Steam Early Access: Spiele können ab sofort schon in der Entwicklungsphase gekauft werden

21. März 2013 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Während ich sehr gerne neue Software teste, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, gibt es ebenso einige, die großes Interesse an einem frühen Zugang erster Entwicklerversionen der neuesten Spiele haben. Genau diese Zielgruppe spricht Steam nun mit dem neuen Programm Early Access Games an. Dabei bekommt ihr einen frühen Einblick erster Alpha- und Beta-Versionen, während sich die Spielestudios von euch frühes Feedback einholen wollen.

Steam Early Access

Dabei erhaltet ihr während der gesamten Zeit jederzeit die vorgenommenen Verbesserungen und könnt unter Umständen die weitere Entwicklung des Spiels beeinflussen. Zum Start stehen 12 Titel zur Auswahl, die zum Großteil (11 Spiele) kostenpflichtig sind. Dies ist jedoch die Entscheidung der Entwickler, das Spiel Gear Up könnt ihr beispielsweise gratis während der Entwicklung spielen. Generell finde ich die Idee durchaus für beide Seiten interessant.

Ob allerdings viele bereit sind, aktuell bis zu 25$ für ein Spiel im Entwicklungsstand zu bezahlen, bei der sie wertvolles Feedback leisten, muss man erstmal abwarten. Bei Minecraft oder Dota 2 war diese Idee bisher jedoch recht erfolgreich. [via, Quelle]


Vielen Dank für das Lesen dieses Blogs! Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann schaut euch auch diese Advertorials an, die wir auf separaten Seiten geschaltet haben: Acer Iconia Tab 8 und HP Cashback Aktion. Danke, jeder Aufruf hilft uns.

Neueste Beiträge im Blog

Gefällt dir der Artikel?
Dann teile ihn mit deinen Freunden.
Nutze dafür einfach unsere Links:
Über den Autor: Patrick Meyhöfer

#Linux, #Ubuntu, #OpenSource #Android sind meine Themen. Du findest mich auch auf Twitter und Google+. Zudem schreibe ich Beiträge für freiesMagazin und auf meinem Blog Softwareperlen .

Patrick hat bereits 404 Artikel geschrieben.


7 Kommentare

Sören Hentzschel 21. März 2013 um 20:26 Uhr

Klasse! Ich glaube schon, dass relativ viele ein Interesse daran haben, möglichst früh Spiele in die Finger zu bekommen und mögliche Fehler dafür dann auch gerne in Kauf nehmen – im Rahmen eines solchen Programms eben. Das ist was anderes, als wenn ein verbuggtes Spiel als vermeintlich fertige Version auf den Markt kommt, was leider auch nicht selten der Fall zu sein scheint. Und wenn man dann noch Einfluss auf das fertige Spiel hat, weil der Sinn hinter einem solchen Programm ja wohl ist, die gefundenen Fehler möglichst zu beheben, ist das eine ziemlich gute Geschichte. Ich denke auch, dass sich hierdurch die Qualität von Spielen durchaus steigern lässt, für Entwickler ist das aus meiner Sicht daher auch eine gute Sache.

David 21. März 2013 um 20:31 Uhr

Schön Idee. Ein ähnliches Konzept verwendet schon länger Project CARS (Rennsimulation von der ich mir sehr viel verspreche) der Slightly Mad Studios: http://www.wmdportal.com/about/
Da hab ich auch nicht lange überlegt, dieses Projekt zu unterstützen (und das war wirklich noch in den pre-alpha Kinderschuhen damals)
Die wirkliche Entwicklung von Build zu Build zu sehen ist einfach unglaublich

pan!k 21. März 2013 um 20:53 Uhr

Nur die überschrift gelesen und gedacht “Was ist dadran neu ;)”

Narschase 21. März 2013 um 21:09 Uhr

Damit ist Steam nun in der Lage Kickstarter für Videospiele den Rang abzulaufen. Die Spiele müssen zwar vorerst Greenlight überleben, können dann aber ab der ersten spielbaren Version Kapital für die Entwicklung sichern.

Interessanter Ansatz. Wobei Spiele wie Arma3 Greenlight einfach überspringen können.

HomerJ 21. März 2013 um 23:01 Uhr

Das hätte man bei “Aliens: Colonial Marines” anwenden sollen, dann wäre es zumindest softwaretechnisch nicht in die Hose gegangen. Mit der Story war ja soweit alles i.O. aber die Texturen allein *schauder*

elknipso 21. März 2013 um 23:32 Uhr

@panik
Das war auch mein erster Gedanke.
Spiele kommen ja heutzutage leider fast immer im absoluten Beta Stadium auf den Markt, und sind noch so voller Fehler dass sie quasi unspielbar sind.

Helmi 22. März 2013 um 08:14 Uhr

*schmunzel*… dies Thema weckt leider all zu sehr den Kritiker in mir…

Sicher… bei Minecraft und Dota 2 (und einigen anderen Beispielen) hat das ganze recht gut funktioniert, aber das waren auch grundsätzliche Extreme und Ausnahmen.

Hinter Dota 2 steht halt Valve selbst, man kennt die als Macher guter Spiele, die werden sich kaum in die Nesseln setzen wollen und Minecraft hat mit Notch und heute Jeb und dem Mojang Team immer ein Gesicht, heut schon fast Familie, gehabt. Man konnte die Alpha seinerzeit auch spielen, ohne sie zu kaufen und wenn man es wollte war es halt auch nur nen 10er, weil eben kein Vertriebsweg und Co zum füttern existierte.

Wie der “neue” Vertriebsweg von einigen aber auch zu Geldschöpfen genutzt werden kann, zeigt sich am Beispiel vom Titel “WarZ” recht deutlich.
Bei aller Liebe, das war nicht nur ein Flopp, sondern letztendlich wirklich abzocke.

Was passiert denn bei Entwicklungen die in einer Sackgasse enden?
Es öffnet der Abzocke Tür und Tor und hat viel mit Vertrauen zu tun, was viele nicht sehen sondern eben nur “spielen” im Kopf haben, bis es dann Probleme gibt, mit dem Erzeuger, den man eben oft nicht kennt, der sich Übernommen hat, oder schlimmstenfalls nur das schnelle Geld sucht.

Nen Publisher wie z.B. EA, Ubisoft rührt dann die Werbetrommel und kloppt das “Produkt” dann halbgar raus… Die haben da nen dickes Fell und genug verschiedene Eisen im Feuer.
Nen bissel Kundenservice, ein Game aus dem Hauseigenen Store als Geschenk und die Macken eines SimCity sind fast vergessen, der nächste Hype Titel wird’s schon wieder richten. So lange die Erstkäufer denen die Bude am Erscheinungstermin immer wieder einrennen, selber schuld.

Für Steam/Valve als Dienstleister wärs aber nen Gesichtsverlußt, auch das hat WarZ gezeigt und die großen Publisher selber haben Alternativen zu Steam geschaffen.
Mein Gefühl sagt mir das Steam mit solchen Angeboten und auch mit der Wende zu Linux genau dem Rechnung trägt. Steam als Dienst scheints (dickes leider) schlechter zu gehen.
Steam fehlen auch die neuen Hypes folgender großer Titelserien, die EA nun halt selber verkauft. Die Gefahr ist groß das Steam sinnbildlich zum Ein Euro Shop mutiert…
Die Kunden sind ja so blöd und kaufen für 70 Euro digital beim Erzeuger direkt das Grundspiel, was für mich ne Frechheit darstellt. Das ist reingewinn ohne Vertriebsweg und die DLCs die heutzutage ein Spiel erst komplett machen, warten schon auf Halde.

Minecraft erwirbt man nebenbei auch immer noch direkt beim jetzigen Entwickler und nicht via Steam und Co, auch da bleibts (wie eben Dota 2 bei Valve/Steam) ne Hausmarke.
Auch sieht und fühlt man wie Minecraft sich Woche für Woche weiterentwickelt und das nun seit Jahren. Man sollte dies nicht als Maßstab oder Vergleichend nennen, auch wenns gefühlt vielleicht einer sein sollte. Die Welt wär voll von tollen Spielen ohne übergroße Publisher, Aktionäre und Geldgeilheit… auch wenn Notch letztlich eben auch gut verdient haben dürfte, aber seine Ziele wurden eben übertroffen und nicht erwartet und berechnet.


Deine Meinung ist uns wichtig...

Kommentar verfassen

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich eine Zusammenstellung.