Stellungnahme des BSI zur Spiegel-Story „NSA und GCHQ sollen Zugriff auf Netze von Telekom haben“

14. September 2014 Kategorie: Backup & Security, geschrieben von:

Gestern wurde bekannt: die Geheimdienste NSA und GCHQ sollen Zugriff auf die Netze der Telekom und Netcologne haben. Die Dokumente, die dem Spiegel vorliegen, besagen, dass es innerhalb dieser Netze Zugangspunkte für die technische Überwachung gibt.Pressebild_bBeitband_Glasfaser_01

An den Zugangspunkten soll ein Programm namens Treasure Map eingreifen: Das Ziel von Treasure Map ist das Kartografieren des Internets in Echtzeit. Das bedeutet nicht nur die großen Glasfaserkabel, sondern auch Verbindungsstellen und sogar einzelne Endgeräte, die mit dem Netz verbunden sind.

Jedes Gerät soll jederzeit sichtbar gemacht werden können. Genutzt werden soll Treasure Map zur Planung von Computerattacken und zur Netzwerk-Spionage. Die Deutsche Telekom hat sich schon geäußert, aber bisweilen keinen Hinweis auf diese Aktivitäten gefunden. Nun meldet sich auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu Wort.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bestätigt in einer Pressemitteilung , dass es über den Sachverhalt, der im Printmagazin des Spiegel und auch online einsehbar ist, unterrichtet ist. Das BSI ist zusammen mit weiteren Behörden im Rahmen der Analyse des Sachverhalts aktiv und ermittelt nun. Weitere Auskünfte kann man allerdings derzeit nicht ausgeben.

Ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt. Wir werden jeden Tag mit neuen Skandalen konfrontiert und sind doch größtenteils machtlos gegen diese dauernde Überwachung. Konsequenzen kann jeder für sich ziehen, jeder kann sich überlegen, ob persönliche Dokumente oder Fotos in die Cloud gehören, oder ob man nicht generell verschlüsselt.

Für mich schlimm: die ganzen Veröffentlichungen sind wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisbergs, in Wirklichkeit ist das Ganze sicherlich noch schlimmer. Mal schauen, was uns das BSI noch in den nächsten Wochen und Monaten um die Ohren haut.


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