Synology: Release Candidate von DSM 6.1 gesichtet

5. Januar 2017 Kategorie: Backup & Security, Hardware, geschrieben von: Oliver Pifferi

Teilnehmer des Beta-Programms und risikofreudige Besitzer eines Synology-NAS dürfen sich freuen: Die Veröffentlichung von Synologys NAS-Betriebssystem DSM (Disk Station Manager) in der aktuellen Version 6.1 steht offenbar vor der Tür und bringt natürlich wieder einen Schwall Neuerungen mit sich: Der Support vom btfrs-Dateisystem auf mehr Geräten, selbstheilende Dateien oder eine grundsätzliche Active Directory-Integration sind wohl die Kernaspekte des Release Candidates.

In Sachen Btfrs-Dateisystem unterstütz man nun in Summe die folgenden Geräte:

Die Funktion der selbst-reparienden Dateien benötigen als Basis nach wie vor Btfrs-formatierte Volumes und unterstützt neben den bisherigen RAID-Leveln 1, 5, 6, 10 SHR (Synology Hybrid RAID) nun auch Volumes mit einem SSD-Cache. Bei diesem Feature ermittelt das Btrfs-Dateisystem automatisch fehlerhafte Dateien mithilfe gespiegelter Metadaten und stellt diese Daten wieder her.

Interessant für den einen oder anderen dürfte auch die Bereitstellung eines Pakets für die Einbindung von Active Directory sein: Natürlich darf man keine vollständige Abbildung des Verzeichnisdienstes erwarten, wie es Microsoft beim Windows Server anbietet.

Allerdings werden Active Directory-Features wie Benutzer- und Gruppen, eine Kerberos-basierte Authentifizierung, Gruppenrichtlinien und die Möglichkeit geboten, Windows-, Linux- oder DSM-Domänen beizutreten – was im Normalfall zumindest in kleineren Umgebungen ausreichen sollte. Auch am bisherigen Verzeichnisdienst hat man Hand angelegt, dieser kann nun vergessene Kennwörter per Mail versenden.

Weiterhin ist Apache 2.4 in die WebStation mit eingeflossen und auch diverse Fehler – unter anderem bei der Darstellung unter dem Internet Explorer 10, PHP-Problemen bei Drittanbieter-Paketen oder der Wallpaper-Anpassung – wurden im Rahmen des aktuellen Builds behoben. Synology hebt auch noch einen verbesserten Ressourcen-Monitor, den möglichen Wechsel von SHR-1 (einfache Datenträgerredundanz) auf SHR-2 (zweifache Datenträgerredundanz) im Storage Manager und die SMB-Unterstützung von TimeMachine-Volumes (davon können nun mehrere angelegt werden) unter macOS Sierra heraus. Alle weiteren Infos findet Ihr auch in den Release Notes.

Die Pakete findet Ihr auf der offiziellen Webseite zum Download, vorausgesetzt wird für die manuelle Aktualisierung ein DSM-Stand ab Version 6.0. Die aktuelle Build trägt die Versionsnummer DSM 6.1-15022. Wie üblich sei daran erinnert, dass das Ganze auf eigenes Risiko geschieht und nicht zwingend auf Produktiv-Systemen getestet werden sollte, denn schiefgehen kann leider immer etwas!

(danke, Meik!)



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Über den Autor: Oliver Pifferi

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