Sonys Kopfkino HMZ-T1: Helm auf und ab dafür

30. Oktober 2011 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Ich hatte euch bereits schon zur IFA auf Sonys cooles Science Fiction-Gadget hingewiesen, den 3D-Helm, der auf den Namen HMZ-T1 hört – alternativ gerne auch Kopfkino (oder auch Personal 3D Viewer). Ich war auf der IFA schon geflasht – nicht aufgrund der täglichen Nutzungsmöglichkeiten, sondern „einfach so“. Ich saß mich da schon fröhliche Zocken. Zwei OLED-Displays, die dir ein kleines Kino in deinen Kopf zaubern – 150 Zoll Diagonale!

Wir befinden uns im Jahr 2011 – Science Fiction-mäßige Handschuhe und Brillen kennt mittlerweile jeder – die Dinger, die auf den Markt kamen floppten. Ich konnte mir einen der Sony-Helme aus Asien besorgen, ein Vorserienmodell – nachdem ich einen Spannungswandler hatte, konnte ich endlich testen. Wie wird der HMZ-T1 überhaupt angeschlossen? Der Helm wird mittels HDMI an der Box angeschlossen, diese wiederum versorgt euer Kopfkino mit Saft und den entsprechenden Daten für das Display. Kein Hexenwerk.

HDMI rein, HDMI raus – und Saft. Nothing more. Dann kann es auch schon losgehen. Der HMZ-T1 hat unten noch Menüelemente. Hoch, runter, links rechts – und die Lautstärkeregelung. Die Elemente benötigt ihr, um durch das Menü zu navigieren. Ihr könnte Helligkeit und Co noch einmal extra regeln. Des Weiteren findet ihr Spracheinstellungen und sowas eben vor. Alles relativ schlicht gehalten, verirren wird man sich zumindest nicht.

Die Regler  unter den Augen sind für die Anpassung an eure Augen. Gibt ja Leute, die können mit beiden Augen durch’n Schlüsselloch gucken, andere haben eben einen normalen Blick. Wichtig ist: das Kopfkino von Sony muss 1a auf dem Kopf sitzen. Es erfolgt ein Schriftentest, damit ihr das genau einstellen könnt. Sitzt es nicht richtig, dann ist das Bild unscharf.

Tja, wie ist das HMZ-T1 denn auf Dauer? Sound kann ich nicht beurteilen, der war bei meinem Gerät defekt. Das Kopfkino ist auch auf Dauer nicht wirklich schwer oder störend, man merkt halt das Gewicht nach vorne, ist aber auszuhalten. Auch taten mir in ewigen FIFA 2012-Sessions die Augen nicht weh. Ist nur ungewohnt, wenn man den Kopf bewegt, dass sich das Bild halt auch bewegt – beim TV-Gerät wäre das Bild ja unbeweglich.

Der Helm kann 3D, aber „nur“ 720p. Die jeweils 0,7 Zoll mit 1280 x 720 Pixeln ausgestatteten großen Displays bringen wahrhaft großes in euren Kopf, ob es die von Sony vermarkteten „virtuellen 150 Zoll Diagonale“ sind oder nicht sind – kann ich nicht beurteilen – aber es ist schon groß. Brillenträger müssen ihre Brille übrigens auflassen, was bei einigen großen Brillen sicherlich störend sein kann. Mit einer normalen Brille geht das aber.

Meine ehrliche Meinung dazu? Cooles Gadget. Mit 799 Euro nicht gerade unhappig im Preis. Da kann man sich auch schon nen gepflegten 50″-TV für hinstellen. Die Technik überzeugt bildtechnisch, bis du und ich aber den Helm aufhaben, wird es noch einige Zeit dauern befürchte ich. Der Preis ist hoch, das Gerät (noch) nicht kabellos. Aber wie sage ich immer? Irgendwann fängt die Zukunft mit solchen Modellen an und in der Zukunft werden wir immer sagen, dass die Vergangenheit teuer war.

799 Euro – wird ab November / Dezember im Handel sein und vielleicht hat es ja der eine oder andere Technik-Enthusiast oder Gadget-Freak unterm Weihnachtsbaum. Bei mir jedenfalls nicht, ich hab das Vorserienmodell des HMZ-T1 gerade eingepackt, bevor es morgen wieder auf die Reise geht. In Zukunft kann ich mir aber durchaus vorstellen, einen Helm aufzusetzen und via dieses Helmes Spiele zu konsumieren, Filme zu schauen und und und. Natürlich nicht, wenn man Besuch hat – momentan ist man mit dem Helm in seiner eigenen Welt – aber wer weiss, was noch in den nächsten Jahren passiert 🙂


 

Anzeige: Der neue Karriereservice von Caschys Blog in Kooperation mit Instaffo. Lass dich von Unternehmen finden. Jetzt kostenfrei anmelden!

Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Daddy von Max, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter, Gerne-Griller und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 23548 Artikel geschrieben.