Streaming ersetzt laut Bitkom zunehmend klassisches Fernsehen

19. November 2016 Kategorie: Streaming, geschrieben von: André Westphal

artikel_bitkomHier im Blog habe ich mal einen viel diskutierten Post darüber verfasst, dass ich bereits seit ca. 10 Jahren kein lineares Fernsehen mehr nutze. Einige von euch stimmten mir durchaus zu, dass auch sie nichts mehr mit dem klassischen Fernsehprogramm in Deutschland anfangen könnten. Laut einer aktuellen Studie der Bitkom ist jenes dann auch nicht ungewöhnlich. So kann sich bereits jeder vierte Streaming-Nutzer (25 %) laut einer Bitkom-Umfrage vorstellen in Zukunft komplett auf lineares TV zu verzichten. Es sind bereits sieben Prozentpunkte mehr, als noch 2014. Viele haben das Fernsehen sogar jetzt schon abgeschrieben.

Laut Bitkom haben 35 % der Streamer das lineare Fernsehen bereits insgesamt gegen Streaming ausgetauscht. Da ist kein Wunder, dass viele TV-Sender immer mehr in Internetplattformen und eigene Apps investieren. Zu einem Problem dürfte diese zunehmende Entwicklung auch für die öffentlich-rechtlichen TV-Sender werden, welche für die nächsten Jahre weitere Beitragserhöhungen planen, aber Schwierigkeiten haben ihre gesellschaftliche Relevanz in der aktuellen, vielfältigen Medienlandschaft vor dem Publikum zu rechtfertigen. Was laut Bitkom der Grund dafür ist, dass viele Anwender dem linearen TV abspenstig werden und zum Streaming wechseln? 72 % geben an, dass sie sich schlichtweg nicht mehr unter Zeit- / Termindruck setzen lassen möchten. Um bestimmte Uhrzeiten den TV anzuknipsen ist passé.

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Selbst diejenigen unter den Streamern, die noch regelmäßig fernsehen, geben an, dass ihr Konsum durch das Streaming abgenommen habe (51 % der Befragten). Wenig überraschend ist, dass das Streaming vor allem bei den jüngeren Deutschen, Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, beliebt ist. Die Bitkom rät deswegen TV-Machern rechtzeitig in multimediale Angebote zu investieren, da das lineare Fernsehen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch stark weiter an Bedeutung verlieren dürfte.

Zu den Ergebnissen ist Bitkom Research über eine Umfrage gekommen, die im Juli 2016 unter 1007 Personen ab einem Alter von 14 Jahren durchgeführt wurde. 642 Befragte nutzten dabei aktiv Video-Streaming. Überraschend sind die Resultate nun beileibe nicht, unterstreichen aber, dass immer mehr Nutzer gut in der Lage wären ihren Film- und Serienbedarf via Streaming zu decken, um sich Inhalte wie Nachrichten aus dem Netz zu ziehen und Unterhaltungs-Shows vielleicht bei YouTube abzurufen.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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