Telekom startet Produktion der ersten eigenen Serie „Germanized“

24. September 2017 Kategorie: Streaming, geschrieben von: caschy

Mit Speck fängt man Mäuse. Sagt ein altes Sprichwort, welches heute lauten könnte: Mit Content fängt man Kunden. Denn der ist sicherlich da, wo er das Meiste für sich passende für seine Kohle bekommt. Also müssen die einzelnen Anbieter schauen, wie sie das am besten bewerkstelligen. Die Deutsche Telekom will  beispielsweise das Entertain-TV-Portfolio mit einer eigenen Serie auspolstern. Die hört auf den Namen Germanized und mitspielen wird Christoph Maria Herbst, den meisten sicherlich aus der Serie Stromberg bekannt.

Die Serie „Germanized“ mit Christoph Maria Herbst wird in Kooperation mit der Bavaria Fernsehproduktion und Telfrance (Newen Group) entwickelt und produziert. Produktionsbeginn ist
im Frühjahr 2018. Die neue Serie startet mit 10 Folgen im vierten Quartal 2018 und ist für alle EntertainTV-Kunden kostenlos verfügbar.

Die Serie bewegt sich im Genre „Dramedy“ (Dramatic Comedy) und ist gekennzeichnet durch einen ausgewogenen Anteil von Humor und Ernsthaftigkeit. „Germanized“ behandelt vordergründig die deutsch-
französische Begegnung: Ausgangspunkt der Storyline ist ein südfranzösisches Küstenörtchen, das kurz vor der Pleite steht und nun von einer deutschen Firma und deren Mitarbeitern gerettet werden soll. Wenn man Deutschland und Frankreich in Zusammenhang mit einer Serie hört, dann schwant einem vielleicht nichts Gutes, aber vielleicht interessiert euch der Plott vor Ausstrahlung der Serie dennoch:

Ustarrezpetu ist der Inbegriff eines schönen baskischen 1800 Seelen Städtchens, wie man es von Postkarten her kennt. Leider hat Ustarrezpetu neben dem unaussprechlichen Namen und den eher schwierigen folkloristischen Mützen ein erhebliches Problem: Bürgermeisterin Martine hat das Städtchen an den Rand des finanziellen Ruins gebracht.

Martine braucht also viel Geld für Ustarrezpetu. Und in Europa gibt es nur noch ein Land, in dem viel Geld im Umlauf ist: Deutschland. Mit dem Ziel, ihren Job zu behalten, verkauft sie einen ganzen Weiler an Gerhard Jäger, Chef eines bayerischen Unternehmens für Automobil-Produktdesign. Jäger – eine Art deutscher Richard Branson, exzentrisch und launenhaft – verliebt sich ins Baskenland, einen Landstrich, in dem, ganz im Gegensatz zu Bayern, die Sonne immer scheint. Zumal er hier so gut wie keine Unternehmensteuer zahlen würde – Eurozone hin oder her, dieses Argument zieht bei Jäger. So beschließt er, seine Firma mit allen Angestellten und deren Familien nach Südfrankreich umzusiedeln.

Für Jäger, der überall zu Hause ist, ist diese auferlegte „Migration“ von 1000 Kilometern vergleichbar mit dem Einzug ins Haus gegenüber und eine tolle Möglichkeit sein Team „durch ein vollkommen neues Geschäftsführungsexperiment“ zu einen. Die französischen Einwohner hingegen sind nicht besonders glücklich über die deutschen Käufer. Zwar freuen sie sich über die deutschen Touristen in den Sommermonaten, aber gleich eine ganze Firma? 365 Tage im Jahr? 200 Deutsche, das bedeutet mehr als zehn Prozent der aktuellen Einwohnerzahl? Für immer? „Mon dieu!“


Über den Autor: caschy

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