Spotify: Universal Music möchte Einschränkungen bei kostenlosem Angebot

23. März 2015 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Spotify hatte nach eigenen Angaben im Januar 2015 60 Millionen Nutzer, 15 Millionen davon nutzen den kostenpflichtigen Premium-Dienst des Musikstreaming-Anbieters. Spotify versucht zwar selbst, die Zahl der zahlenden Kunden zu steigern, aber anscheinend nicht genug. Nun mischt sich das größte Major Label, die Universal Music Group, ein und will Einschränkungen des kostenlosen Angebots bei Spotify durchsetzen. Das geht aus einem Bericht der Financial Times hervor.

Spotify Logo

Zu den Beschneidungen, die Universal Music durchsetzen will, gehört auch eine Einschränkung der Nutzungszeit des Free-Angebotes. Universal Music erhofft sich dadurch mehr zahlende Kunden, was wiederum zu mehr Einnahmen bei den Labels führen würde. Dass man als Label gar nicht so einfach zwischen Free und Premium unterscheiden kann, erklärte Spotify schon einmal vor längerer Zeit. Denn auch die Nutzer des kostenlosen Angebots sorgen für Einnahmen bei den Labels, da Spotify auch diese Plays vergütet.

Spotify sieht dies entsprechend nicht so einfach wie Universal Music. Der Streaming-Anbieter befürchtet, dass eine Beschränkung des kostenlosen Angebots eher zu mehr Raubkopien führen wird als zu mehr zahlenden Kunden. Dies würde sicher auch nicht im Interesse von Universal Music liegen. Es wird interessant sein, ob die Vertragsverhandlungen dazu führen, dass Spotify in seiner kostenlosen Version tatsächlich eingeschränkt wird. Spotify ist zwar sehr bemüht, dass Künstler (und Labels) Geld mit dem Streaming verdienen, hat aber auch in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass man sich eben nicht von den Großen der Branche gängeln lässt.

(via Heise)


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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