Sony zeigt die PlayStation 4 Pro und PlayStation 4 Slim

7. September 2016 Kategorie: Games, Hardware, geschrieben von: André Westphal

artikel_playstationSony ist alles andere als ein König der Geheimhaltung: Ich erinnere mich etwa noch bestens an die Gamescom 2009, als Sony die PlayStation 3 Slim vorgestellt hat. Schon Wochen vorher kursierten Bilder der Konsole und sowohl Design als auch die kleineren Veränderungen der Specs waren bekannt. Ähnlich lief es auch mit der PS4 Slim, welche Sony dann heute offiziell der Welt enthüllt hat. Auch hier fanden zahlreiche Bilder bereits ihren Weg ins WWW. Mehr noch, es gab sogar schon vorab Besitzer der PS4 Slim. Hier gibt es aber im Grunde wenig an Neuerungen. Für letztere ist dann eher die PlayStation Neo zuständig.

Wie findet ihr beispielsweise das Design der PS4 Slim? Ich selbst kann mich damit nicht recht anfreunden, denn in meinen Augen ist die reguläre Ps4 schon eine extrem schöne Konsole,welche hier die Nase vorne hat. Gestrichen hat Sony an der PS4 Slim den optischen Ausgang, was für Besitzer älterer Surround-Systeme ein Hindernis sein könnte. Während Microsoft der Xbox One S zudem ein Laufwerk für UHD Blu-rays spendierte, fehlt dergleichen bei der PS4 Slim. 500 GByte Speicherplatz sind an Bord und die Preisempfehlung für Deutschland liegt bei 299 Euro – also im Grunde auf dem Niveau der regulären PS4.

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Die PlayStation 4 Pro, nein sie heißt offiziell nicht Neo, wird hingegen 399 Euro kosten und liegt damit auf dem Niveau der Xbox One S in der mittlerweile vergriffenen Launch-Edition mit 2 TByte. Hier hat Sony allerdings ziemlich viel an den Daten gedreht: Offiziell bestätigt hat Sony es nicht, aber es kommt nach aktuellem Wissensstand eine CPU mit acht Jaguar-Kernen zum Einsatz, der Takt liegt nun aber bei 2,1 statt 1,6 GHz. Es bleibt auch bei 8 GByte GDDR5-RAM, welcher aber nun mit höherer Bandbreite, 218 GB/s statt 176 GB/s nutzbar ist.

Die wesentlichste Veränderung ist aber eine neue GPU mit 36 Compute-Units und 911 MHz Takt. Hier verbleibt die reguläre PS4 bei 18 CUs mit nur 800 MHz Takt. Über den Sprung in der Grafikleistung soll die PS 4 Pro Spiele auch in Ultra HD rendern können. Ältere Spiele werden auf Wunsch hochskaliert. Offen ist, ob die PS4 Pro wie die Xbox One S auch ein Laufwerk für Ultra HD Blu-ray bietet, denn das brachte Sony auf der Präsentation leider nicht zur Sprache. Stattdessen erwähnte man lediglich eine überarbeitete Netflix-App mit 4K- und HDR-Features.

Ältere PS4-Games laufen ausnahmslos alle auch auf der PS4 Pro. Ab sofort haben Entwickler nun die Möglichkeit in ihre Spiele einen speziellen Neo-Modus zu integrieren. Dann können die Games im Vergleich mit der regulären PS4 z. B. in höheren Auflösungen, mit höheren Framerates (z. B. 60 statt 30 fps) oder mit zusätzlichen Effekten laufen. Sony gibt lediglich vor, dass Auflösung und Framerate an der PS Pro nicht unter den jeweils bei der PS4 angelegten Einstellungen liegen dürfen. Exklusivtitel für die PS4 Pro soll es aber ausdrücklich nicht geben. Hier legt Sony Wert darauf die PlayStation-Community nicht zu spalten.

All jene Details sind jedoch schon seit einigen Wochen überall zu lesen. Was wissen wir also nun an neuen Aspekten? Nun, die ersten Spiele mit PS4-Pro-Unterstützung sind bekannt, wobei es hier keine Überraschungen gegeben hat. Etwa wird Sonys Zugpferd „Uncharted 4: A Thief’s End“ über einen Patch für die Pro flott gemacht und soll dann auch HDR unterstützen. Als Titel, welche von der Power der PS4 Pro profitieren sollen, wurden zudem die kommenden „Call of Duty“-Games genannt.

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Außerdem konnten wir nun alle das Design der PS4 Pro erblicken. Ich bin kein großer Freund der Optik, da die Konsole für mich aussieht wie eine Art Big-Mac-PS4 – zu geschichtet wirkt das Design auf mich. Aber nun gut, wie oft schaut man schon beim Zocken auf die Konsole? Erscheinen soll die PS4 Pro am 10. November in Deutschland zum Preis von 399 Euro mit einer Festplatte mit 1 TByte. Die Ps4 Slim erscheint bereits am 15. September für 299 Euro. Sony betitelt dieses Modell allerdings nicht offiziell als Slim-Variante. Das dürfte auch daran liegen, dass die neue Variante der PS4 das bislang erhältliche Modell komplett ersetzen wird. Ich bin noch unsicher, ob ich ein Upgrade von meiner Launch-PS4 machen sollte. Seid ihr vielleicht entschlossener?



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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