Sol Republic Master Tracks XC ausprobiert

16. November 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Wir hatten von Sol Republic bereits die günstigen Jax In-Ear-Kopfhörer ausprobiert, die gemessen am Preis eine gute Leistung abliefern. Auch die Tracks HD V10 haben wir uns schon angeschaut. Heute sind die Master Tracks XC Over-Ear-Kopfhörer an der Reihe, ein Premium-Produkt von Sol Republic.

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Die Abstimmung der Soundwiedergabe wurde von Calvin Harris übernommen. So soll Studio-Sound auch für den Privatanwender möglich sein. Die Kopfhörer tragen zwar das Made for iPhone-Label, sind aber an jedem Soundausgabegerät einsetzbar. Lediglich das Zusatzkabel zur Steuerung der Lautstärke und zum Skippen von Tracks weist auf eine Nutzung am Smartphone hin.

Was erwartet man von guten Kopfhörern? Natürlich guten Sound und guten Tragekomfort. Mit letzterem haben bei Over-Ear-Kopfhörern vor allem Brillenträger zu kämpfen. Und hier zeigen sich die Master Tracks XC auch grenzwertig. Durch das relativ starre Headband kommt es schnell zu einem Drücken. Dies kann durch optimierte Größenanpassungen und einem zarten „Ausleiern“ des Headbands jedoch reduziert werden. Mittlerweile kann ich die Master Tracks XC auch über Stunden nutzen, ohne irgendwelche Druckstellen zu spüren.

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Soviel zur Kritik an den Kopfhörern, alles was jetzt noch kommt ist positiv. Im Lieferumfang sind zwei Kabel enthalten. Eines zur Nutzung am Smartphone, ein weiteres, längeres (und auch hochwertiger wirkendes), wenn man einmal etwas mehr Bewegungsfreiheit braucht. Ebenfalls dabei: Adapter auf 6,35 mm Klinkenanschlüsse. Zeigt auch ein wenig die professionelle Schiene, die man mit diesen Kopfhörern fahren will. Dazu gibt es eben noch das starre Headband und zwei Hörmuscheln, die man komplett vom Headband trennen kann.

Diese Komplette Trennung vom Headband sorgt auch dafür, dass jede Hörmuschel einen eigenen Audioeingang besitzt. Das Kabel wird also nicht einseitig geführt und über das Headband an die andere Hörmuschel gebracht. Es soll Leute geben, die darin einen Nachteil sehen, ich bin keiner davon. Immerhin kann man so das komplette Headband tauschen, wenn man das denn möchte.

Am wichtigsten bei Produkten, die Sound wiedergeben sollen, ist natürlich das Klangbild. Bisher hatte ich die Monster Inspiration (ungefähr gleiche Preisklasse) genutzt, die mir irgendwie immer zu leise waren und ein insgesamt recht dumpfes Klangbild abgeben. Ich hatte nicht erwartet, dass die Master Tracks XC hier viel besser sind, wurde aber eines besseren belehrt.

Egal ob leise oder laut, Rock, Pop, Hip Hop oder Klassik, die Kopfhörer liefern einen wahnsinnig sauberen Sound ab. Man hört jedes Instrument einzeln, es gibt kein Mischmasch, was man ja oft bei höheren Lautstärken findet. Nichts verzerrt, die Bässe sind kräftig, die Höhen klar und deutlich. Hat mich persönlich etwas überrascht, aber mit solchen positiven Überraschungen gebe ich mich gerne ab.

Ebenfalls positiv ist die Lautstärke der Kopfhörer. Durch das klare Klangbild kann man auch einmal ein bisschen die Lautstärke aufdrehen, ohne dass man Geschwüre in den Ohren bekommt. Das Gleiche gilt, wenn man lieber leise Musik hört. Selbst auf niedrigster Lautstärke kann man die einzelnen Musik-Komponenten noch erhören.

Was mich etwas verwundert hat war die Tatsache, dass zu den Kopfhörern keine technischen Daten zu finden sind. Weder auf der Webseite von Sol Republic, noch in den Begleitheftchen des Produkts sind diese angegeben. Insofern kann ich Euch da leider keine Auskunft geben.

Fazit

Zum Preis von rund 200 Euro ist der Master Tracks XC ein starker Kopfhörer. Für Brillenträger bedingt geeignet (lieber vorher ausprobieren, ob auch wirklich nichts drückt), sind die Kopfhörer ansonsten sehr angenehm zu tragen. Der Sound ist verglichen mit anderen Kopfhörern der Preiskategorie sehr gut. Das ist wohl zum einen der XC Sound Engine, zum anderen der guten Abstimmung geschuldet. Wer guten Sound sucht, aber nicht allzu tief in die Tasche greifen möchte, sollte einfach einmal bei den Master Tracks XC reinhören.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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