Spotify kooperiert mit Beatport, um kuratierte Playlisten auszubauen

22. Juli 2015 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Pascal Wuttke

Es kommt aktuell ein wenig Leben in die Bude bei Spotify. Scheinbar versucht der schwedische Musikstreaming-Anbieter aktuell mit allen Mitteln sein Funktionalitäts-Portfolio für die Nutzer auszuweiten. Da kann man sich auch schon mal mit der Konkurrenz verbünden.

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Spotify gibt heute bekannt, dass man mit dem Online-Musikdienst Beatport gemeinsame Sache machen will. Ein Manko besitzt Spotify bislang gegenüber seinem aktuell nachgesagten, größten Konkurrenten Apple Music: Von Menschen kuratierte Playlisten. Klar, auch Spotify setzt nicht ausschließlich auf Algorithmen, die den Nutzern Radiosender und Song- oder Playlist-Empfehlungen maschinell erstellen. Spotify besitzt sehr wohl Teams, die händisch Playlisten für alle möglichen Gegebenheiten zusammenstellen.

Doch wer längerer Nutzer ist weiß, dass diese Playlisten nicht besonders umfangreich in der Menge sind und auch irgendwie wiederkehrend. Apple Music kann dagegen auf viele Mitarbeiter zurückgreifen, die entweder selbst aktive Musiker sind oder zumindest im engeren Kreise der Musikindustrie agieren. Ich persönlich bin der Ansicht, dass Apple Music auf diesem Gebiet aktuell die Nase ein ganzes Stück vorne hat. Die „Für dich“-Sektion bietet mir bisher jedenfalls bessere Playlisten als Spotify.

Doch das will Spotify nun mit der Kooperation mit Beatport ändern, denn der Dienst, der sich auf die elektronische Musik spezialisiert hat, verfügt über sehr viele handkuratierte Playlisten und spezielle DJ-Sets von bekannten Künstlern der Dance- und Electro-Szene. Ein namhaftes Beispiel wäre das 24 Stunden-Set von Diplo und Skrillex aus dem Februar, welches Beatport in Kooperation mit Twitch ausgerichtet hat.

Diese Kooperation könnte demnach den Hauch von Menschlichkeit in Spotify einbringen, den der Dienst nötig hat. Klar ist Beatport als Musikstreaming-Dienst mit Schwerpunkt auf Electro-Musik nicht unbedingt jedermanns Sache, doch es ist ein Anfang und könnte der erste Schritt einer Reihe an Kooperationen mit anderen Diensten und Musikern aus verschiedenen Musikgenres sein.

Beatport profitiert auf der anderen Seite dabei sicherlich von der extrem großen Reichweite, die Spotify vorzuweisen hat. Für Spotify-Nutzer bedeutet dies auf jeden Fall ein verbesserter Dienst mit speziell kuratierten Playlists, die man sicherlich nicht undankbar ablehnt.

(Quelle: BusinessWire via The Verge)

 

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Über den Autor: Pascal Wuttke

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