Straßensheriff: Finanzierung scheitert

15. November 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Erinnert ihr euch noch an Straßensheriff? Die App wollte die Stadt cleverer machen – finanziert werden sollte sie über eine Crowdfunding-Plattform. Die App wurde äußerst kontrovers diskutiert. Kein Wunder, sollte sie doch Menschen eine Möglichkeit geben, falsch parkende Autofahrer zu melden oder gleich anzuzeigen. Sie ermöglicht den Dialog mit dem Autofahrer – sofern dieser auch die App nutzt –  ist aber auch das Mittel der Wahl, wenn dieser versagt:

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Ein Klick, ein Foto, und GPS-Daten fügen sich zu einer Anzeige zusammen und werden mit den eigenen Absenderdaten an Amt oder Polizei übermittelt – so die Erstmeldung. Zwischenzeitlich mussten die Macher noch in Sachen Datenschutz etwas nacharbeiten, da die initial angepeilten Funktionen wohl bei einigen Datenschützern für Bauchschmerzen sorgten. Doch nun teilt man erst einmal mit: Finanzierung gescheitert. 33.000 Euro wollte man sammeln, ein Drittel ist es geworden. Dennoch freut man sich über das Medienecho, welches die App und ihre Funktionen ausgelöst haben.

„Wir waren überrascht und erfreut, welch hohe Wellen die Ankündigung der App geschlagen hat. Wann immer seriöse Medien im Netz über uns berichteten, wurden innerhalb von 24 Stunden Hunderte von Kommentaren gepostet. Die Zahl von Befürwortern und Gegnern hielt sich dabei die Waage“, so Heinrich Strößenreuther, der Initiator von Strassensheriff. „Leider verlief der Spendeneingang nicht analog zum öffentlichen Interesse. Die Gründe analysieren wir und ziehen daraus unsere Schlüsse. Weitermachen werden wir auf jeden Fall, denn das Medienecho zeigte den enormen Handlungsbedarf.“

Um die App zu finanzieren, wird Strassensheriff seine neu entstandenen Kooperationen nutzen. Im Laufe der letzten Wochen haben sich nach eigenen Aussagen viele interessante Kontakte zu potentiellen Partnern ergeben: von Hochschulen über öffentliche Institutionen und Verwaltungen bis hin zu privaten Firmen und Organisationen. „Wir werden die Kontakte, die wir geknüpft haben, in den nächsten Wochen intensivieren und sind uns sicher, dass wir das Projekt realisieren können“, sagt Strößenreuther.

Die App wird inhaltlich überprüft – unter Berücksichtigung der Kommentare in den Medien und sozialen Netzwerken. Wer mithelfen oder Ideen einbringen möchte, ist bei Strassensheriff herzlich willkommen. Nach momentanem Stand soll es die App im März 2014 geben. „Wegen des großen Zuspruchs treiben wir unsere Initiative voran, mit einer App und etwas Zivilcourage für mehr freie Rad- und Gehwege zu sorgen und damit unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, verspricht Heinrich Strößenreuther.


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