Surface Laptop: Laut iFixit ein Wegwerf-Produkt

17. Juni 2017 Kategorie: Hardware, Windows, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Seit gestern ist der neue Surface Laptop verfügbar, natürlich haben sich auch die Jungs von iFixit gleich daran gemacht, das gute Stück hinsichtlich seiner Reparaturfähigkeit auf Herz und Nieren zu testen. Mit einem ernüchternden Ergebnis. Denn um erst einmal an digitale Herz und Nieren vordringen zu können, muss man das Notebook bereits zerstören. Daran ist noch nicht einmal unbedingt der Alcantara-Überzug Schuld, sondern die Menge an Kleber und Clips, die das Gehäuse zusammenhalten.

Im Inneren des Surface Laptop sieht es dann nicht viel besser aus. CPU, RAM und Speicher sind auf das Mainboard gelötet, ein Upgrade durch den Nutzer (sofern er denn an diesen Punkt kommt, ohne das Gerät zu zerstören) praktisch ausgeschlossen. Auch der Austausch eigentlich modularer Komponenten gestaltet sich schwierig.

So lässt sich beispielsweise der Kopfhöreranschluss erst tauschen, wenn Heatsink, Lüfter, Mainboard und Display entfernt wurden. Und am Ende hat man dann immer noch das Problem, dass man das Gehäuse einfach nicht mehr zusammenbekommt.

Leider nehmen sich in dieser Hinsicht alle Hersteller nicht viel. Je kompakter die Geräte, desto schwieriger lassen sie sich reparieren. 0 von 10 möglichen Punkten bei iFixit zu erreichen, ist trotzdem hart. Microsoft verkauft hier einen Laptop mit begrenzter Lebenszeit, der zwar viel Leistung in kompakter Form bietet, bei Hardware-Problemen aber auch ein Fall für die Mülltonne (um Gottes Willen, bloß nicht, solche Geräte gehören ordentlich recycelt!) ist.

Den kompletten Teardown gibt es bei iFixit, den Surface Laptop bei Microsoft.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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