Sparkasse: „Kwitt“ erlaubt Zahlungen von Handy zu Handy

28. November 2016 Kategorie: Mobile, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

sparkasse-kwittMobile Payments stehen in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern eher noch am Anfang. Trotzdem bauen viele Händler und auch App-Entwickler die Möglichkeiten aus. Jetzt bindet z. B. die Sparkasse das aus meiner Sicht recht unglücklich betitelte Feature „Kwitt“ in seine beiden offiziellen Apps (Sparkasse / Sparkasse+) ein. Kwitt soll ab dem neuesten Update, das noch heute die Apps erreicht, Zahlungen von Smartphone zu Smartphone erlauben. Im Wesentlichen lässt sich Geld an die Mobilfunknummer eines Dritten senden. Bei Beträgen bis 30 Euro funktioniert das Procedere auch ohne TAN.

Laut dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Dr. Joachim Schmalz wolle man Kwitt „auch für andere Finanzdienstleister und deren Kunden öffnen und damit zum allgemeinen Marktstandard machen“. Speziell die Kunden der Sparkassen habe man aber nicht weiter warten lassen wollen, bis alle Banken ein Peer-to-Peer-Angebot annehmen. Für Kunden stelle Kwitt eine benutzerfreundliche Möglichkeit dar, mobil Zahlungen zu tätigen. Nötig sei zur Verwendung von Kwitt lediglich ein Girokonto mit Online-Banking sowie die neueste Version der Sparkassen-Apps. Außerdem muss der jeweilige Nutzer sich für Kwitt einmalig registrieren.

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Zahlungen sollen beim Empfänger wie normale Überweisungen in der Regel innerhalb des  nächsten Tages eingehen. Kwitt entspreche laut FAQ den  „höchsten Sicherheitsstandards und den Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)“, so dass Kunden sich keine Sorgen machen müssten. Es ist als Standard eingerichtet, dass ihr Zahlungen oder Zahlungsanforderungen nur von euren gespeicherten Kontakten erhalten könnt. Wollt ihr auch von euch unbekannten Usern Geld bzw. Zahlungsanforderungen erhalten, müsst ihr das erst freigeben. Falls ihr über Kwitt eine dubiose Anforderung erhaltet, könnt ihr jene zudem ablehnen. Der Auffordernde erhält dann über die Sparkassen-App eine Push-Nachricht. Auch eine Begründung für die Ablehnung könnt ihr angeben.

Im Wesentlichen bietet Kwitt eine Möglichkeit Überweisungen sehr schnell mobil zu tätigen – bei geringen Beträgen ohne TAN. Solange die Sicherheit gewährleistet ist, klingt das durchaus nach einem guten Prinzip. Problem: Die Schnelligkeit einer PayPal-Zahlung wird nicht erreicht, denn hier ist das Geld sofort weg von eurem bzw. beim Konto des anderen Users angekommen. Hier hantieren die Sparkassen aber ja auch immer noch mit dem kaum angenommenen PayDirekt. Kwitt ist nun ein etwas konservativerer aber auch leichter umsetzbarer Versuch in eine andere Richtung. Werdet ihr Kwitt ausprobieren? Da ich kein Kunde bei der Sparkasse bin, entfällt die Option für mich. Schlecht klingt das Prinzip aber nicht.

(via Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband)


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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