Stiftung Warentest nimmt Banking-Apps unter die Lupe

19. Mai 2015 Kategorie: Mobile, geschrieben von:

Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom nutzen 5 Millionen Deutsche eine App zum Erledigen Ihrer Banking-Geschäfte mobil, im Vergleich zu geschätzten 37 Millionen Onlinebanking-Nutzern eine überschaubare Zahl. Die Stiftung Warentest hat für einen Test insgesamt 38 Banking-Apps unter die Lupe genommen.

Enlight

Als Voraussetzung galt: die Apps sollen mindestens den Kontostand anzeigen, Überweisungen zulassen und zudem für Android oder iOS verfügbar sein. Nur sieben der getesteten Apps erreichte hierbei die Note „Gut“, in vielen Fällen stellte man „viel Luft nach oben“ fest, da viele Apps lediglich eine auf die kleinere Ansicht des Onlinebankings setzen würden, zudem seien die Apps für iOS oft nutzerfreundlicher  als die, die man auf der Android-Plattform vorfindet.

Ein Gewinner des Tests war die Outbank-App auf der iOS-Plattform (gerade für ein Jahr kostenlos, sofern ihr Telekom-Kunde seid) und die Sparkassen-Apps – diese konnten auch auf der Android-Plattform überzeugen. VR Banking und ING-Diba Banking + Brokerage (beide iOS) schnitten ebenfalls gut ab. Andere Apps waren lediglich befriedigend, die Numbrs-App musste sich sogar mit einem „Mangelhaft“ begnügen.

Getestet wurde wie folgt: Die Funktionen der App wurden mit 50 Prozent gewichtet, die Nutzerfreundlichkeit mit 30 Prozent und die Passwort- und Datenschutzbestimmungen machten 20 Prozent der Gewichtung aus. Nicht eingeflossen, aber getestet: das Datensendungsverhalten. Hierbei haben die Tester versucht, Informationen aus der Verbindung zu ziehen, die über SSL initiiert wurde. Wurde hierbei beispielsweise die eindeutige Gerätekennung gesendet, so wurde dies als kritisch gewichtet und in der Ergebnistabelle vermerkt.

Der kostenpflichtige Beitrag der Stiftung Warentest geht ferner auf die einzelnen Funktionen vieler Apps ein, so kritisiert man beispielsweise bei einigen Apps die nicht vorhandenen Filtermöglichkeiten oder die fehlende Möglichkeit, Aufträge als Vorlage zu speichern. Neben der Prüfung durch „Experten“ habe man die Apps auch in die Finger von geschulten Laien gelassen und geschaut, wie diese mit den Apps zurechtkamen. Mehr als die Hälfte der Tester hätte ihre Test-App nicht weiterempfohlen.

Sofern ihr den Beitrag in die Finger bekommen solltet: zwar testete man eine große Anzahl von Apps, doch die Apps, die im Mittelfeld liegen, die sind ganz nah beieinander. Die meisten werden als unkritisch in Sachen Datensendungsverhalten eingestuft, sodass in Sachen Funktion und Nutzerfreundlichkeit oftmals eh nur das eigene Verhalten und die Vorlieben entscheidend ist. Was mir persönlich im Test fehlte: Speichert die App die Zugangsdaten nur auf dem Gerät, oder ist eine Synchronisierung via Cloud eine Option – werden Daten vielleicht auf den Servern des App-Anbieters gespeichert? Wäre ja mal was für den neuen Test.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 25478 Artikel geschrieben.