Sync by 50 Bluetooth Stereo Lautpsrecher von SMS Audio ausprobiert (+Gewinnspiel)

13. Juli 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

SMS Audio by 50 Cent ist hierzulande noch nicht allzu bekannt, was sich dank stärkerem Vertrieb in Deutschland aber bald ändern dürfte. Ich hatte die letzten Tage die Möglichkeit, den Bluetooth Stereo Speaker der Sync-Reihe auszuprobieren, meine Erfahrungen mit dem kleinen Lautsprecher versuche ich Euch hier näher zu bringen. Und zum Schluss gibt es auch noch ein Gewinnspiel, bei dem Ihr selbst einen solchen Speaker abstauben könnt.

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Lieferumfang und Inbetriebnahme

Der Sync- Lautsprecher kommt in einer für diesen Bereich typischen, hochwertigen Verpackung. Hat man sich zum Inhalt des Kartons durchgekämpft, sieht man, was so dabei ist. Natürlich der Speaker an sich, ein 3,5 mm Klinke-Kabel, ein USB auf microUSB Kabel und eine Tasche für den Lautsprecher. Außerdem noch die Anleitung und ein Sticker (yay!), sowie ein Microfaser-Tuch zur Reinigung.

In meinem Fall war der Akku bereits fast vollständig geladen, sodass der Spaß direkt losgehen konnte. Verbinden kann man den Speaker mit dem Abspielgerät entweder über Bluetooth oder über einen Klinkenstecker. Egal welche Verbindungswert man wählt, die Auswirkungen auf Akku und Wiedergabequalität halten sich sehr in Grenzen, bzw. waren für mich nicht messbar.

Die Koppelung für die Bluetooth-Verbindung kann auch über NFC erfolgen. Interessant hierbei ist, dass ich lediglich mit dem Lumia 930 mittels NFC-Kopplung auf Anhieb eine Verbindung herstellen konnte. Mit einem Huawei Ascend P7 klappte es im dritten Anlauf, das Samsung Galaxy K Zoom wollte sich auch nach dem x-ten Versuch nicht verbinden lassen. Das bezieht sich nur auf die Kopplung per NFC, die Bluetooth-Verbindung konnten alle Geräte ohne Probleme herstellen.

Das iPhone verfügt bekannterweise nicht über NFC, hier muss die Verbindung manuell über Bluetooth erfolgen. Ebenfalls interessant: bei 3 verschiedenen iPhone 5 mussten die Apple-Geräte neu gestartet werden, bevor eine Verbindung möglich war. Warum dies so ist? Ich habe keine Erklärung dafür, ebenfalls betrifft dies nur die Erstverbindung. Ist diese aber einmal erledigt, was in den meisten Fällen ein einmaliger Vorgang sein dürfte, klappt die erneute Verbindung automatisch, ohne Faxen, kein Gezicke, weder seitens Smartphones, noch auf Seiten des Speakers.

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Funktionsumfang

Neben der Wiedergabe von Audio, kann der Sync by 50 Speaker auch als Freisprecheinrichtung dienen. Das klappt wunderbar, beide Gesprächspartner bekommen einen klaren Sound geliefert. Anrufe kann man dabei direkt am Speaker annehmen, nutzt man ein iPhone, kann man auch Siri bemühen, um selbst Anrufe über den Speaker zu starten. Coole Sache, auch wenn man den Lautsprecher dafür wohl eher selten einsetzen wird.

Am Speaker selbst lässt sich noch die Lautstärke regeln und auch die Steuerung, also Play / Pause und Titelsprung, lässt sich direkt am Lautsprecher regeln. Allerdings gibt es auch hier wieder Unterschiede, je nach verwendetem Gerät. Mit einem iPhone lassen sich alle Funktionen nutzen, beim Huawei Ascend P7 klappte Play /Pause, aber nicht der Titelsprung, das Samsung Galaxy K Zoom konnte ebenfalls alle Steuerbefehle ausführen. Das Lumia 930 erledigt ebenfalls Titelsprung und Play / Pause.

Und dann gibt es da noch den 3D-Button. Dieser soll für 3D HD Sound sorgen. Klappt im Prinzip mit allen Soundquellen, führt aber zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, dazu gleich mehr.

Technische Daten und Akkulaufzeit

Zu den technischen Daten ist nicht viel bekannt. SMS Audio nennt lediglich die professionell getunten 50 mm Treiber und das Vorhandensein eines Lithium-Ionen-Akkus. Tatsächlich ist weder auf der Webseite, noch in der beiliegenden Anleitung eine Information über den unterstützten Frequenzbereich zu finden. Ist bei einem Lifestyle-Produkt, und das ist der Wireless Portable Speaker unbestritten, anscheinend nicht wichtig. Und es ist ja in der Tat so, dass man mit seinen Ohren entscheidet, ob ein Audio-Produkt für einen selbst befriedigend ist oder nicht.

372 Gramm wiegt der Lautsprecher, verteilt ist das Gewicht auf eine Länge von rund 20 cm. Der Durchmesser der Rolle beträgt 7 cm. Insgesamt also sehr kompakt.

Der Akku soll laut Info-Material für eine 12-stündige Musikwiedergabe ausreichen. Über den Akkustand informiert die LED-Farbe, die das SMS Audio Logo dauerhaft beleuchtet. Bei einem Stand von 100% – 60% leuchtet die LED blau, bei 60% – 15% gibt es ein grünes Licht, fällt der Akkustand unter 15%, leuchtet das Logo rot.

Die 12 Stunden sind sehr vorsichtig angegeben. Ich habe den Speaker bei ca. 60% Lautstärke über Bluetooth betrieben. Mit diesem Setup erreiche ich locker eine Laufzeit von 18 – 20 Stunden. Das ist für die kompakte Form, in der der Speaker daherkommt, eine sehr nette Leistung. Befeuert man den Speaker per Klinkenstecker, dürfte man noch etwas mehr rausholen können, aber ein großer Unterschied war für mich in dem kurzen Testzeitraum nicht festzustellen.

Um den Akku wieder aufzuladen, muss man ca. 2 Stunden einplanen. Ein Netzteil liegt nicht bei, man sollte also irgendwo einen freien USB-Port für die Stromversorgung zur Verfügung haben.

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Optik, Haptik und Bedienung

Sieht ein Bluetooth-Lautsprecher gut aus oder nicht, das müsst Ihr selbst entscheiden, hat schließlich viel mit Geschmack zu tun. In meinem Fall gefällt mir das Design gut. Mit blauem Licht kriegt man mich recht einfach, und dieses leuchtet sehr dezent oder der Oberseite des Lautsprechers. Die grobe Form erinnert an die Bassrollen, die man sich Ende der 90er in seinen Golf gepackt hat (gibt es so etwas heute noch?), wirkt aber durch die abgeschrägten Seiten sehr modern. Sie Softtouch-Oberfläche, die einen Großteil des Gadgets einnimmt, macht den Lautsprecher auch bürotauglich. Auf den Lautsprecher-Abdeckungen befindet sich jeweils noch ein blaues „S“, was sich aber dezent verhält und nicht weiter störend ist.

Durch die leicht angeraute Oberfläche fühlt sich der Speaker gut an, das Gewicht ist überraschend gering. Die Bedienung erfolgt über Softtouch-Buttons auf der Oberseite des Geräts. Diese liefern kaum Feedback, zwar gibt es ein Piepen als Bestätigung für eine Aktion, allerdings hört man dies oft nicht, wenn gerade Musik läuft. In der Regel reagieren die Buttons aber. Ebenfalls eher störend ist, dass man nicht weiß, welcher Equalizer-Modus gerade aktiv ist. 5 Voreinstellungen gibt es, die über die „3D“-Taste ausgewählt werden. Man hat nur eine akustische Bestätigung für die Ausgangseinstelleung (Doppel-Piep), danach muss man zählen, am besten mit der Bedienungsanleitung in der Hand, um zu wissen, was man auswählt.

Sound

Die wichtigste und gleichzeitig subjektivste Kategorie bei einem Test von Audioprodukten ist der Sound, auch wenn man bei den typischen Lifestyle-Gadgets teilweise nicht den Eindruck hat, dass Sound überhaupt noch eine Rolle spielt, wenn das Marketing stimmt. Ich bin ehrlich, ich habe nicht viel erwartet. Ich dachte mir so, ja, schön, noch ein Rapper mit einem Audio-Lineup, wer weiß, was da für Sound bei rauskommt. Diesen Eindruck hatte ich auch noch, als ich den Speaker in der Hand hatte. Zu klein, zu leicht, so meine Gedanken.

Nach dem Ausprobieren weiß ich es besser. Der Sound ist nicht so ausgewogen, wie beispielsweise beim BT Bamster von Teufel. Aber er ist keineswegs schlecht. Die 5 verschiedenen Presets können sehr viel verbessern, hier muss aber quasi von Album zu Album die neue Besteinstellung gefunden werden.

Ich habe die Speaker ausschließlich mit Spotify und Nokia Mix Radio getestet. Bei Spotify wurde die Musik in maximaler Qualität (entspricht 320 kbps MP3s) gespeichert oder gestreamt. Auch beurteile ich nur die Grundeinstellung des Equalizers, die anderen Einstellungen verändern Musik sehr unterschiedlich, eine objektive Beurteilung ist da kaum möglich.

Der Sound ist bei geringer und mittlerer Lautstärke sehr ausgeglichen und satt. Manchmal vermisst man ein bisschen Bass, hier kommt es aber auch darauf an, auf welchem Untergrund der Speaker steht. Die mittleren und hohen Töne werden sauber wiedergegeben. Insgesamt ein sehr angenehmes Klangbild, das die Musik auch nicht verfälscht.

Bei sehr hoher Lautstärke muss man mit den Equalizer-Settings herumprobieren. In der Grundeinstellung klingt dies meistens nicht wirklich gut, kann aber wie gesagt durch den Equalizer gut ausgeglichen werden. Die maximale Lautstärke wird man in den meisten Fällen aber eh nicht nutzen. Ein mittlerer Raum lässt sich gut auf halber Lautstärke beschallen, im Außenbereich muss man natürlich etwa sehr aufdrehen.

Ich habe Musik querbeet durchgehört, von Klassik bis Rock, grobe Aussetzer gab es im Klangbild keine. Oftmals hat man es bei solchen Produkten ja auch, dass sie auf eine bestimmte Musikrichtung ausgelegt sind, das ist hier nicht der Fall. Ich bin zufrieden mit dem Sound, der aus der kleinen Rolle kommt, auch wenn noch ein bisschen Luft nach oben ist.

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Fazit

Ich war skeptisch, bevor ich den Wireless Speaker der Sync by 50-Serie von SMS Audio ausprobiert habe. Nun bin ich nach dem Test durchaus angetan. Die kompakte Form und die lange Akkulaufzeit wissen zu überzeugen. Der Sound ist völlig ausreichend, schließlich soll der Speaker nicht als High-End-Stereo-Soundsystem zum Einsatz kommen. Preislich liegt er mit 199 Euro (im offiziellen Europashop, bei Amazon schon ab 179 Euro zu bekommen) sicher an der Schmerzgrenze für solche Produkte, allerdings fällt es auch schwer, es als teuer zu bezeichnen. Man erhält ein funktionales Stück Technik, das vielseitig eingesetzt werden kann.

Wenn ich diesen Speaker mit dem BT Bamster von Teufel – der sich im gleichen Preissegment bewegt – vergleiche, würde der BT Bamster das Nachsehen haben. Das liegt an den einfacheren Verbindung per Bluetooth (funktioniert bei SMS Audio zuverlässiger), aber auch an der kompakten Bauweise. Die Abstriche im Soundbereich, die man definitiv machen muss, sind so gering, dass die anderen Vorteile überwiegen.

Das war es von meiner Seite. Wenn Ihr noch spezielle Fragen habt, ab in die Kommentare damit. Dadurch nehmt Ihr auch gleich am Gewinnspiel teil, das Euch eventuell einen Wireless Speaker zukommen lässt.

Gewinnspiel

Ihr habt die Möglichkeit, den hier vorgestellten Speaker bei Euch zu Hause selbst auszuprobieren. Er wurde uns zur Verlosung zur Verfügung gestellt, was aber natürlich keinen Einfluss auf den Test hat. Was Ihr dafür tun müsst? Ihr wisst, gleich spielt Deutschland um den Weltmeister-Titel und da dachte ich mir, es wäre doch eine tolle, innovative Idee, ein Tippspiel… Nein, ich verschone Euch. Ein Kommentar reicht, um am Gewinnspiel teilzunehmen. Gebt im Feld „E-Mail-Adresse“ eine Adresse an, die wir auch erreichen können, falls Ihr gewinnt. Alle Kontaktdaten bleiben bei mir und werden nicht weitergegeben.

Falls Ihr nicht wisst, was Ihr kommentieren sollt, nennt dich einfach Eure Lieblingsmusik, die Ihr mit dem Speaker dann hören würdet. Viel Glück allen!

Bis Mittwoch (16. Juli 2014) um 20 Uhr habt Ihr Zeit, einen Gewinnspiel-Kommentar zu hinterlassen, der Gewinner wird am Donnerstag von mir kontaktiert.

Update: And the Winner is: Erst einmal sorry für die Verspätung, der Gewinner sollte eigentlich gestern hier schon erscheinen. Nichtsdestotrotz, einen zufälligen Gewinner hat die Glücksfee (Zufallsgenerator) gezogen: Reinhard

Herzlichen Glückwunsch und ein Dankeschön an die über 500 Teilnehmer. War sicher nciht das letzte Gewinnspiel. Viel Erfolg beim nächsten Mal!


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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