Sonos wünscht sich Partnerschaften statt Konkurrenz zu Amazon, Google und Co.

21. Januar 2017 Kategorie: Hardware, Streaming, geschrieben von: André Westphal

Sonos wird mittlerweile von einem neuen CEO geführt: Patrick Spence hat von John MacFarlane das Zepter übernommen. Mittlerweile ist dann auch ein internes Memo durchgesickert, das zeigt, welche Strategie Spence für den unabhängigen Hersteller plant. So gerät Sonos aktuell stark unter Druck. Der Anbieter ist für seine drahtlosen Multiroom-Lautsprecher wohl am bekanntesten. In diesem Segment wildern aber mittlerweile immer mehr Anbieter. Zumal Amazon und Google ihre Produkte wie Echo und Home stark mit digitalen Assistenten aufpeppen. Da hat Sonos ein wenig gepennt und will nun wieder aufschließen: aber nicht durch aggressive Konkurrenz, sondern durch Zusammenarbeit.

Sonos wolle sich laut dem Memo von Patrick Spence nicht an einen einzelnen Partner binden, sondern mit möglichst vielen Anbietern kooperieren, So, wie man es quasi bei den Musik-Streaming-Plattformen handhabt, will man auch bei den digitalen Assistenten angehen. Die Integration von Amazon Alexa steht dabei bereits fest auf der Agenda – andere Dienste sollen folgen. Natürlich wird Sonos aber auch etwas Überzeugungsarbeit leisten müssen, denn die meisten Hersteller entscheiden sich für eine Sprachsteuerung und Exklusiv-Partnerschaften. Sonos wiederum hätte am liebsten Amazon, Google und Co. gleichermaßen an Bord.

 

In seinem Memo spricht der neue CEO auch an, dass Sonos sein Tempo beschleunigen müsse: Mehr Innovationen in kürzerer Zeit müssten das Ziel von Sonos sein, um Schritt zu halten. Der Markt entwickele sich für die Anbieter von Multiroom-Equipment und Sprachsteuerungen aktuell fantastisch, doch es gelte die Chancen auch zu ergreifen. Sonos müsse sich wieder als Pionier platzieren. Dabei ermuntert Spence die Mitarbeiter auch unfertige und gewagte Ideen mitzuteilen, damit man gemeinsam daran arbeiten könne.

Man darf gespannt sein, wie es nun bei Sonos weitergeht. CEO Patrick Spence scheint einen klaren Weg vor Augen zu haben, den der Hersteller beschreiten soll. Nun wird es daran gehen sich möglichst viele Partner zu sichern, damit die Ziele auch erreicht werden.

(via TheVerge)

 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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