Sourceforge will wieder Open-Source-Anlaufstelle werden

10. Januar 2018 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von:

Vor vielen Jahren war Sourceforge mal eine richtig gute Anlaufstelle für Entwickler von Software, aber auch für Anwender, die sich durch zahllose Open-Source-Software wühlen konnten. Dann allerdings fing man an, mittels eines Installers Junkware auf den Computer zu bringen. Man übernahm zudem ungepflegte Projekte und baute Installer ein, die Werbung auf den Rechner des Nutzers bringen. Quasi so, wie es einige Werbe- und Downloadportale mit angeschlossener News-Redaktion in Deutschland auch handhaben. 2016 gab man den Verkauf von Sourceforge bekannt und wollte einiges anders machen.

Nun haben wir 2018 und es gibt erste Nachrichten zum Thema Veränderung. So habe man nun die Adware aus den Projekten entfernt, zudem Malware-Scans für jedes einzelne Projekt auf der Plattform implementiert. Es gibt einen Speedtest, HTTPS-Unterstützung und Multi-Faktor-Authentifizierung für Nutzer. Nach eigenen Angaben habe man 430.000 Projekte und 3,7 Millionen registrierte Entwickler. Noch immer generiere man 4,5 Millionen Downloads im Monat.

Um die Entwickler für sich zu gewinnen, hat man nun sogar ein Import-Tool gebaut, mit dem Entwickler von Software ihre Projekte von Github zu Sourceforge umziehen können. Ob es hilft? Kann ich mir derzeit schlecht vorstellen. Github scheint die Nummer 1 zu bleiben – auch weil man nicht solche Negativ-Verrenkungen wie Sourceforge unternommen hat.


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