So wird man erfolgreicher Blogger

3. Mai 2011 Kategorie: Internet, Privates, geschrieben von: caschy

Vor meinem Geiste tobte seit gestern Abend dieser Beitrag herum. Bestimmt 1000 Wörter habe ich gesehen. Wirre Wörter. Jetzt sehe ich die Überschrift und bin der Meinung alles gesagt zu haben. Naja, zumindest ich weiss es – ihr ja noch nicht. Wundert euch nicht über den fehlenden roten Faden, die, die ich ansprechen will, wissen, wie mein Text gemeint ist. Worum geht es? 6 Jahre wird hier mittlerweile gebloggt, ab und an bekomme ich Interview-Anfragen, die sich mit den immer gleichen Themen beschäftigen. Warum ich blogge. Warum ich so „erfolgreich“ damit bin. Und jedes Mal sitze ich wie Pik Doof vor diesen Dokumenten und überlege, was ich zum x-ten Mal eigentlich schreiben soll.

 

Wenn ich ein wissen würde, wie man erfolgreich bloggt… denkt ihr, ich würde es verraten? Ist identisch mit Geld- oder Pro-Bloggern. Die sind mit einer Theorie erfolgreich. Sie erzählen euch, wie man reich und berühmt wird und zudem noch glänzendes Haar bekommt. Alles Bullshit. Von daher habe ich mal geschaut, was dieses Blog so ausmacht – oder eures ausmachen könnte. Ich kann natürlich nur für mich und meine Person sprechen, von daher darf ich Misanthropen gleich raten, diesen Beitrag zu überspringen.

In den richtigen Kreisen darf man mich ruhig als kommunikative Person betrachten, in Kreisen von Unsympathen nehme ich ganz gerne eine beobachtende Rolle ein, würde es mir aber nur selten erlauben, diese Art Menschen vor anderen bloßzustellen. Ich netzwerke sehr gerne und sauge auch Nonsens-Informationen in mich auf. Ich nehme teil an meiner Umwelt, auch der digitalen. Bereits in frühen Jahren traf ich irgendwelche Leute aus Foren, ganz einfach, weil sie mir sympathisch waren.

Menschen mögen Geschichten. Auch in Blogs. Und wer ein Blog hat, der sollte seine Persönlichkeit mit einbringen. Viele haben mich gefragt: warum soll ich Twitter oder Facebook nutzen? Ganz klar – um mit deinen Lesern zu interagieren. Was, du denkst du seist langweilig? Was für ein Blödsinn! Jeder Blogger, jeder Leser, jeder Kontakt bei Facebook hat eine Geschichte – und manche erzählen sie. Hör zu, interagiere 🙂 Gerade über Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Blogs ist es super einfach, den Menschen hinter einer Fassade zu sehen. Da siehst du kein schwarz, kein weiss, keinen BVB, kein Schalke. Meistens nicht. Weil du (im besten Falle) im Laufe der Zeit den nackten (Achtung, geflügeltes Wort!) Menschen siehst.

Wer spannende Geschichten aus seinem Bereich erzählt (in meinem Falle Software & Technik) und zusätzlich noch ein wenig kommunikativ ist, der wird sich irgendwann in einem Netzwerk befinden. Menschen, die teilweise gleich ticken, gleiche Interessen haben. Dieses Netzwerk muss man nicht nur mit einem RSS-Feed abspeisen. Warum nicht sozial interagieren und Dinge wie Twitter und Facebook einbringen? Ich habe damals eine Facebook-Seite für dieses Blog aufgemacht aus Gründen, die ich heute gar nicht mehr nachvollziehen kann. Wahrscheinlich nur so, um Facebook-Fetischisten eine Alternative zum RSS-Feed zu bieten. Identisch zu Twitter. Habe das damals für Humbug gehalten. Von wegen. Jeder Nutzer hat sein kleines Universum an Kontakten. Man liest hier, man liest da. Und so etwas kann richtige Besucher bedeuten. Facebook beschert mir mittlerweile mehr Besucher, als der Google Reader (wobei dies verständlich ist, da ich keinen gekürzten Feed anbiete).

Was ich damit sagen möchte ist, dass DU der Schlüssel zum Geheimnis deines Erfolges bist. Vergiss die Überschrift, die ich nur gewählt habe, damit sich die Leute wie Kettenhunde auf den Beitrag stürzen, in Vorfreude, mir wieder einen vor den Latz ballern zu können.

Eine Silhouette hinter einer Schattenwand, die nur redet, finde ich absolut uninteressant. Egal was sie erzählt. Wenn ich etwas schreibe, dann sehe ich mich eher mit meinen Lesern im Kreis. Der Blogger erzählt etwas – und die Leser können, wenn sie mögen, etwas dazu geben. In den Kommentaren. Via Twitter. Via Facebook. Und ja, das bringt Besucher. Der Mensch ist von Natur aus ein Herdentier, von daher dürfte das funktionieren. Gib nicht nur Meinung ab, hole eine ein. Wer ein okayer Typ ist, etwas erzählt, aber auch zuhören kann, der ist mit Sicherheit ein toller Blogger. Trifft auf dich zu? Dann blogge.

Hach, jetzt bin ich aber von Arschbacken auf Kuchen backen gekommen, ich hoffe, der eine oder andere Blogger, oder alle die anfangen wollen, haben ein wenig etwas verstanden, was ich sagen wollt. Die Kurzform sollte eigentlich lauten: mach deinen Blog zu einem Lagerfeuer. Gleich und gleich gesellt sich gerne – also netzwerke. Hilft nicht nur privat, sondern auch im Beruf. Selbst wenn man so einer ist, wie „der Caschy“ 😉 An dieser Stelle übrigens mal einen flotten Gruss an alle Leser, die ich schon kennenlernen durfte und die mittlerweile zu Freunden wurden.


Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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