Telekom äußert sich zu YouTube-Ladezeiten

19. April 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Es gibt wieder Neuigkeiten zur Thematik “YouTube ist bei der Telekom langsam“. Wir haben hier im Blog das Thema eifrig beobachtet, eure Stimmen eingeholt und berichtet, was die Telekom so macht. Und nun? Gibt es ein frisches Update seitens der Telekom. Was sagt die Telekom denn nun?

Deutsche Telekom

Derzeit beklagen viele Kunden verlängerte Ladezeiten bei Googles Videostreaming-Dienst YouTube.

Manche vermuteten gar, wir würden aktiv eingreifen und die Verbindungen unserer Kunden vorsätzlich drosseln – das ist nicht der Fall! Wir konnten uns jedoch nicht vorstellen, dass sich so viele Nutzer irren.

So sind wir über die Social-Media Kanäle auf unsere Kunden zugegangen und haben jeden, der sich für eine Analyse zur Verfügung stellt, gebeten, uns mit den gewünschten Daten zu versorgen. Wir haben eine Vielzahl von Rückmeldungen erhalten und bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei allen, die sich beteiligt und mit uns zusammengearbeitet haben.

Die Analyse hat ergeben, dass die Ursache der langsamen Verbindung nicht in unserem Netz zu suchen ist. Wir bauen unser Netz beständig aus und passen es durch Schalten zusätzlicher Kapazitäten den aktuellen Bedürfnissen unserer Kunden an. Allerdings müssen auch die Contentanbieter die Kapazitäten ihrer Server anpassen.

Content-Anbieter. Sollte YouTube – beziehungsweise Google sein. Deren Kapazitäten sollen also Schuld sein und nicht die Telekom. Komisch nur, dass die Klagen im Batzen von Telekom-Kunden kommen und nicht von anderen. Hat YouTube vielleicht den Schalter für Telekom-Kunden umgelegt – auf die Bremse getreten? Dazu fällt mir ein schönes Verschwörungs-Zitat aus dem Jahre 2011 ein:

“Das lahme Youtube betrifft überwiegend Nutzer des Telekom Backbones. Youtube ist am Cogent Backbone angeschlossen, mit dem die Telekom Peering betreibt. Da aber die Telekom als Moloch riesige Datenmengen über den großen Teich auf den Cogent Backbone schaufelt, während andersrum die Amis weniger in Europa aktiv sind, werden die Telekom IPs eben unterpriorisiert, weil die Telekom höchstwahrscheinlich nicht extra zahlen will, um den Mehrtraffic auszugleichen. Demzugfolge lahmen sämtliche Zugriffe über den Cogent Backbone, an dem u.a. auch Youtube hängt.”

Was heißt das denn nun für den Kunden? Schwer zu sagen. Die Telekom weist jede Schuld von sich, die Technik muss also in Ordnung sein – angeblich. Kunden müssen wohl mit der Langsamkeit von YouTube leben – und dies nicht nur bei der Telekom. Was sagt wohl Google dazu?

Für mich selber ist da oben zu wenig Inhalt drin. Da fehlen technische Fakten. Gerne auch für Freaks. Liebe Telekom, sagt uns doch mal genau, was Phase ist. Ich will das verstehen, in meiner Sprache.

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58 Kommentare

Bastian St. 19. April 2013 um 15:53 Uhr

Das ding ist das Google ziemlich Inkompetent ist was Kontakt angeht. Wer weiß wie lange dies dauern wird solche Netze weiter auszubauen. ;)

Daki 19. April 2013 um 16:00 Uhr

Ich glaub auch nicht, dass es explizit an der deutschen Telekom liegt denn auch andere Nutzer von anderen Providern sind betroffen. Bei mir hackelt Youtube auch manchmal und ich bin aus der Schweiz bei der Swisscom. Entweder lädt das Video sau langsam oder es hält komplett an und da hilft nur ein reload. Es ist etwas mit Google…

HDScurox 19. April 2013 um 16:01 Uhr

Bei mir gehts wieder obwohl ich bei der TCom bin. Keinerlei Probleme mehr.
VDSL 50

Julian 19. April 2013 um 16:01 Uhr

Ich bin bei der 1&1, und auch da kann man es an einigen Tagen abends vergessen, während es am Tag echt immer schnell ist.
Liegt wohl an YouTube und nicht an Netzbetreibern…

Tom 19. April 2013 um 16:02 Uhr

Naja … jetzt möchte ich mal wissen wieviele Gesamtkunden die Telekom hat und wieviele sich davon beschwert haben. Das setze man dann in Verhältnis zu einem anderen Anbieter.

Es wäre ja kein Wunder, wenn sich bei z.b. 12.42 Millionen Kunden “mehr” beschweren (oder verlangsamt fühlen) als bei einem Anbieter mit 1.6 Million Kunden. (Quelle : http://www.dslweb.de/breitband-report-deutschland-q3-2012.php)

Diese Grundlagen sollte man auf keinen Fall vernachlässigen, da sonst der ganze Bericht verzerrt wird. “Es haben sich sooo viele beschwert” ist einfach eine lächerliche Aussage.

Frank 19. April 2013 um 16:04 Uhr

Bei Unitymedia kommt mir YouTube auch seit Wochen langsam vor trotz dicker Leitung

Mike 19. April 2013 um 16:05 Uhr

Kanns es auch bestätigen.Habe TeleColumbus und Youtube läuft recht schlecht die letzten Tage. Von langer Ladezeit bis zu Abbrüchen. Andere Dienste (nicht Google) sind aber normal schnell.

Fabische 19. April 2013 um 16:08 Uhr

“Die Analyse hat ergeben, dass die Ursache der langsamen Verbindung nicht in unserem Netz zu suchen ist.”
Wäre dem so, dann würden die Geschwindigkeitsprobleme mit Youtube auch bei den anderen Providern auftauchen. In den letzten Jahren sind diese jedoch bei der Telekom so massiv aufgetaucht wie nirgendwo sonst. Gleichzeitig verfolgt die Telekom offiziell eine Strategie, die auf die Abschaffung der Netzneutralität hinausläuft. Langsames Youtube bei der Telekom stank und es stinkt weiter.

Martin 19. April 2013 um 16:08 Uhr

> Das ding ist das Google ziemlich Inkompetent ist was Kontakt angeht.

Dies kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht bestätigen! Ich hatte (wohlgemerkt als Privatkunde) mehrfach zu Problemen unterschiedlicher Dienste Kontakt zu Google aufgenommen – und habe immer eine kompetente Untersützung erhalten (sogar in deutscher Sprache). Man behält während der gesamten Dauer des Support-Tickets den selben Ansprechpartner und hat noch Wochen nach dem Schließen eines Tickets die Möglichkeit, seinen Ansprechpartner (natürlich dem Ticket betreffend) zu kontaktieren.

adminausstattung 19. April 2013 um 16:10 Uhr

pfah, so ein Stuss! Wie soll denn bitte Google daran schuld sein, wenn es über Proxys läuft? Das haben offensichtlich die deutschen Netzbetreiber verbockt, wenn Google schuld wäre, würden ja auch die Proxys nichts an der Ladegeschwindigkeit ändern.

VCDeadPeople (@VCDeadPeople) 19. April 2013 um 16:13 Uhr

Fremde Dienste drosseln und dafür die eigenen Dienste (Entertain) und die Partner (Spotify) nicht auf die Datennutzung anrechnen. Ganz eklige Masche und fernab von lauterem Wettbewerb und Netzneutralität.

Georg 19. April 2013 um 16:15 Uhr

Habe KabelBW und die Videos laden nicht langsamer, als ich bei meinen üblichen Downloadraten erwarten sollte.

Was ich aber erlebt habe: Vorher hatten wir 1&1, damit Telekom per Reseller. 178KByte/s maximaler Download-Spped (gezahlt haben wir eine 16.000er Verbindung). Die Videos konnte ich nicht mal mit der niedrigsten Auflösung schauen, ohne ewig zu buffern. Wenn ich nun das Internet gezielt auf die Download- und Upload-Raten von damals drossel, erreiche ich dennoch höhere Geschwindigkeiten auf Youtube.

Wäre es ein Problem von Youtube selber, müsste der Dienst ja generell für lahme Ladezeiten bekannt sein. Langsam ist es bei jedem Hoster immer wieder mal, aber anscheinend hat nur die Telekom und damit ihre vielen Reseller dauerhafte Probleme.

Diese von Kunden übermittelten Daten sind doch Bullshit. Was kann Hinz und Kunz schon messen? Download-Speed, Upload-Speed, vielleicht noch einen DNS-Server-Test a la Namebench. Wenn nun YouTube gezielt gedrosselt wird, hat der Test 0 Aussagekraft. Auch andernfalls nicht wirklich viel.

Martin 19. April 2013 um 16:19 Uhr

> Ich bin bei der 1&1, und auch da kann man es an einigen Tagen abends
> vergessen, während es am Tag echt immer schnell ist.
> Liegt wohl an YouTube und nicht an Netzbetreibern…

1&1 nutzt wessen Gesamtinfrastruktur? Richtig: Die der Telekom. Zugegeben, einige Kunden werden mittels LS von Telefónica gespeist, der Anteil dürfte aber sehr gering sein.

Hans 19. April 2013 um 16:29 Uhr

Was ich nicht verstehe: Warum wechselt keiner der Betroffenen seinen Anbieter?
Auch wenn es eine Mindestvertragslaufzeit gibt: Die Telekom wird schon handeln, wenn plötzlich tausende fristgerechter Kündigungen eintrudelt…

Stefan 19. April 2013 um 16:35 Uhr

Ist eignlentlich noch noch niemanden aufgefallen, dass das Problem nicht nur YouTube betrifft? Oder ist dass nur bei kir so, dass Videos von facebook (die meisten gehen ja keine 2 Minuten) mehrere Minuten zum buffern brauchen? Ich habe DSL 6k und ich schaue die Videos nicht mal in HD

mxa@max.de 19. April 2013 um 16:36 Uhr

Ich bin seit einiger Zeit bei Kabel Deutschland und bei mir funktioniert YouTube bestens (sogar Abends). 1080p Videos starten sofort und werden auch sehr schnell vorgeladen.

Stefan 19. April 2013 um 16:48 Uhr

“Komisch nur, dass die Klagen im Batzen von Telekom-Kunden kommen und nicht von anderen.”

Bei den Kommentaren vom letzten Mal gab es (wenn ich mich recht erinnere) auch einige Kunden von Unity Media, die über das gleiche Problem klagten. Gut, mögen vielleicht nicht so viele wie bei der Telekom sein (keine Ahnung), aber betroffen waren diejenigen ja anscheinend schon. Nur muss man es halt so sehen, wie Tom es oben schon schrieb.

Tja, ist natürlich einfach, wenn sich die Beteiligten einfach gegenseitig die Schuld zuschieben. Wird bestimmt noch länger so weitergehen.

Bei Kabel Deutschland musste ich jedenfalls noch nicht mit irgendwelchen Einbußen leben. Auch bei mir laufen die 1080p Videos dort gut durch.

Manuel 19. April 2013 um 16:49 Uhr

Die Telekom macht es sich da ganz schön einfach, sie mögen zwar ihre Peerings zu verschiedenen Partner kontinuierlich ausbauen. Das Routing zu beliebten Diensten scheint man jedoch nicht zu optimieren. Wenn es z.B. über Proxys gut funktioniert, dann ist das Peering zum Proxy-Server OK und auch das Peering zwischen Proxy und YT.

In der Firma haben wir auch verschiedene Uplinks und über unseren Main-Uplink haben wir nach Rücksprache mit unserem Provider und dem Provider einer wichtigen Gegenstelle, das Routing optimiert. Dadurch haben sich die Latenzen und Durchsätze deutlich verbessert ohne daß wir unsere Link-Bandbreite erhöhen mussten.

tobias 19. April 2013 um 16:49 Uhr

Ich hatte mal einen QOS lehrgang bei einem telekomiker, der sagte das wenn die bandbreite der verbindung zwischen telekom und youtube (die ja von youtube geordert wird, da youtube vom endkunden erreichbar sein will) ausgeschöpft ist halt shaping angewendet wird. verworfen wird wohl nix, nur halt hinten angestellt… würde sich mit der telekomerklärung hier decken..

Tempura 19. April 2013 um 17:12 Uhr

Ich finde die aussage eigentlich recht nachvollziehbar. Um es laien mal zu verdeutlichen: Die Telekom hat eine Flatrate in die USA, leecht aber wie blöd und kriegt deshalb ab einer bestimmten Traffic-Menge einfach die Geschwindigkeit ein paar Stufen runter geschaltet. Kennt ja jeder von den Mobilen Internet-Tarifen. Real läuft das von der Technik allerdings etwas anders, kommt aber vom Ergebnis in etwa auf’s gleiche hinaus.

Letztlich ist es halt ein gewisses problem das alle Daten aus den USA wollen, die USA aber kaum Daten von uns. Verträge die auf gegenseitigem ausgleich basieren kommen damit einfach ins ungleichgewicht und eine seite hat das nachsehen.

stiller 19. April 2013 um 17:14 Uhr

Die Telekom macht es sich einfach. Haben keine Lust für mehr Peering Kapazität zu zahlen und behaupten dann es liegt an YouTube.

Naja, haben eigentlich ja recht. Google musste ja nur zahlen, dann würden sie ihren Verkehr so behandeln wie den eigenen. Und ihn nicht künstlich drosseln.

So ein Witz. Die Telekom mochte halt mehr sein als nur Leitungsbetreiber. Die wollen für Content auch kassieren.

Sieht man daran das über Proxies alles einwandfrei geht. Da können sie halt nicht mehr den Inhalt lesen und über wachen.

Häufig kann ich besser über mein Handy schauen als über die DSL Leitung der Telekom. Komisch…

Loken 19. April 2013 um 17:55 Uhr

Hab das selbe Problem… -> Kabel Deutschland… seit einigen Tagen echt manchmal zum verzweifeln, andere Dienste laufen ohne Probleme
Ich denke auch dass Google da bisl schläft…

Glenn 19. April 2013 um 17:59 Uhr

Unitiymedia hab ich auf regelmaessig Nachladezeiten bei 100mbit Anschluss.
Andere Seiten arbeiten zur gleichen Zeit flotter.

Mario Schaper (@maschaper) 19. April 2013 um 18:01 Uhr

ich bin immer noch der Überzeugung, dass die Telekom gewisse Anschlüsse bevorzugter behandelt und definitiv manche Services drosselt – lasse mich da aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
Ich habe auch ein Beispiel:
in der Firma haben wir einen synchronen 2,5MBit CompanyConnect Anschluss der Telekom, dafür zahlt man etwa 400€ pro Monat. Privat nutze ich ein VDSL 50 (40€/Monat) der Telekom. D.h. Download theoretisch 20x schneller als im Geschäft, Upload 4x.
Wenn ich nun zu Hause bei mir ein Video einfach nicht laden will, starte ich den VPN Zugang in die Firma (mach ich übrigens nur Abends wenn sonst keiner mehr die Leitung benötigt) und zack, Video streamt in einem Guss und das obwohl ich nur die 2,5MBit Upload Leitung aus der Firma nutze und auch nur 2,5MBit downloadrate nutzen kann.

Frage mich, wie mir die Telekom dieses Phänomen erklären kann.

Matthias 19. April 2013 um 18:13 Uhr

Ich habe privat auch so eine nichtssagende Rückinfo der Telekom erhalten. Alles, was die da schreiben ist doch Quatsch! Ich habe erst seit Anfang April VDSL 50, vorher hatte ich DSL 6.000. Es war doch die ersten beiden Aprilwochen alles gut. Da ist doch aktuell was verändert worden.

Was macht man denn jetzt? Ich kann kaum ein Video bei Youtube schauen und brauche Stunden für meine Android Apps. Das war eine Sache von Sekunden vor 2 Wochen…

Und will ich weg von dem Provider, habe ich dennoch einen Provider, der über die Leitungen der Telekom seine Leistung anbieten muss.

Und jetzt? Ich hab die Schnauze voll!

solariz 19. April 2013 um 18:19 Uhr

Ist denke ich wirklich nicht ein Problem der Telekom alleine. Unitymedia ist das selbe Schauspiel. Trotz Downloads mit 50Mbit kann ich stellenweise nicht mal 480p Videos buffer / Ruckel Frei sehen.

Dirk 19. April 2013 um 18:21 Uhr

Also für mich gibt es eindeutig ein Problem zwischen Telekom und Youtube. Wenn ich bei mir Zuhause mit 16000er DSL von Telekom selbst kurze Youtube Clips nicht funktionieren, aber parallel auf einem EWE Anschluß die gleichen Clips problemlos laufen, kann es nicht an Youtube selbst liegen.

Hildeus 19. April 2013 um 18:33 Uhr

Dann würde mich mal interessieren wiso es dann mit TelekomTurbo geht und normal nicht…
nur dummes geschwätz von denen

-.- 19. April 2013 um 18:37 Uhr

Warum läuft es dann mit einem potenten VPN? Dann dürfte es ja gar nicht (!) gehen …. für niemanden!

Stefan 19. April 2013 um 18:44 Uhr

>Content-Anbieter. Sollte YouTube – beziehungsweise Google sein. Deren Kapazitäten sollen also Schuld sein und nicht die Telekom. Komisch nur, dass die Klagen im Batzen von Telekom-Kunden kommen und nicht von anderen. Hat YouTube vielleicht den Schalter für Telekom-Kunden umgelegt – auf die Bremse getreten?

Natrürlich liegt es an Youtube.
Ich habe es regelmässig,das ich einfach die auflöung änder,und schon gehts dann schneller.
Man merkt am Verhalten eindeutig das es ein Goggle/Youtube Problem ist.

Hartmut Schmidt 19. April 2013 um 18:59 Uhr

Hat die Telekom kein direktes Peering mit Google?

Bei meinem Alice (O2) Anschluss liegt schon der vierte Hop bei Google:

tracert http://www.youtube.com

Routenverfolgung zu youtube-ui.l.google.com [173.194.69.190] über maximal 30 Abschnitte:
1 <1 ms <1 ms <1 ms fritz.box [192.168.1.1]
2 37 ms 36 ms 37 ms lo1.br10.lbc.de.hansenet.net [213.191.89.36]
3 38 ms 38 ms 38 ms ge-7-2-4-0.xd01.weham.de.hansenet.net [62.109.118.205]
4 38 ms 37 ms 51 ms ae0-0.pr01.weham.de.hansenet.net [213.191.66.169]
5 37 ms 38 ms 38 ms workix.net.google.com [80.81.203.34]
6 47 ms 52 ms 48 ms 209.85.249.134
7 40 ms 39 ms 38 ms 72.14.233.214
8 56 ms 42 ms 42 ms 209.85.240.154
9 42 ms 43 ms 42 ms 216.239.48.53
10 * * *
11 43 ms 65 ms 53 ms bk-in-f190.1e100.net [173.194.69.190]

Björn 19. April 2013 um 19:03 Uhr

Ich habe Kabel Deutschland 32000 in Lübeck, Vodafon 2000 in Kempten, o2 Mobil 7200 unterwegs, nie Probleme mit Youtube, außer bei den Full HD Vids und den kleineren Leitungen.

Sascha 19. April 2013 um 19:38 Uhr

Google bietet größeren Provider auch einen sogenannten “Google Global Cache” an damit eben nicht viel Traffic von außen ins Provider Netz gezogen werden muss.
Dabei werden mehrere sehr schnell angebundene Google Server im Provider Netz angebunden und dort wird der am häufigsten aufgerufene Content gespiegelt.

Die Kunden werden dann per DNS dort hin umgebogen um dort zu saugen.

Würde mich sehr wundern wenn die Telekom das nicht auch so betreibt. Es spart enorm viel Traffic ein aber natürlich nicht alles da ja nicht alles dort gecacht wird.

Jens 19. April 2013 um 20:09 Uhr

In letzter Zeit häufen sich bei mir Geschwindigskeitseinbuße auch außerhalb von YouTube. Wie kann es sein, dass ein 400 kb/s Download die 16.000er (Telekom) Leitung lahmlegt?

Brun 19. April 2013 um 20:58 Uhr

Gab es denn nicht vor einem Jahr einen Bericht wo gemeint wurde das das Internet immer langsamer wird ? Ich denkemal das Internet selbst ist langsam an seine grenzen angekommen !

Sven 19. April 2013 um 21:40 Uhr

sh ip bgp 173.194.0.0/16
BGP routing table entry for 173.194.0.0/16
Paths: (1 available, best #1, table Default-IP-Routing-Table)
15169
194.25.5.199 from 194.25.5.199 (194.25.5.199)
Origin IGP, metric 0, localpref 100, valid, internal, best
Community: 3320:1840 3320:2020 3320:9010 64512:101 64900:31201
Last update: Fri Apr 19 07:00:33 2013

Das ist Big-T (AS3320) am NYIIX. AFAIR war das auch schon 2011 der Fall.

Mal ganz davon abgesehen, dass das sicherlich nicht in den USA übergeben wird, sondern in Deutschland.
In FFM (DECIX) siehts so aus:
sh ip bgp 173.194.0.0/16
BGP routing table entry for 173.194.0.0/16
Paths: (1 available, best #1, table Default-IP-Routing-Table)
15169
194.25.5.208 from 62.154.10.67 (194.25.5.208)
Origin IGP, metric 0, localpref 100, valid, internal, best
Community: 3320:1276 3320:2010 3320:9010 64512:101 64900:36001 64900:36301
Originator: 194.25.5.208, Cluster list: 0.0.2.189
Last update: Thu Mar 14 02:19:55 2013

in HH

sh ip bgp 173.194.0.0/16
BGP routing table entry for 173.194.0.0/16
Paths: (1 available, best #1, table Default-IP-Routing-Table)
15169
62.154.11.224 from 62.154.10.130 (62.154.11.224)
Origin IGP, metric 0, localpref 100, valid, internal, best
Community: 3320:1276 3320:2010 3320:9010 64512:101 64900:31201
Originator: 62.154.11.224, Cluster list: 0.0.0.101
Last update: Wed Mar 13 09:38:31 2013

usw.

Übrigens sind traceroutes in MPLS-Netzen ein eher suboptimales Werkzeug, da die LSRs eher auf Layer2 denn auf Layer3 arbeiten, und deshalb der letzte LER alle (oder, wie man bei Big-T schön sehen kann, eben keine) ICMP-Nachrichten generiert. Deshalb siehts im traceroute auch so aus, als ob man nach 3 Hops das eigene Netz verlassen hat – es dürfte auch einem Laien klar sein, dass da doch ne handvoll Router mehr involviert sind, wenns durch halb Europa geht :-)

Hartmut Schmidt 19. April 2013 um 22:08 Uhr

@Sven:
Du scheinst Dich ja sehr gut auszukennen.
Wie viel Traffic kommt denn geschätzt von Youtube zur Telekom?

Meine 16MBit-Leitung (ca. 10MBit nutzbar) wird von einem 1080p Stream voll ausgelastet.
Das wären ja nur 1000 1080p Streams auf einer 10GBit Leitung.

Bei der Menge von Telekom-Kunden überschreitet der Traffic und dessen Routing mein Vorstellungsvermögen ;-)

Sven 19. April 2013 um 22:15 Uhr

Die Größen hast du schon richtig berechnet – aber Big-T und Google treffen sich ja an mehreren Punkten, und man designed Netze nie so, dass ständig alle den vollen Durchsatz nutzen können – das nennt man Überbuchung und ist nichts verwerfliches, sondern sinnig.

Die Auseinandersetzung Big-T vs. Google ist ja nicht neu. Ich habs vor knapp drei Jahren schonmal ausführlicher hier erklärt (Kommentar 2 und 4):
http://www.korrupt.biz/2148/netzneutralitat-qos-und-ein-paar-ketzerische-gedanken/comment-page-1/

Die Sau wird jedes Jahr aufs neue durchs Dorf getrieben ;-)

Lars 19. April 2013 um 22:49 Uhr

Bei mir mit Unitymedia 32.000 ist Youtube auch regelmäßig langsam!

Patrick 20. April 2013 um 02:06 Uhr

Youtube ist bei mir auch langsam. 100Mbit via Willy-Tel in Hamburg. Zumindest innerhalb der Hauptzeiten.

Und da liegt der Hase im Pfeffer wohl begraben: Hauptzeiten. Ich meine, Gigabitbackbones hin oder her – greifen zu viele User gleichzeitig zu, bricht jeder, absolut jeder Dienst irgendwann zusammen. Das ist so sehr Fakt wie das Amen in der Kirche. Leider.

Youtube scheint mir mittlerweile dann und wann an der Kapazitätsgrenze zu arbeiten, je mehr Netzteilnehmer HD Videos in Echtzeit schauen können.

Mich wundert das ja nicht. Ärgert aber trotzdem.

theaxelander 20. April 2013 um 08:50 Uhr

Ich bin mit Vodafone 16Mbit verbunden. Früher konnte ich mal alle Videos durchgängig mit 1080p gucken. Mittlerweile hackt es manchmal und ich muss auf 720p zurück schrauben. Kann mich da jetzt aber nicht beschweren.

Ich hab auch manchmal das Gefühl, dass das ne nach Video unterscheidet. Besonders aufwendige LPs, die mit zahlreichen filtern produziert wurden und dementsprechend viele Daten beinhalten laden auch immer etwas langsamer als “Standard HD Videos” (ich weiß auch das YouTube uploads nochmal selbst konvertiert )

Thomas-P 20. April 2013 um 11:56 Uhr

Also ich bin bei Kabel Deutschland in Leipzig, habe selten Probleme mit YouTube bei mir laden die 1080p Videos mit meiner 32er Leitung mit 3,5 also volle Leitung nur die die Auflösungen unter 720p laden viel langsamer.

Meine Freundin ist bei der Telekom, sie hat ne 50er Leitung und kannst YouTube vergessen bei jeder Auflösung, und von der 50er Leitung kommen max. 20 an und das nicht mal Konstant. Meistens ist die Leitung zwischen 12 und 22!

FriedeFreudeEierkuchen 20. April 2013 um 12:12 Uhr

Bei all den Berichten hier mag ich noch immer nicht an ein spezielles Telekom Problem glauben.
Bei uns teilen sich 8 Erwachsene und 3 Jugendliche + x Kumpels eine TKom DSL 16er Leitung. Die Jugendlichen haben fast permanent YouTube laufen. Bei uns gibt es nur selten bei einzelnen Videos Verzögerungen. Normalerweise läuft alles flüssig, auch Abends.
Die vielen Berichte von anderen Providern mit gleichen Problemen lässt mich eher an Probleme an bestimmten Knoten glauben, als an systematische Drosselung.
Da die TKom beim Thema Netzneutralität eine ziemlich blöde Linie fährt, traut man ihr Drosselungen einfach zu.
Hilfreich wäre es, wenn man in der SamKnows Bandbreitenstudie auch wichtige Dienste bzw. Contentliefanten aufnehmen würde. Dann hätten wir handfeste Zahlen.
(Anmerkung: SamKnows ist ein Projekt bei dem die EU die Bandbreite bei den Providern misst. Freiwillige bekommen einen Router mit spezieller Firmware, der den ganzen Internet-Traffic misst und so Statistiken über die am Anschluss verfügbare Bandbreite liefer.)

Michael (@mipapo) 20. April 2013 um 14:24 Uhr

Merkwürdig – Seit der Stellungsnahme von der Telekom läuft Youtube bei mir wieder flüssiger und Video starten fast wieder sofort…

laffe 20. April 2013 um 17:17 Uhr

hallo,
habt ihr auch irgendwie festgestellt, dass deutsche Youtube-Videos bzw. Videos aus deutschen YT-kanälen langsamer laden, als englische? also bei mir ist dies zumindest so

blogokratie (@blogokratie) 20. April 2013 um 20:30 Uhr

Nicht nur Youtube ist betroffen, zeitweise auch Twitter, Facebook und GoogleMaps.

Daniel 21. April 2013 um 12:43 Uhr

Interessant ist die zeitliche Überschneidung des Themas mit den Reverse-DNS-Änderungen der Telekom-Plattform um den 18.4./19.4. herum. Bislang konnte man als Contentanbieter am Reverse-DNS-Namen eindeutig zwischen direkten Telekom-Privatkunden und Kunden eines Telekom-Resellers unterscheiden. Das hat sich aber um den 18.4./19.4. herum geändert, die Reverse-DNS-Namen sind nun generell aus dem Reseller-Pool (siehe dazu auch mein Blog).

C 21. April 2013 um 21:06 Uhr

T-COM (Congstar) kannst du gerade eben mal wieder warten – Mediathek ARD in HD und YT?!
Das ganze per Vodafone-Webstick und alles läuft in HD flüssig. (Dresden)

Peter 22. April 2013 um 08:52 Uhr

Es mag durchaus Probleme mit You Tube Videos bei Telekom Anschlüsse geben. Aber genauso gibt es bei manche Kunden auch Probleme mit den Abruf andere Dienste.

Und es gibt auch Kunden die bei Kabel Deutschland, 1&1 oder bei anderen Provider sind, die genauso Probleme haben wie hier bei Telekom Kunden beschrieben.

Es gibt aber auch bei jeden Provider eine Menge Kunden die keine Probleme haben. Nur wird davon kaum berichtet.

Als eine Ursache dafür ist folgende Denkweise.

Wir alle haben uns inzwischen daran gewöhnt, das selbst leistungshungrige Dienste (dazu zählen auch alle Videos) anscheinend sehr schnell geladen werden. Als es noch vor rund 8 Jahre maixmal DSL 3000 gab, waren wir froh wenn solche Vidoes nach eine kurze Ladezeit kamen.

Inzwischen ist ein Klage auf recht hohen Niveau.

Hinzu kommt das es schon drauf ankommt ob ein euren Standort die DSL Realms alle ausgeschöpft sind, oder ob es hier auch eine kleine Reserve gibt.

Hinzu kommt das die mögliche Bandbreite auch im Festnetz keine Dauerwert über den ganzen Tag und zu jeder mögliche Zeit überhaupt technisch möglich wäre.

Schwankungen wird es immer wieder in gewissen Umfang geben.

Hinzu kommt das es nicht alleine auf die eigene Bandbreite ankommt, sondern oft beim Server vom Content Anbieter einen Art Flaschenhals gibt. Da nützt euch selber ein tolle Bandbreit wenig wenn halt sehr viele bei You Tube vorbei schauen.

Hartmut Schmidt 22. April 2013 um 09:57 Uhr

Wir haben 2013. Da erwarte ich, Dienste wie YouTube in Full-HD nutzen zu können.
Ich würde tippen, dieses komplette Blog macht im 24h Durchschnitt nur so viel Taffic wie ein einzelner Full-HD YouTube-Stream (10 – 20 MBit/s)

Google zeigt mit Google-Fiber wie die Zukunft aussehen kann.
Auch meinem Provider steht es frei, in die Zukunft zu investieren und mir ein passendes Produkt anzubieten. Und wenn sich 40EUR/Monat für meinen 16MBit Anschluss inklusive Telefon nicht rechnen, dann muss mein Provider eben neue Produkte einführen.
z.B.: 100GB inklusive und ab dann dann 10 Cent pro GB. Aber bitte in voller Geschwindigkeit!
Wer nicht mehr zahlen will, wird ab dann halt gedrosselt.


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