2Auf den ersten Blick klingt es äußerst frech, was Tesla als neues Konzept vorgestellt hat, um seine Fahrzeuge noch besser und auch günstiger an den Mann zu bekommen. In-App-Käufe sind das prominente Vorbild, dessen Idee man nun für seine Fahrzeuge umsetzen möchte. Bereits bei Spielen und anderen beliebten Programmen ist das Konzept schon bekannt: Wem das Basisprodukt ausreicht, der bezahlt nichts oder nur wenig. Die richtig genialen Funktionen und Erweiterungen lassen dann aber noch einmal ordentlich das Konto schwitzen.

Bereits jetzt schon werden Käufern von Teslas Modellen gewisse freischaltbare Optionen angeboten. Wer die 2.500 $ für den „Autopilot“ ausgibt, der zahlt lediglich die Gebühr dafür, dass die bereits vorhandenen Funktion im Fahrzeug freigeschaltet wird. Frühe Käufer, denen der Zugang zu den neueren „Supercharger“ -Ladestationen verwehrt bleibt, können ebenfalls 2.500$ ausgeben und dürfen dann die bereits im Auto installierte Technik dafür einsetzen.

Die Idee dahinter ist, dass man die Fahrzeuge des Unternehmens so noch weiter in der Bevölkerung streuen möchte. Aktuell sind die autonomen Autos von Tesla noch eher ein selten gesehenes Produkt. Weit weg scheinen die Verkaufszahlen eines Opel, VW oder Audi, um nur einige zu nennen. Das möchte man nun ändern. Wer heute noch nicht so viel Geld für ein derartiges Fahrzeug ausgeben kann oder will, der hat später die Möglichkeit, gegen entsprechendes Entgelt ein Upgrade seines Fahrzeugs durchführen zu lassen. Werkstattaufenthalte oder ähnlich nervige Termine entfallen dabei gewissermaßen. Tesla muss quasi nur noch den richtigen Knopf drücken und schon hat die Karre mehr Reichweite oder mehr Leistung.

Eine gewisse Überlegung hat man bei wired.com bereits angestellt: Wer wird als erstes eine Art Jailbreak für Tesla-Fahrzeuge anbieten? Garantiert wird es Gruppen geben, die gegen eine entsprechende Gegenleistung ALLE Funktionen, die sonst per In-Car-Purchase verfügbar gemacht würden, freischaltet. Ganz wie bei iOS oder Apps heutzutage 😉 Bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen dagegen wappnet.


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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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