Spotify: kostenloses Streaming-Angebot soll 2016 stark eingeschränkt werden

10. August 2015 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Spotify, der bislang größte Musikstreaming-Anbieter, steht vor Vertragsverhandlungen mit den großen Labels. Nach dem Start von Apple Music schaut man ganz genau hin, was Spotify anbieten wird, das Unternehmen betont schon immer, dass sich Streaming vor allem auch für die Künstler lohnen müsse. Diese sehen das teilweise aber anders, verweigern medienwirksam die Bereitstellung ihrer Musik bei Spotify. Bisher bietet Spotify noch ein für den Nutzer kostenloses Modell seines Dienstes an, das soll sich allerdings nach Insider-Informationen ändern.

Spotify_Nutzer

Spotify verkündete im Juni 75 Millionen Nutzer, von denen 20 Millionen das Premium-Angebot bezahlen. Mit einer Änderung des kostenlosen Modells sollen die bisher zahlungsunwilligen Streamer eher auf das Premium-Angebot zugreifen. Das kostenlose Modell soll demnach stark eingeschränkt werden, nicht mehr alle Titel stehen dann zur Verfügung. Lediglich die Premium-Nutzer haben weiterhin Zugriff auf den gesamten Musikkatalog.

Ein weiterer Grund für diese Änderung sollen die großen Künstler sein, die auf diese Weise einen größeren Anteil der Einnahmen für sich beanspruchen können. Spotify zahlt bisher zwar auch für Streams, die durch Nutzer des kostenlosen Angebotes entstehen, die Finanzierung durch Werbung scheint aber nicht ganz aufzugehen.

Wie das neue Modell genau aussehen wird, ist nicht bekannt. Es sind mehrere Varianten möglich. So könnten Nutzer des kostenlosen Angebots beispielsweise nur zwei Titel eines neuen Albums hören oder eine zeitliche Begrenzung zur Nutzung angeboten bekommen. Spotify hat hier auch noch ein bisschen Zeit, das passende Modell zu finden, die Umstrukturierung soll erst Anfang 2016 über die Bühne gehen. Bei den Verhandlungen mit der Musikindustrie wird ein begrenzter kostenloser Zugang sicher mehr begrüßt als die jetzige Variante.

Bis 1. Oktober werden die neuen Verträge gemacht sein, bis dahin laufen die aktuellen mit Sony Music Entertainment, Warner Music Group und Universal Music Group noch.

(Quelle: Digital Music News)

 

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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