Spince Links: Chrome-Erweiterung prüft Headline und verlinkten Inhalt auf Clickbait

24. September 2016 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: Benjamin Mamerow

spince-links-150x150CLICKBAIT-Verfasser werden Euch für diesen Trick hassen! Na, wiedererkannt? Genau, solche Headlines prangen zuhauf im Netz und sind dadurch auch tatsächlich noch gut als Clickbait zu erkennen. Doch leider ist das nicht immer ganz so einfach. Viele Artikelüberschriften verschleiern ganz gut ihren einfach lästigen Inhalt. Benutzer des Browsers Chrome können nun allerdings auf eine kostenlose Open Source-Erweiterung setzen, die ihnen einiges an Ärger diesbezüglich abnehmen kann. Spince Links prüft verlinkte Inhalte auf Bezug zu ihren Headlines und macht anschließend Meldung in Form von farblichen Indikatoren.

Wie man sich das vorstellen muss? Nun, nach Installation von Spince Links in Chrome werden ab sofort alle auf einer Website aufgelisteten Links der Reihe nach geprüft. Der Entwickler vermerkt hierzu, dass nur textbasierte Inhalte vernünftig geprüft werden können, bildbasierende Seiten fallen aus dem Raster.

spince-demo

„The clickbait tool uses a term frequency (TF) statistical algorithm to score the relevance of the link text compared against the text that is shown on the actual linked page. The rationale is that a relevant (i.e. non-clickbait) link would have its text appear frequently on the actual page.“

Anschließend zeigt ein grüner oder roter Indikator an, ob die Seite der Headline entspricht oder eben nicht. Beim Überfahren des Indikators mit der Maus, wird ein kurzer Auszug des Inhalts in Form eines Satzes eingeblendet. Seiten, die tatsächlich mit rot markiert werden, können schlussendlich direkt über das Erweiterungs-Icon neben der Adressleiste des Browsers auf eine Blacklist gesetzt werden.

Spince Links unterstützt neben Englisch aktuell auch noch Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch als Sprachen. Auch weitere Plattformen neben Chrome sollen demnächst mit Spince Links ausgestattet werden können, dazu zählen Firefox, Safari und mobile Geräte. Wer andere Plattformen vorschlagen möchte, kann das via GitHub oder hier tun.

Featureliste:

  • A green circle indicates a likely relevant link
  • A red square indicates a possible clickbait link
  • A dashed line indicates the link wasn’t analyzed
  • Only text based pages are analyzed
  • Only links of certain length are analyzed
  • Spince also extracts a key sentence as popover
  • Ships with customizable blacklist to stop execution
  • Major sites like gmail and aws on blacklist
  • Exclude any link to prevent analysis
  • Multiple Languages (non-English)
  • Enhanced algorithm under development
  • No browsing data sent to Spince Links
  • Open source code on github

In der Quelle zu Spince Links könnt Ihr Euch auch noch ein paar weitere Demos ansehen, wie das Tool auf anderen Webseiten, wie Bing, Fox News oder Wall Street Journal, funktioniert. Im Test erkannte das Tool allerdings auch Inhalte nicht ganz richtig, beispielsweise, wenn es um Sonderangebote ging und Preise genannt wurden.



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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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