Sony Pictures fordert von Twitter Löschung von Tweets mit aus dem Hack stammenden Inhalten

23. Dezember 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Seit einem Monat beschäftigt uns nun schon der Einbruch bei Sony Pictures, bei dem mehr als 100 TB Daten entwendet worden sein sollen. Die Geschichte an sich würde sich eigentlich perfekt für eine Verfilmung eignen. Eine Hacker-Gruppe stiehlt Daten bei einem Großkonzern und veröffentlicht diese häppchenweise. Es gab bisher in Umlauf gebrachte (eigentlich noch nicht veröffentlichte) Filme, Mitarbeiter wurden bedroht, es gab sogar Anschlagsdrohungen, sollte der Film „The Interview“ in die Kinos kommen. Um auch ein bisschen politisch zu werden, wird sogar Nordkorea unterstellt, den Hack begangen zu haben.

sonyhack

Sony Pictures versucht natürlich, den Schaden so gut wie möglich zu begrenzen. So gingen bereits Anwaltsschreiben an diverse Medien, die ein Verteilen der aus dem Hack stammenden Informationen untersagen. Jetzt geht es auch Twitter an den Kragen. Weil ein Nutzer, der Musiker Val Broeksmit, Auszüge aus geleakten E-Mails über Twitter verbreitete, sieht Sony Pictures Twitter in der Pflicht, den Account zu entfernen und alle gespeicherten E-Mails zu löschen.

Broeksmit selbst ist sich noch nicht sicher, ob er weiterhin derartige Inhalte teilen oder sogar bestehende Tweets löschen will (gelöscht sind sie aktuell noch nicht). Dies erzählte er re/code in einem Interview. Twitters Nutzungsbedingungen erlauben zwar nicht die Veröffentlichung von Informationen über andere Personen, man darf aber sehr wohl auf solche Informationen verlinken. Sony sorgt mit diesem Vorgehen sicher nicht gerade für Begeisterung. Es ist zwar verständlich, dass man die Daten nicht unnötig verbreitet sehen möchte, aber selbst unseren Kindern erklären wir immer wieder: „Was einmal im Netz ist…“



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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