Spotify hat fast 100 Millionen Nutzer, 30 Millionen davon zahlen

10. Mai 2016 Kategorie: Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Spotify Artikel LogoSpotify verkündete nicht nur neue Video-Inhalte, sondern erzählte gestern auch ein bisschen zu Nutzerzahlen und der Konkurrenz. Fast 100 Millionen Nutzer hat Spotify in den 59 Ländern, in denen das Unternehmen aktiv ist. 30 Millionen von diesen Nutzern sind zahlende Kunden, greifen also nicht auf die werbefinanzierte Version des Dienstes zurück. Spotify wächst schneller als zuvor und laut Spotify hat das auch einen Grund: Apple Music. Was oftmals flapsig als „Konkurrenz belebt das Geschäft“ formuliert wird, zeigt sich hier sehr schön. Statt Spotify die Nutzer abzugraben, wurde Musikstreaming mit dem Start von Apple Music insgesamt populärer, sodass auch die Konkurrenz profitieren kann.

Natürlich ist Apple Music weiterhin Konkurrent, ebenso wie Pandora, SoundCloud, Google Music oder Tidal, aber der Gesamtmarkt wächst und die Kunden verteilen sich auf eine paar große Player des Business. Das wird sich künftig weiter ausdünnen, wie Jonathan Forster von Spotify vermutet. Er sieht künftig wenige Player, eventuell sogar spezialisierte Streamingdienste für zum Beispiel klassische Musik.

Er ist es auch, der sagt, dass Spotify seit dem Start von Apple Music schneller wuchs als vorher. Es sei eben schwer alleine eine ganze Branche aufzustellen, Apple habe hier den entsprechenden Schub gebracht. Was für Spotify ebenfalls positiv ist, ist die Umwandlungsrate von Nutzern des kostenlosen Angebots zu zahlenden Kunden.

Trotz des stärkeren Wachstums liegt diese Rate weiterhin bei 25 bis 30 Prozent, es läuft also wie gewünscht. Forster sieht Streamingdienste dennoch immer noch am Anfang befinden, die Nutzer die Möglichkeiten nun aber erkennen und auch nutzen. Außerdem wird Spotify weiter Zukäufe tätigen, um den Streamingdienst mit neuen Funktionen zu erweitern.

Schaut man zurück, wie Spotify agiert hat als Apple Music an den Start ging, verwundert das Wachstum nicht. Statt ängstlich abzuwarten, was denn passieren könnte, gab Spotify weiterhin Vollgas und lieferte neue Optionen, die eben auch abseits der Musik für Unterhaltung sorgen. Macht man bei Spotify so weiter, begibt man sich auf jeden Fall in eine sehr komfortable Position.

(Quelle: Reuters)


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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