Sonos Play:5 – neue Version des Multiroom-Speakers mit Touch-Oberfläche vorgestellt

29. September 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

artikel_sonos_play5Lesern dieses Blogs ist Sonos ein Begriff, die gut vernetzten Multiroom-Lautsprecher waren hier schon das ein oder andere Mal ein Thema. Jetzt hat Sonos seinen Play:5, den größten der Einzelspeaker, neu aufgelegt. Er kommt in einem optimierten Design, wirkt trotz seiner Touch-Oberfläche, die eine Bedienung des Speakers ermöglicht, cleaner als das bisherige Modell. Der neue Play:5 kann zudem unterschiedlichen Sound erzeugen, je nachdem, wie er ausgerichtet wird. Zu den Verbesserungen gehört auch die WLAN-Performance, die für jede Ausrichtung des Speakers optimiert ist.

Insgesamt sorgen drei Mittel- und drei Hochtöner für den Sound. Im Rahmen der IFA hatte ich bereits die Möglichkeit, mich von den Soundqualitäten des Play:5 zu überzeugen. Zugegeben, der dafür vorbereitete Raum war auf eine gute Akustik ausgelegt, dennoch war der Sound durchaus beeindruckend. Zumal man wirklich den Unterschied hören kann, je nachdem, wie eine Box ausgerichtet ist oder im Verbund mit einem zweiten Play:5 als Stereo-System betrieben wird.

Der Sound ist immer klar, egal ob man nun eine sehr niedrige oder sehr hohe Lautstärke wählt. Es spielt auch keine Rolle, ob man sich klassischer Musik oder Death Metal widmet, der Sound macht immer einen ausgewogenen Eindruck, ohne in irgendeine Richtung negativ abzudriften. Bässe kommen auch bei niedriger Lautstärke kräftig rüber, ohne dabei die anderen Töne zu übertrumpfen.

Sonos_Play5

Genutzt werden kann der Play:5 auf drei Weisen. Als Einzel-Speaker wird er horizontal aufgestellt, ganz ehrlich, für die meisten Gelegenheiten bereits völlig ausreichend, auch um einen etwas größeren Wohnraum zu beschallen. Vertikal wird der Play:5 dann aufgestellt, wenn man einen zweiten hat und als Stereo-System betreibt. Die Ausrichtung der Mittel- und Hochtöner ist dabei so gestaltet, dass in der Mitte der beiden Boxen ein Sweet Spot mit dem perfekten Sound entsteht. Dieser Sweet Spot ist allerdings sehr klein, auch das kann man als Laie durchaus hören, wenn man sich aus dem Sweet Spot herausbewegt.

Stellt man zwei Play:5 horizontal auf, ergeben sie ein raumfüllendes Stereo-System, der Sound ist nicht mehr auf einen bestimmten Punkt festgelegt. Auch das funktioniert sehr gut, Unterschiede sind an verschiedenen Positionen im Raum kaum auszumachen.

Die Touch-Oberfläche ist eine Neuheit des Play:5. Man sieht es dem Play:5 nicht an, aber die Oberfläche ist berührungsempfindlich. Auf diese Weise kann man die Lautstärke regeln, zum nächsten oder vorherigen Titel springen oder die Musik auch einfach nur pausieren. Muss man natürlich nicht, die Steuerung ist auch weiterhin via App möglich.

Die Touch-Oberfläche zeigt sich ebenso flexibel wie der Speaker selbst. Egal wie man den Play:5 aufstellt, bedient wird immer gleich. Im Stereo-verbund heißt dies, dass man sowohl bei der linken als auch bei der rechten Box lauter „oben“ ist. Kleines Detail, das aber auch zeigt, über was Sonos sich Gedanken gemacht hat. Der neue Play:5 kann in ein bestehendes Sonos-System integriert werden und kann auch in einem 5.1-System zusammen mit Sub und Playbar als hintere Speaker eingesetzt werden.

Der neue Play:5 macht aber nicht nur technisch einen Sprung, auch preislich muss der geneigte Kunde tiefer in die Tasche greifen. Werden für die „alte“ Version aktuell 459 Euro fällig, wird der neue Play:5 für 579 Euro angeboten. Der neue Play:5 wird in zwei Farben, mattem Schwarz und mattem Weiß noch dieses Jahr erhältlich sein, wann genau lässt Sonos jedoch leider offen. Sicher ein stolzer Preis, allerdings ist so ein Sonos-System auch nichts, was man jedes Jahr ersetzt. Weitere Informationen zum neuen Play:5 findet Ihr auch im Sonos Blog.


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Über den Autor:

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