Synology DSM 6.0: Cloud Sync eines Ordners zu unterschiedlichen Anbietern

17. Februar 2016 Kategorie: Backup & Security, Hardware, geschrieben von: caschy

Artikel_SynologyDer Synology DiskStation Manager kommt in großen Schritten in Version 6.0 auf uns zu. Für mich Zeit, schon einmal einen Blick in die neuen Funktionen zu werfen, die für mich als Anwender interessant sind. Ich selber setze seit Jahren auf meine private Cloud in den eigenen vier Wänden, betreibe diese aber ausschließlich lokal, mein NAS ist also nicht von Außen zu erreichen. Natürlich ist das ein Komfortverlust, lässt mich aber ruhiger schlafen. Sofern ich Daten vom NAS auf dem Smartphone, dem Tablet oder Rechner benötige, dann synchronisiere ich diese im WLAN. 

Das NAS ist Lager für Daten, die ich eigentlich für gewöhnlich nicht unterwegs benötige. Für solche kurzfristigen Daten ohne großartige Sicherheitsrelevanz gibt es dann Dropbox oder auch den Google Drive.

Mit dem DiskStation Manager 6.0 gibt es dann auch eine Neuerung bezüglich der Cloud-Anbieter. Bekanntlich kann man einen Ordner auf dem NAS mit einer Cloud synchronisieren. Heißt: Ich kann meine komplette Dropbox in einem Ordner auf dem NAS sichern, aber auch Google Drive und weitere zahlreiche Anbieter werden unterstützt. Alles was unterwegs in Dropbox und Co geschoben wird, landet auch auf dem NAS – und alles, was ich in diesen Ordner auf dem NAS schiebe, landet auch in der Cloud, das NAS besorgt dabei den Upload.

DS216play - Synology DiskStation

Was in der Vergangenheit nicht machbar war, das war der Upload eines Cloud-Ordners zu diversen Anbietern. Dieses Versäumnis hat man mit dem DiskStation Manager 6.0 ausgemerzt. In Kurzform bedeutet dies, dass ich identische NAS-Ordner zeitgleich zu Dropbox und Google Drive schicken könnte, sofern ich aus irgendeinem Grunde dazu Bedarf habe.

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Das entsprechende Modul heißt Cloud Sync und muss – sofern noch nicht geschehen – über das Paketzentrum installiert werden. Öffnet man Cloud Sync ein erstes Mal, so hat man die Möglichkeit, diverse Konten bei den Anbietern einzurichten. Da ist für jeden was dabei, ob OneDrive, Google Drive, Dropbox, Box, Amazon Cloud Drive, HiDrive oder auch der eigene WebDAV-Server. Im konkreten Beispiel zeige ich, wie man einen Ordner zu Dropbox und Google Drive sichert.

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Das Authentifizieren der einzelnen Konten ist einfach, hierfür wird das API genutzt, sofern ihr im Browser auch bei Dropbox und Google Drive eingeloggt seid, müsst ihr einfach nur den Zugriff durch Dropbox und Co erlauben. Ist der Account authentifiziert, so kann erst einmal eingestellt werden, was gesichert werden soll.

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Der lokale Pfad ist der Ordner, in dem eure Dropbox-Daten laden, der Remote-Pfad der, was aus Dropbox gesichert werden soll. Sichert ihr den Root-Ordner, so wird alles gesichert. Gebt ihr einen einzelnen Ordner an, so wird nur dieser gesichert – oder synchronisiert. Wichtig für unsere spätere Aufgabe: nicht den Root-Ordner sichern, denn sonst lassen sich keine weiteren Ordner hinzufügen!

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Die Synchronisierung kann bidirektional erfolgen, heißt, dass Änderungen in der Cloud und auf dem NAS abgeglichen werden. Man kann aber auch nur Änderungen in der Cloud oder auf dem NAS abgleichen. Nutzt man die Cloud als Backuplösung, so empfiehlt sich vielleicht die Datenverschlüsselung. Daten werden vor dem Upload verschlüssselt, bleiben aber auf dem NAS unverschlüsselt liegen.

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Mit dieser Anleitung schlagt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, ihr lernt – falls nicht eh bekannt – die Möglichkeiten kennen, die der DiskStation Manager 5 schon bot (nämlich das bisher beschriebene) – und ihr seht gleich die neue Möglichkeit von DSM 6.0. So, die erste Cloud steht, richtet eure nächste ein, wie bereits beschrieben.

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Nun steht man also da, hat zwei synchronisierte Cloud-Ordner auf dem NAS – aber man will doch was anderes? Richtig, nun wollen wir einen NAS-Ordner zeitgleich in zwei unterschiedliche Cloud-Ordner sichern, denn das ist ja die Neuerung des DiskStation Managers 6.0. Begeben wir uns nun in unsere Cloud Sync-Einstellungen und besuchen den Reiter „Aufgabenliste“. Hier kann ich nun weitere Aufgaben hinzufügen. Man kann eine neue Sync-Aufgabe erstellen und eben jene soll einen weiteren Ordner in Google Drive und Dropbox sichern.

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Hier wähle ich wieder einmal den Ordner auf dem NAS aus – und den in der Cloud. Ich wünsche in meinem Beispiel die bidirektionale Synchronisation. Das richte ich dann also zwei Mal ein – einmal in den Einstellungen von Dropbox – und einmal im Google Drive.

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Ist dies erledigt, so ist der lokale NAS-Ordner mit zwei Cloud-Systemen verbunden, im konkreten Beispiel mit dem Google Drive und der Dropbox. Durch die hier eingestellte bidirektionale Synchronisation landen Daten, die in den Ordner in der Dropbox geschoben wurden in der Dropbox, aber auch im Google Drive – und vice versa läuft das Ganze auch ab. Zur Visualisierung ein Bild des Verlaufs: ich schob eine Datei mit dem Namen Dropbox Datei!.jpg in den Ordner in der Dropbox, der dann auf das NAS heruntergeladen und in den Google Drive hochgeladen wurde – so ist der Ordner an zwei Orten synchron.

DS216play - Synology DiskStation

In diesem Sinne: schaut euch DSM 6.0 bei Erscheinen ruhig einmal an, viele Neuerungen warten da auf euch. Alternativ gibt es hier im Blog ja auch ein paar Themen zu DSM und Synology.

Auch zum Thema:

Synology DiskStation Manager 6.0: Beliebige Ordner (verschlüsselt) in der Cloud sichern

 


Über den Autor: caschy

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