Spotify schreibt ab sofort Datenschutzbestimmungen in verständlicher Sprache

4. September 2015 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Pascal Wuttke

artikel_spotifySeien wir mal ehrlich, nur die wenigsten von uns können von sich behaupten, jemals eine Datenschutzbestimmung oder AGB vollständig durchgelesen zu haben. Dabei sollten wir das, denn in den Datenschutzbestimmungen steht eben, was mit unseren Daten passiert, wenn wir beispielsweise einer App die Erlaubnis erteilen, bestimmte Daten über uns zu sammeln. Was passiert, wenn wir uns nicht mit solchen Dingen auseinandersetzen, haben wir zuletzt am Beispiel Spotify gesehen.

Spotify hat nämlich kürzlich eben diese Datenschutzbestimmungen um ein paar Punkte ergänzt und sich damit den Zorn der breiten Nutzerschaft auf sich gezogen. Viele haben sogar umgehend ihren Account gekündigt. Dabei war unterm Strich alles halb so wild.

Spotify hat Nutzern durch die neuen Bestimmungen mitgeteilt, dass man künftig berechtigt sei, Daten wie Kontakte, GPS-Aufzeichnungen oder das Mikrofon anzuzapfen. Ist man als Endkunde nicht mit der Datenschutzbestimmung einverstanden, hat man eben Pech gehabt und kann den Dienst nicht weiter nutzen.

Klar sind hier die Nutzer auf die Barrikaden gegangen. Am Ende klärte Spotify entschuldigend auf, dass man diese Erlaubnis für künftige neue Features eingeholt habe. Als Beispiel sei genannt, dass die Kontaktabfrage dazu dient, um Freunde bei Spotify zu finden, die GPS-Daten sollten für neue Fitness-Funktionen genutzt werden und die Fotomediathek soll angezapft werden dürfen, um Playlists mit eigenen Bildern zu versehen.

Dabei nimmt Spotify laut eigener Aussage die Privatsphäre und Datenschutz sehr ernst und fragt ausdrücklich nach, ob man damit einverstanden ist, dass Spotify diese Funktionen nutzt. Ist man dies nicht, kann man jederzeit verneinen. Die ganze Geschichte war also nichts weiter als ein klassischer Fall von Fehlkommunikation, für den sich Spotify in Persona Daniel Ek schließlich auch öffentlich entschuldigte.

Jetzt legt Spotify nach und beteuert, dass man aus dem Fauxpas gelernt habe. Man hat die Datenschutzbestimmungen nun in eine allgemein verständlichere Sprache umgemünzt, sodass für den Nutzer von Anfang an klar sein soll, worauf er sich einlässt. Zudem will man auch in Zukunft diese „normale Sprache“ in den Bestimmungen anwenden. Wie genau das aussieht, erklärt Spotify umfangreich in einem Newsbeitrag.

spotify_logo_rgb_green



Anzeige: Infos zu neuen Smartphones, Tablets und Wearables sowie zu aktuellen Testberichten, Angeboten und Aktionen im Huawei News Hub.

Über den Autor: Pascal Wuttke

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Pascal hat bereits 940 Artikel geschrieben.