Spieleentwickler KING schützt Begriff „Candy“, geht gegen andere Entwickler vor

21. Januar 2014 Kategorie: Internet, iOS, geschrieben von:

King kennen sicher viele, wenn vielleicht auch nicht bewusst. Die Firma entwickelt äußerst erfolgreich Facebook-Games und dazugehörige Apps. Am bekanntesten dürfte wohl Candy Crush Saga sein, wenn Ihr Facebook nutzt, habt Ihr sicher auch schon das ein oder andere Mal eine Einladung zu diesem Game erhalten. Diese Firma stellte im Februar 2013 einen Antrag auf Markenschutz für den Begriff Candy. Dem wurde am 15. Januar 2014 stattgegeben. Candy ist nun eine eingetragene Marke und darf im Zusammenhang mit Videospielen und Kleidung nur von King verwendet werden.

CandyCrushSaga

Fünf Tage danach erhielten erste Entwickler Emails von Apple, dass sie ihre Apps aus dem AppStore entfernen (oder umbenennen) müssen. So auch Benny Hsu, Entwickler des Spiels All Candy Casino Slots – Jewel Craze Connect: Big Blast Mania Land. Das Spiel hat bis auf das Wörtchen Candy im Namen keine Ähnlichkeiten mit den Spielen von King. Er kontaktierte King, um den Sachverhalt aufzuklären. Dies lief allerdings anders als erhofft.

„Your use of CANDY SLOTS in your app icon uses our CANDY trade mark exactly, for identical goods, which amounts to trade mark infringement and is likely to lead to consumer confusion and damage to our brand. The addition of only the descriptive term „SLOTS“ does nothing to lessen the likelihood of confusion.“ war die Antwort, die er erhielt.

Benny Hsu bleibt nun nichts anderes übrig, als den Namen seines Spiels zu ändern. Ähnlich wird es auch zahlreichen anderen Entwicklern gehen, die die gleiche Aufforderung zur Entfernung einer App erhalten haben. Martin Schwimmer, Partner einer Kanzlei, die auf geistiges Eigentum spezialisiert ist, rät allen Betroffenen, sich einen Anwalt zu nehmen. Ein generischer Begriff wie Candy kann zwar geschützt werden, wenn die entsprechenden Spiele allerdings nichts weiter als das Wort gemeinsam haben, könnte der Ersteller auch selbst darauf gekommen sein, was wiederum dazu führt, dass der Begriff verwendet werden darf.

Wie auch immer die Sache weitergehen wird, viele Freunde wird sich King mit dieser Aktion sicher nicht machen. Das Nachsehen haben aber auf jeden Fall die kleinen Entwickler, die nicht unbedingt die Mittel haben, um sich per Anwalt gegen King zu wehren. 2011 sorgte ein ähnlicher Fall für Aufsehen. Damals klagte Ravensburger gegen Apple, damit Spiele aus dem AppStore entfernt werden, die das Wort Memory enthielten.


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Quelle: Gamezebo |

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