Steam ändert Einladungs- und Beitrittssystem für private Gruppen

5. August 2017 Kategorie: Games, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

Valve hat für seine Plattform Steam das  Einladungs- und Beitrittssystem für private Gruppen modifiziert. Laut einem Sprecher sei das bisherige Procedere nicht mehr zeitgemäß gewesen und habe zu viel Missbrauch durch Spammer ermöglicht. Private Gruppen dienen bei Steam in der Regel dazu überschaubare Mitgliederzahlen zu koordinieren – etwa dann, wenn man sich mit Freunden absprechen will. Bei Steam wird es aber fortan drei Typen von Communities geben.

Statt öffentlicher oder privater Gruppen, kommt also nun eine dritte Gruppe hinzu. Wie gehabt gibt es weiterhin öffentliche Gruppen. Der Beitritt steht im Grunde jedem frei. Dann gibt es die eingeschränkten Gruppen. Hier kann man via Einladung durch einen Benutzer beitreten oder auch selbst eine Beitrittsanfrage senden. Die Gruppen, welche schließlich am abgeschottetsten sind, sind die geschlossenen Gruppen. Hier kommt man ausschließlich via Einladung herein und es können auch nur Mitglieder einladen, die explizit eine Erlaubnis vom Gründer dafür erhalten haben. Anfragen an Moderatoren lassen sich nicht senden – entweder ihr habt eine Einladung oder bleibt draußen.

Alle Gruppen, die bisher als private Gruppen geführt wurden, werden nun automatisch in die eingeschränkten Gruppen umgewandelt. Der Besitzer der Gruppe hat aber die Möglichkeit die Community zu einer geschlossenen Gruppe umzuwandeln, wenn keine Beitrittsanfragen akzeptiert werden sollen. Dann werden auch automatisch alle aktuell noch ausstehenden Anfragen abgelehnt. Umgekehrt werden automatisch alle Anfragen angenommen, wenn der Gruppenstatus von eingeschränkt zu öffentlich verändert wird.

Bei eingeschränkten Gruppen kann als Voreinstellung nur der Besitzer Beitrittsanfragen annehmen oder ablehnen. Er kann dieses Recht aber weiteren Mitgliedern übertragen. Die neue Gruppenverwaltungsseite mit den notwendigen Tools ist auf der rechten Seite zu finden (siehe Bild oben). Wer übrigens eine Anfrage auf Beitritt stellt und abgelehnt wird, kann danach keine weiteren Anfragen stellen. Dann ist der Beitritt nur noch auf Einladung möglich.

Laut Valve waren aber nicht nur Spammer ein Problem, die Gruppen beitreten wollten, sondern auch Spambots, die selbst Gruppen gründen und allerlei Mitglieder einladen. So sollten Communities versammelt werden, um sie anschließend in der Gruppe mit Werbung zu bombardieren. Das hat Valve geändert: Einladungen für Gruppen können jetzt nur noch von Freunden an Freunde ausgegeben werden.

Valve will das System noch weiter optimieren, hofft aber durch die Modifikationen Spam nun stark bei Steam einzudämmen. Was haltet ihr denn von den Anpassungen?


Über den Autor: André Westphal

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