Sony Music entfernt Musik von bekannten Künstlern bei SoundCloud, weil keine Einnahmen kommen

7. Mai 2015 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Musikstreaming-Dienste haben es diese Tage schwer, sei es durch Konkurrenz oder durch die Label, die ihre Musik lizenziert sehen möchten. SoundCloud schloss im November 2014 eine Partnerschaft mit Warner Music, kündigte für 2015 auch ein Abo-Modell an, um das werbefinanzierte Angebot zu ergänzen. SoundCloud sorgt für eine weite Verbreitung von Musik und kann so auch den Bekanntheitsgrad einzelner Künstler steigern. Das scheint aber nicht allen genug zu sein, Sony Music und Columbia Records haben nun die Musik von einigen Künstlern bei SoundCloud entfernt.

Soundcloud

Adele, Hozier, Miguel, Kelly Clarkson, Passion Pit, Leon Bridges und MS MR, alle nicht mehr bei SoundCloud vertreten. Der Grund dafür? Stockende Verhandlungen bezüglich der Monetarisierung, wie ein der Sache Nahestehender Billboard verraten hat. SoundCloud hat im Monat 350 Millionen Nutzer, kann diese jedoch nicht für die Künstler zu barer Münze machen.

Ironie des Schicksals: SoundCloud sorgte bereits dafür, dass große Labels überhaupt erst auf manche Künstler aufmerksam wurden, so auch im Fall von Leon Bridges. SoundCloud ist ein gutes Modell um Aufmerksamkeit zu erhalten, aber ein nicht so gutes, wenn es darum geht, als Künstler mit dem Dienst Geld zu verdienen.

In einem Statement sagt SoundCloud, dass man weiterhin in Verhandlungen mit verschiedenen Partnern sei. Auch verweist man darauf, dass man bereits mehr als 2 Millionen Dollar an über 100 Partner ausgezahlt habe, seit man die Struktur Ende letzten Jahres geändert hat.

Aber es gibt auch Positives für SoundCloud. So wurde nach langen Streitigkeiten eine Einigung mit der NMPA (National Music Publishers‘ Association) erzielt, von der beide Seiten profitieren sollen. Steigen die Einnahmen von SoundCloud, steigen auch die Einnahmen der Künstler. Eine Win-Win-Situation, wie SoundCloud sie sich bestimmt auch von anderen Partnern wünscht.


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