So will Microsoft die Daten von Kunden besser vor Dritten schützen

6. Dezember 2013 Kategorie: Backup & Security, Internet, Windows, geschrieben von:

Microsoft versteht die Sorge der Kunden vor einer staatlichen Überwachung des Internets und leitet nun erste Schritte ein, um die Daten der Nutzer besser zu schützen. Das Resultat daraus ist eine erweiterte Verschlüsselung der Daten über alle Services, eine Verstärkung des Schutzes der Daten von Kunden und eine größere Transparenz des Source Codes für Regierungskunden.

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Die Verschlüsselung wird auf alle Hauptprodukte von Microsoft ausgedehnt. Das beinhaltet Outlook.com, Office 365, SkyDrive und Windows Azure und sieht folgendermaßen aus:

  • Inhalte von Nutzern werden zwischen Microsoft und dem Nutzer nur noch verschlüsselt übertragen.
  • Alle Schlüssel-Plattformen, Produktivitäts- und Kommunikations-Services werden Inhalte von Nutzern nur verschlüsselt zwischen Microsofts Rechenzentren verschieben.
  • Es werden die besten Verschlüsselungsmethoden verwendet, um diese Leitungen zu schützen, inklusive 2048-bit Schlüssellänge und Perfect Forward Secrecy.
  • Alle diese Maßnahmen werden bis Ende 2014 abgeschlossen sein, viele sind bereits aktiv.
  • Microsoft wird außerdem alle gespeicherten Inhalte von Nutzern verschlüsseln. In manchen Fällen, so wie Drittanbieter-Services, die auf Windows Azure laufen, liegt die Entscheidung bei den Entwicklern, Microsoft wird aber Tools anbieten, um Daten einfach schützen zu können.
  • Microsoft arbeitet mit anderen Anbietern zusammen, um sicher zu gehen, dass Daten, die Service-übergreifend ausgetauscht werden, geschützt sind. Zum Beispiel bei einer Email von einem Anbieter zu einem anderen.

Microsoft wird weiterhin Geschäfts- und Regierungskunden darüber informieren, wenn eine Herausgabe von Daten verlangt wurde. Wird versucht, dies durch eine Anordnung zu unterbinden, wird man vor Gericht gehen, so wie es bereits früher erfolgreich gemacht wurde.

Außerdem erhalten Regierungskunden die Möglichkeit, den Source Code eingesetzter Produkte besser nachvollziehen zu können. So soll die Überprüfung auf eventuell vorhandene Backdoors stark vereinfacht werden. Dazu wird ein Netzwerk aus Transparenz-Zentren in Europa, Amerika und Asien aufgebaut.


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Quelle: Microsoft |

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