So schnell wird man Content-Dieb (Teil 1)

20. November 2011 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Gastautor

Ihr kennt das sicherlich: Man surft durchs Internet und findet einen lustigen Cartoon, der sich auf satirische Art beispielsweise über Microsoft lustig macht. Den will man natürlich auch anderen zeigen, damit die ebenfalls drüber lachen können. Aus Reflex würden viele das Bild von der Seite ziehen und in ein Album – zum Beispiel bei Facebook, Google+ oder Twitpic – laden, um es zu verbreiten.

Ich mache mich äußerst ungern unbeliebt, aber ich muss Euch sagen: Damit seid Ihr in 99% der Fälle juristisch angreifbar. Und wenn es richtig doof kommt, habt Ihr eine Abmahnung von 200,- EUR (nach oben gibt’s da kaum Grenzen) in der Post. Der caschy kann ein Lied davon singen, wie schnell das passiert.

Justitia (Dierk Schaefer/Flickr, CC BY 2.0)
Foto: Justitia (Dierk Schaefer/Flickr, CC BY 2.0)

Auch wenn die Kostennoten von manchem Anwalt wirklich zu hoch sind – rechtlich sind sie meist sauber. Ich werde am Beispiel eines Bildes erklären, wie das im Internet läuft, aber es gilt in gleichem Maße auch für Grafiken, Texte, Filme, Musik und noch einige Dinge mehr. Merkt Euch diesen Satz, den man bei der Bundeswehr lernt:

Eine Schusswaffe mit unbekanntem Ladezustand
ist immer als geladen und entsichert anzusehen.

Warum dieser Satz auch im Internet vor unschönen Überraschungen schützen kann, erkläre ich Euch an einem ganz einfach nachzuvollziehenden Beispiel…

 

Der automatische Schutz

Das deutsche Urheberrecht sieht vor, dass ein Werk geschützt ist, sobald es entsteht. Es gibt zwar Ausnahmen (z.B. wenn es ein Allerwelts-Schnappschuss ist), aber ich will die Sache nicht unnötig verkomplizieren. Kommen wir also zum Merksatz von oben: Niemand muss Euch hinweisen, dass sein Werk geschützt ist. Wenn nichts anderes dabei steht, ist es grundsätzlich als geschützt anzusehen. Punkt.

Urheberrechts-Hinweise, die man bei vielen Websites im Impressum findet, könnten im Grunde komplett gelöscht werden: Die Rechtslage bleibt die selbe. Und wenn Ihr gerade Euer Impressum prüft, schaut doch gleich mal, ob Ihr auch den Schrott mit dem Linkhaftungs-Urteil des LG Hamburg entfernen könnt.

Jetzt aber zu unserem Beispiel, was sich nach den Vorgaben des UrhG richtet.

 

Falsch 1

Stellt Euch vor, Urheber U zeichnet einen lustigen Comic und veröffentlicht ihn auf der Website W. Der Comic ist automatisch geschützt. Er darf daher nicht ohne Erlaubnis außerhalb von Website W verwendet werden. Computermensch C nimmt den Comic und lädt ihn in sein öffentliches Facebook-Album.

Damit darf ihn Urheber U abmahnen, denn Computermensch C hat den Comic ohne Erlaubnis von Seite W entfernt.

 

Falsch 2

Selbe Ausgangssituation, aber diesmal will es Computermensch C richtig machen und setzt in der Bildbeschreibung einen Hinweis, dass er den Comic von Seite W hat.

Trotzdem könnte ihn Urheber U abmahnen, denn die Erlaubnis für eine Verwendung außerhalb Seite W gibt es nicht.

 

Richtig 1

Computermensch C fragt bei Urheber U an, ob er den Comic verwenden darf. Dabei ist es wichtig, dass Urheber U weiß, was er damit vorhat und Computermensch C muss sich dann auch genau daran halten. Urheber U kann übrigens alles vorschreiben:

Zum Beispiel, dass ein Link zur Seite W in der Bildbeschreibung stehen muss, dass der Comic nicht bei Facebook erscheinen darf und ähnliche Dinge. Daran muss sich Computermensch C peinlich genau halten, denn sonst: Abmahnung.

 

Richtig 2

Der sicherste und einfachste Weg: Meistens veröffentlichen Comic-Zeichner ihre Strips mit Blog-Systemen. Computermensch C kann also in den meisten Fällen einfach auf die Unterseite von Seite W verlinken, auf der er den Comic gesehen hat.

Dann liegt das Bild zwar nicht in seinem öffentlichen Album, er ist allerdings auch vor einer Abmahnung von Urheber U geschützt.

 

Das Fazit von Teil 1

Zu fragen kostet nichts, nicht zu fragen kann kosten. Also verlinkt in Twitter, Facebook, Google+ und so weiter, statt den Content einfach zu entführen. Es hat nicht nur mit Gesetzen und Rechten zu tun – es ist auch ein Zeichen des Respekts gegenüber einem Urheber, wenn man dessen Website verlinkt.

Nächstes Mal erkläre ich Euch, wie Ihr mit Sachen umgeht, die unter CC lizenziert sind. Ich wette, einige von Euch wissen gar nicht, dass sie selbst da abgemahnt werden können, obwohl es vermeintlich kostenlos und für jedermann nutzbar ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Diese „Anleitung“ ist zwar allgemein gehalten, sie ersetzt aber nicht die Beratung durch einen (Fach-)Anwalt. Falls Ihr unsicher seid, was geht und was nicht, kann er Euch auf jeden Fall eine rechtsverbindliche Auskunft geben.

Gastartikel (CC BY-SA 3.0) von NetzBlogR: Blog | Twitter | Google+



Über den Autor: Gastautor

Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

Der hat bereits 110 Artikel geschrieben.

65 Kommentare

Dominik M. 20. November 2011 um 16:39 Uhr

Sehr gut! Und vor allem: Sehr richtig! Ich denke, niemand, der sich die harte Arbeit gemacht hat, guten Content zu erstellen, will, dass ihn jemand einfach so kopiert. Du als Blogger müsstest das doch verstehen. Deswegen ist es wichtig, solche „Spielregeln“ zu beachten, damit alle glücklich sind.

Vergiss aber nicht, dass es Alternativen zu diesem Copyright-System gibt. Wenn man auf Copyleft setzt, fördert man die freie Verbreitung von Wissen und Kultur.

EDIT: Ich bin erster!

ulf_der_freak 20. November 2011 um 16:40 Uhr

Ich hatte mal aus Unbedachtheit die rechte eines Berufsphotographen verletzt. Statt daß der zum Anwalt ist ist er tatsächlich direkt an mich herangetreten! Sonst wäre ich wohl arm geworden dabei.

NetzBlogR 20. November 2011 um 16:50 Uhr

@Dominik: Da kommen noch ein paar Teile. Wollte aber von vorn anfangen und einfach klarmachen: Solange nichts dabei steht, hat man die Pfoten wegzulassen… 🙂

Martin 20. November 2011 um 16:51 Uhr

Danke für diesen Beitrag! Habe selbst schon Fotos die ich gemacht habe und die ich hoffe keine Allerweltsfotos sind, auf den unmöglichsten Seiten gefunden. Als ich mal den Inhaber einer Seite anschrieb, kam sogar noch recht pampig die Anmerkung das er mich doch verlinkt hätte. Um diese Person dann mal nachdrücklich Aufzufordern bemühte ich dann meinen Anwalt, wobei ich das eigentlich lieber mit ner Mail regle, nach dem Motto „he mein Bild….löschen!“ und in 99% der Fälle verschwindet es auch. Das von dir erwähnte wissen sicher 80% der Internetuser nicht.

Freu mich auch schon auf den cc Beitrag, denn da meinen auch viele das heißt „cannst copieren“

😉

Jochen 20. November 2011 um 17:03 Uhr

Man kann gar nicht vorsichtig genug sein.

Wie sieht es denn aus, wenn ich einen Screen vom fremden Bild mache und dann die Quelle angebe? Könnte mir gut vorstellen das dies auch rechtlich bedenklich ist oder?

der Gai 20. November 2011 um 17:12 Uhr

hi,

wie sieht es wenn man zb.: einen blog hat der passwortgeschützt ist und nur persönlich als wissensdatenbank dient. wo man zb. blogeinträge oder sonstiges nutz und in den blog kopiert als archive?

???? bin verwirrt der gai

Seppel 20. November 2011 um 17:15 Uhr

Sehr interessant, bin auf die nächsten Teile gespannt.
Im Grunde ist es ja klar wenn man darüber nachdenkt 😉

Also dürfte man im Prinzip bei einer „Hausarbeit“, Referat, Präsentation oder ähnliches selbst mit Angabe das man es von Seite X hat gar nicht einbinden, da der Auto dies erlauben müsste.
(Für sowas gibt es aber in der Regel Wikimedia Commons, aber ich denke das kommt dann noch in den nächsten Teilen?)

lostinweb 20. November 2011 um 17:18 Uhr

Das ist der leichteste weg, scheinbar immer den Urheber zu fragen. da erstens kann das verlinken auf professionellen seiten unterbunden sein und zweitens kann es für trafficlimiterte websitehoster teuer werden durch den „traffic-klau“ auch wenn es heutzutage meist unbegrenzt ist. also wie auch im beitrag geschrieben fragen kostet nichts und wer nicht fragt bleibt dumm oder muss zahlen.

NoNixNaRotz 20. November 2011 um 17:21 Uhr

Grundsätzlich gilt es, den Urheber um Erlaubnis zu Fragen.
Egal ob Blog oder wissenschaftliches irgendwas.
Das Urheberrecht gilt IMMER !!

Ohne Erlaubnis gibts auf den Sack.

Außer es stehen Hinweisen auf der Webseite die das ausdrücklich erlauben, wie z.B. der Hinweis bei AMAZON (URL gekürzt)
http://fwd4.me/0h8W

NetzBlogR 20. November 2011 um 17:28 Uhr

@der Gai: Im Prinzip ist das Dein Privatbereich und da dürftest Du damit tun, was Du willst. Allerdings gilt es dann als öffentlich, wenn mehrere Leute Zugriff darauf haben.

Jürgen 20. November 2011 um 17:30 Uhr

Sehr gute Artikelreihe!
Ich weiß zwar nicht, was noch alles kommt. Es gibt aber ein paar Themen, bei denen ich mir als Blogger auch nicht immer sicher bin, ob ich mich rechtlich vielleicht schon in einer Grauzone befinde:
– wie sieht es mit Fotos aus, die auf einer Presseseite eines Internetauftritts einer Firma zu finden sind?
– Wie sind die Regelungen, wenn man Screenshots von einer Webseite erstellt. Da ich auf meinen Blogs oft neue Dienste vorstelle, nutze ich zur Erläuterung auch Screenshots der Seiten bzw. einzelner Funktionen.

Vielleicht kannst du solche Themen demnächst noch in deiner Artikelreihe berücksichtigen.

Stefan 20. November 2011 um 17:32 Uhr

Und die Probleme gehen ja weiter: Wenn dann ein geklautes Bild bei FB auftaucht, dann hat der Dieb nebenbei FB die Genehmigung gegeben, das Bild weiter zu verwenden! Ich sehe oft auch Anzeigen dort, die ein garantiert geklautes Bild verwenden. Ich habe auch schon zweimal Personen (zufällig!) erwischt, die Bilder von meiner Freundin als Profilbild hatten….. *kopfschüttelsmiley*

Kain Aerger 20. November 2011 um 17:36 Uhr

Richtig 2 (Verlinkung) meint jetzt einen reinen Textlink ohne Darstellung des Bildes/Comics. Oder?
Denn genau das (Auftauchen des Bildes analog RSS-Urteil) sehen doch viele Fachleute schon als Veröffentlichung an.

NetzBlogR 20. November 2011 um 18:00 Uhr

@Alle: Danke für die Hinweise. Ich sammle die mal und werde die nach und nach aufgreifen. Gibt ja scheinbar einige Unklarheiten in diesem Internet. 🙂

@Kain Aerger: In der Sache mit dem RSS-Urteil (ich hoffe, wir meinen das gleiche) ging es darum, dass eine Seite verschiedene RSS-Feeds abgegriffen und auf der eigenen Seite veröffentlicht hat.

Es wurde dabei der Eindruck erweckt, die Sachen kamen vom beklagten Seiteninhaber und es gab – meines Wissens – keinen Link zu den Originalen.

Außerdem ist ein Zitat was anderes als das komplette Übernehmen eines Textes. Frag‘ mal Herrn zu Guttenberg. 🙂

Prinzipiell darfst Du nur einen Textlink setzen. Die Sache mit dem Vorschaubild bei FB/G+ hat ja schon ein Urteil geregelt, nachdem eine Künstlerin die Previews in der Google-Bilder-Suche hinnehmen muss.

Die Preview-Erstellung ist daher auch erlaubt. Nur Du solltest ein eigenes Blog vielleicht nicht mit Google und Facebook vergleichen und selbst Previews hosten… 🙂

Disko Dirk 20. November 2011 um 18:03 Uhr

Hi Falk,

sehr guter Beitrag!

Noch eine kleine Khorintenkackerei am Rande: Ggf. solltest/könntest Du im letzten Absatz Deines Beitrags das „Fach“ des Wortes „Fach-Anwalt“ in Klammern setzen, denn auch die Rechtsberatung durch einen „normalen“ Anwalt darf dieser Beitrag nicht ersetzen…. 😉

Besten Gruß

Gruß Disko

(edit: „Caschy“ durch „Falk“ ersetzt, da ich irrtümlich den Beitrag für einen von Caschy hielt)

Kain Aerger 20. November 2011 um 18:09 Uhr

@NetzBlogR
Nein, ich glaube, wir meinen nicht das gleiche. Ich meinte dieses RSS-Urteil hier: http://www.exali.de/Info-Base/.....geschuetzt
Dieses Urteil wird von nicht wenigen Fachleuten auch auf die Bildvorschau beim Setzen eines Links bei FB & G+ übertragen.

Und nein- ich denke nicht, daß mit dem Google/Bildersuche-Urteil auch FB/G+ abgedeckt sind.

LtriX 20. November 2011 um 18:31 Uhr

Haftung für fremde Inhalte: Blogs, Foren, User Generated Content
http://www.e-recht24.de/artike.....te/42.html

Haftung für verlinkte Seiten:
http://www.e-recht24.de/artike.....te/23.html

Alle Links von http://www.e-recht24.de/

Hermann 20. November 2011 um 18:49 Uhr

Ein toller Beitrag!! Ich hatte mal die Idee, eine gute Karikatur aus einer Online-Zeitung in meinen Blog zu übernehmen. Gott sei Dank habe ich vorher den Zeichner um Erlaubnis gefragt. Er hat auch sehr nett geantwortet, dass es ihm nicht möglich sei, die Erlaubnis zu erteilen, da er seinerseits die Rechte an mehreren Zeitungen verkauft hat. Also habe ich michfür die Antwort bedankt und es gelassen.

Ich frage generell um Erlaubnis und füge meiner Anfrage auch die Adresse meines Blogs hinzu. So weiß der Rechteinhaber gleich, ob es sich um einen seriösen Internetauftritt handelt.

Dann und wann mache ich auf Kinofilme oder Bücher aufmerksam. Kinoplakate und Buchumschläge hole ich mir dann vom Verlag, meistens ungefragt. Ich „bewerbe“ ja Film und Buch. Verboten???

Marcel 20. November 2011 um 18:53 Uhr

Ach woher kenne ich das nur, hatte mal eine Seite für einen Sportschützenverein erstellt. Irgendwann eine Karikatur eingestellt und schon war die Kacke am dampfen 🙂

Horst Schulte 20. November 2011 um 18:57 Uhr

Beim Verlinken eines fremden Artikels werden sowohl bei Facebook als auch bei Google+ Post Thumbnails standardmäßig in den Excerpt eingebunden. Auch die Tumbnails unterliegen dem Urheberrecht. Man kann sie eigens löschen. Die Möglichkeiten dafür gibt es. Wer allerdings häufig Share-Services nutzt, um auf bestimmte Artikel hinzuweisen, muss zu diesem Zweck extra in die Editierfunktion hinein. Das schenken sich viele. Bisher gab es wohl keinen einzigen Fall, der zu einer Abmahnung geführt hat. Aber Anwälte sind findige Leute. Und wenn einer erst mal anfängt…

Thomas Schwenke berichtete kürzlich darüber, dass sogar für Kommentare, die von Facebook oder Google+ in ein Blog „übernommen“ werden (dafür gibt es ja diverse Plugins) Urheberrechtsverletzungen geltend gemacht werden könnten. Sicher ist das nicht. Aber allein die Tatsache, dass sich ein Anwalt mit der Frage befasst, deutet schon auf gewisse Gefahren.

Das ganze Thema ist (ich glaube vor allem bei uns in Deutschland) ziemlich heikel. Umso wertvoller ist es, dass in einem großen Blog wie diesem auf diese Dinge hingewiesen wird. Vielen Dank dafür. Ich bin übrigens auch einer, der Urheberrechtsverletzungen begangen hat und dafür abgemahnt wurde. Bei mir war das in einem Fall ein einfaches Brötchen und in dem anderen ein Bierkrug von einer Größe einer Briefmarke. Macht 3.500 Euro.

Horst 20. November 2011 um 19:02 Uhr

@der Gai: Eindeutig kein Problem dürfte es sein wenn der passwortgeschützte Blog nur auf Deinem Rechner liegt.
Wie das dann im Schadensfall bei einer Cloud-Ablage aussieht müssen Gericht und Anwälte klären. Also passwortgeschützter Blog liegt auf einem Cloud-Rechner, jemand ‚bedient‘ sich dort und veröffentlicht den Kram an anderer Stelle, …
„Störerhaftung“ http://de.wikipedia.org/wiki/Störerhaftung ?

Micha 20. November 2011 um 19:28 Uhr

Tolle Sache,

ich freue mich auf die nächsten Teile.

Als Gelegenheitsblogger würde mich vor allem auch der Punkt interessieren, den Jürgen anreisst:

Wenn ich eine Software oder Website vorstelle bzw. rezensiere, wie sieht es dann mit „Produktfotos“, Screenshots usw. aus?

VG,
Michael

Nico Werdermann 20. November 2011 um 19:59 Uhr

Aus der täglichen Praxis kann ich nur raten, die Erlaubnis zu dokumentieren. Mein krassester Fall – kein Blog, sondern ein Online-Shop – dreht sich um Produktfotos für Pfennigartikel. Unser Mandant hat am Telefon von seinem Großhändler die Erlaubnis bekommen, die Fotos zu nutzen. Das ist nun alles nicht mehr wahr. Für die 45 Bilder möchte der Großhändler nun knapp 20.000 EUR. Die eigene Herstellung hätte ihn eher 200 EUR gekostet. Das Gericht hat inzwischen einen Gutachter beauftragt, festzustellen, welcher Preis angemessen wäre.
BTW: Auch der Allerwelts-Schnappschuss ist geschützt, wenn auch nicht als Werk, so zumindest als Lichtbild nach § 72 Urhg (http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__72.html).

Nico
(Rechtsanwalt, kein Fachanwalt) 😉

Pater Rolf Hermann Lingen 20. November 2011 um 20:32 Uhr

„Marions Kochbuch“! Noch Fragen?
Zugegeben: In manchen Fällen scheinen Bildzitate als Beweismittel geradezu unerlässlich. Also da geht es nicht um eine Art „Teilen“ von Informationen (ob zur Belustigung oder weshalb auch immer), sondern um das Belegen / Absichern einer Aussage.
Dummerweise ist aber auch das „Bildzitat“ eine heikle, somit potentiell teure Angelegenheit.
Mittlerweile nutze ich deshalb den Dienst WebCite – webcitation.org – ausgiebig, schon wegen der Veränderlichkeit von Netzadressen resp. dortigen Inhalten.
Wegen der Link-Problematik verlinke ich aber auch nicht zu WebCite-Seiten via html, sondern schreibe ausschließlich die bloße jeweilige URL in meine Texte. Vielleicht etwas komisch, zumal Browser eine Adresse automatisch in einen Link umwandeln können. Aber meistens geht bei Link-Streitigkeiten eben um den html-Code, nicht aber um das Nennen einer Adresse.

Herbert 20. November 2011 um 20:35 Uhr

Was ist mit Screenshots, wenn man über eine Webseite berichtet? Nehmen wir mal an, ich rege mich in meinem Blog über einen bestimmten Artikel von Spiegel Online auf und illustriere meinen Kommentar mit einem Ausschnitt der betreffenden Seite. (Die Seiten enthalten ja meist auch Fotos, z. B. von dpa, die im Screenshot natürlich verkleinert sind.)

Thaniell 20. November 2011 um 22:45 Uhr

Und genau wegen dieser Scheiße brauchen wir eine Fair-Use Policy die private Raubkopien öffentlichen Contents ohne direkte Gewinnerstrebung mit dem Content legalisiert, meinetwegen unter der Bedingung auf Verlinkung der Quelle und einem Mindestmaß begleitender eigener Leistung (Mash-up).Punkt.

paradonym 20. November 2011 um 22:49 Uhr

WOOT? — Wieso hat @NetzBlogR das Gleiche Kommentar-Hintergrund-Blau was @caschy in seinen Admin-Comments auch hat? (*auchhabenwill*)
……………
back to topic:
Guter Beitrag – das sind die Regeln die man eigentlich beachten sollte, aber da viele eben autonom das Falsche machen wird sich auch nicht so schnell was ändern… Aber auch da wäre eine rechtliche Regelung schwierig…

Matthias 20. November 2011 um 22:49 Uhr

Den meisten Leuten ist nicht bewusst, dass sie öfters illegal handeln, wenn sie bestimmte Dinge im Internet veröffentlichen. Man sollte jetzt aber nicht pauschalisieren er gut und wer böse ist, denn es gibt auch genug Leute, die sich bewusst fremde Inhalte zu eigen machen. Übrigens ist die Bildersuche von Google seit ein paar Monaten sehr gut im Aufspüren von Kopien, da bekommt man recht gut mit.

@Hermann: dafür gilt auch das Urheberrecht.

Torti_78 20. November 2011 um 23:20 Uhr

Schonmal vielen Dank an NetzBlogR und caschy für die Artikelreihe!
Hatte schon öfter mit dem Gedanken gespielt einen kleinen Gelegenheitsblog zu starten, es aufgrund Abmahnbedenken dann aber gelassen. Vielleicht kann mir die Reihe helfen. Freue mich schon auf die nächsten Teile.
Wir haben ja jetzt gelernt, dass Fotos von anderen Seiten nicht einfach auf der eigenen Seite / Blog eingebunden werden dürfen.
Da caschy ja schonmal schlechte Erfahrungen gemacht hat („Bochwurst“) gehe ich davon aus, dass er drauf achtet, dass alles korrekt ist. Trotzdem fällt mir immer wieder auf, das hier und in so ziemlich jedem anderen Blog trotzdem immer wieder Bilder eingebunden werden, die nicht eigenen Ursprungs sind. Hier mal ein paar Beispiele:
http://stadt-bremerhaven.de/te.....-standards: Das Bild Sonos_S5_3d_render.jpg ist doch sicherlich von Sonos
http://stadt-bremerhaven.de/ap.....und-google: google-patent-20110283241-drawing-002.gif sicherlich auch von einem anderen (vermutlich der bei „via“ genannte) Blog übernommen
http://stadt-bremerhaven.de/ap.....-ipods-vor: hier wurden diverse Bilder von der Apple Keynote von engadget und The Verve übernommen
Sind die Beispiele bedenklich (denke ich nicht), hat caschy sich hier tatsächlich vorab eine Erlaubnis vom Urheber geholt (stelle ich mir langwierig vor) oder aus wealchen Grund ist die Verwendung dieser Bilder OK?
Wer toll wenn NetzBlogR oder caschy hier weiterhelfen können.

Horst 20. November 2011 um 23:20 Uhr

@paradonym: „Wieso hat @NetzBlogR das Gleiche Kommentar-Hintergrund-Blau …“
Er ist der Autor des Artikels.

beule 20. November 2011 um 23:45 Uhr

Folgendes Szenario hat mich auf unserem privaten Blog bei Posterous ereilt:

„Natürlich freuen wir uns, dass Euch unser Photo gefällt, aber es wäre nett, wenn Ihr uns vorher gefragt hättet. Die Verwendung unserer Photos stellen wir normalerweise in Rechnung. Bitte verlinkt das Photo zur xyz Seite und setzt den Textlink doch bitte auf den Begriff „xy“, dann haben wir beide was davon. Danke Euch und weiterhin viel Spaß „…“!

Das erwähnte „Photo“ hab ich dann durch ein eigenes, schnell angefertigtes Foto ersetzt, hab ganz lieb an der Tür gekratzt, wunschgemäß den Link ersetzt –

„Entschuldige bitte, dass ich vorher nicht gefragt habe, aber mangels Equipment und weil’s schnell gehen sollte, war die Wahl DEINES Fotos die erste Wahl – Fehler ausgebügelt, durch ein eigenes Foto ersetzt in der Hoffnung, dir ist kein allzu großer finanzieller Schaden entstanden. Wenn doch, bin ich gern bereit, Kontakt mit dir aufzunehmen. Ansonsten danke ich dir ganz herzlich für deinen netten Kommentar – ja, Spaß hatten wir … und werden ihn auch weiterhin haben ;-)“

– es war mir zuwider, ehrlich, und das, obwohl ich meine Mitblogger kurze Zeit vorher eindringlich auf Urheberrechte aufmerksam gemacht hatte, und was hier so ablaufen könnte (s.Thema) – nun, bei mir ist es gsd glimpflich verlaufen. Es handelte sich übrigens um einen Papierflieger, den – nicht nur – Kinder gern anfertigen

Hans 21. November 2011 um 04:52 Uhr

Man kann das auch abkürzen:
1.) Finger weg von allem, was ihr nicht selber erstellt habt. (Musik, Texte, Bilder, Scans von Zeitungsartikeln!!!)
2.) Rechte klären und ggf. kaufen (Bilder, Musik – Intro – für Webseite / Podcast). Eventuell Quelle und Link angeben, wenn die Lizenz das verlangt. (Fotolia!!)
3.) Nur für lizenzierten Zweck verwenden! (Passfotos vom Fotografen fürs Netz freigeben lassen.)

Wer sich an die drei goldenen Regeln hält, hat die größte Gefahr gebannt. Die erste ist aber auch die wichtigste. 😉

Kleiner Tipp fürs verlinken: Achtet darauf, dass ihr nicht auf illegales Material verlinkt.

Thomas 21. November 2011 um 06:04 Uhr

Auch das Verlinken ist rechtlich so eine Sache:
http://www.rechtzweinull.de/in.....recht.html

Fraggle 21. November 2011 um 09:58 Uhr

Vielen Dank für den Artikel.
Aus diesem Grund nutze ich fast ausschließlich nur eigene Bilder. Da das nicht immer geht, gehe ich auf Flickr und schaue nach cc Bildern. Dann wird als allererstes der Inhaber kontaktiert auch wenn die Rechte es explizit als frei verwendbar auslegen.
So lernt man auch nette Menschen kennen.
So war ein Bild dabei, das mir gefiel. Die Rechte besagten aber, daß es nicht verändert werden darf. Persönlich angeschrieben und die Erlaubnis bekommen es zu verändern. Und wenn gebeten, wenn möglich, den Link zur Quelle anzugeben und zustätzlich, das fand ich besonders gut, als Gegenleistung eine Spende für einen wohltätigen Zweck zu tätigen.

Man sollte besser zwar auf Bilder verlinken, aber noch besser auf den Artikel mit dem Bild. Auf keinen Fall ein Bild mit Link einbauen, da dann Traffic für den anderen anfällt. Was aber gar nicht geht, sind die URL Vekürzer wenn man verlinkt, denn der Leser weiß nicht wo er landet. Dabei kann man ganz simple den Link kurz darstellen durch Nutzung von html oder BBCode Befehlen umd ein Wort als Link zu markieren (dadurch nimmt es wenig Platz ein) und dennoch die wahre Quelle zu sehen (Mouseover Anzeige).

HzweiG 21. November 2011 um 12:16 Uhr

Gut da ist nun das Urheberrecht aber damit ist es nicht getan. Denn selbst wenn die Rechte mit dem Urheber geklärt sind, können damit verbunden ganz andere Rechte verletzt werden.

Je nachdem was auf dem Bild gezeigt wird, können beispielsweise Persönlichkeits- oder Markenrechte verletzt werden. Ja und egal welche Rechte einem auch eingeräumt werden, der Veröffentliche muß am Ende ALLE Rechte klären.

Also die illegalen Stolpersteine lauern überall.

Thorsten 21. November 2011 um 13:39 Uhr

@Hans

zu Punkt Nr. 3: Soll das heißen, am Passfoto, welches der Fotograph in MEINEM Auftrag erstellt hat, hat ER das Urheberrecht? Ist doch wohl ein Witz?

NetzBlogR 21. November 2011 um 13:42 Uhr

@Thorsten: Das ist schon richtig.

Er hat das Urheberrecht, denn er hat Dich fotografiert und kann bestimmen, für welchen Einsatzzweck es verwendet wird. Du bist die abgelichtete Person, genießt also das Recht am eigenen Bild und kannst dem Fotografen sagen, für welchen Einsatzzweck er es verwenden darf.

Er darf z.B. nicht ungefragt Dein Foto im Schaufenster zeigen und Du darfst das Passfoto nicht ungefragt auf Deine Website bringen, denn es ist ja ein Passfoto.

lioman 21. November 2011 um 15:08 Uhr

Es stimmt nicht ganz, dass man den Urheber immer Fragen muss. Klar komplettes Übernehmen geht nicht so einfach, aber Zitate sind auch ohne Nachfrage erlaubt. Ansonsten wäre wissenschaftliches Arbeitn gar nicht Möglich. Man könnte sich auch sonst mit keinem Werk kritisch außeinandersetzen, wenn der Urheber jede Verwendung ausschließen würde. Das ganze wird dann durch das Zitatrecht gedeckt. http://dejure.org/gesetze/UrhG/51.html

Allerdings ist eine Zitat nie vollständiges übernehmen des Contents

Ludolf Rudolf 21. November 2011 um 15:37 Uhr

Ich bin der Meinung, das alle Abmahnungen nur dafür sorgen, das sich ein neuer Markt entwickelt.
Ergo: Abmahnungen sind gut weil sie frischen Wind ins modrige System bringen.
Wer zahlen muss(te) gehört halt zu den kollateral Geschädigten…

Ich danke Euch also fürs erwischt werden lassen…

Thorsten 21. November 2011 um 16:26 Uhr

@NetzBlogR

Ist doch aber eine völlig verquere Logik? Wenn ich einen Schreiner beauftrage, einen Tisch für mich herzustellen, kann er doch auch nicht bestimmen, dass ich den Tisch nur ins Esszimmer, nicht jedoch auf die Terrasse stellen darf.

bttr 21. November 2011 um 22:59 Uhr

@Thorsten

Doch, das darf er im Prinzip schon bestimmen, denn es gilt „Vertragsfreiheit“: Solange etwas nicht gegen Gesetze oder die guten Sitten verstößt, darf es Bestandteil eines Vertrages sein. Wie der Schreiner diesen Punkt später durchsetzen/nachprüfen will, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Norbert 22. November 2011 um 10:38 Uhr

@Thosten

Das Beispiel mit dem Tisch läßt sich leicht auf z. B. Architekten übertragen und da gibt es reichlich Beispiele, wo der Bauherr bzw. spätere Eigentümer ein Gebäude verändern lassen wollte und es sogar Erben des Architekten geschafft haben dies zu verhindern, um das ursprüngliche Werk zu erhalten.

In solchen Fällen wäre es gut gewesen, wenn sich der Bauherr die entsprechenden Nutzungsrechte vom Urheber hätte geben lassen.

Thorsten 22. November 2011 um 12:39 Uhr

Ok, ok, habe verstanden. Schlüssig ist mir das trotzdem nicht. Eher eine Rechtsprechung, die ich mit „völlig banane“ bezeichnen würde.

HackNic 22. November 2011 um 12:55 Uhr

Zum Thema „Content-Dieb“ fällt mir gleich die Webseite von „wikio.de“ ein. RSS-Feeds werden via Bot gesammelt und als quasi Dienstleistung wieder angeboten. Wie nett, daß das Unternehmen seinen Sitz in Luxemburg hat.

Hermann 22. November 2011 um 13:04 Uhr

Darf ich denn ein Video von youtoube in meinen Blog einbetten?

lioman 22. November 2011 um 13:36 Uhr

@Hermann
Ich bin der Meinung, dass YT-Videos immer rechtens sind, denn der Content liegt immer auf dem YT-Server. Wenn du aber von YT ein Video runterläds und bei dir hoch, ist das nicht erlaubt, auch wenn es für den Nutzer kaum einen Unterschied macht.

Tom282 26. November 2011 um 14:27 Uhr

Dennoch stellt sich die Frage, warum immer gleich und sofort mit mit einer kostenpflichtigen Abmahnung reagiert werden muss.
Ein ganzer Berufszweig verdient sich damit eine goldene Nase ohne wirklich eine echte Leistung zu erbringen.
Oftmals handelt der „Content-Dieb“ nicht mal mit Absicht.
Daher sollte man doch einfach mal so Fair sein ihm eine Frist zum entfernen geben.

NetzBlogR 26. November 2011 um 14:34 Uhr

@Tom282: Vergiss bitte nicht, dass man mit „habe ich nicht gewusst“ generell ganz schlecht fährt. Da könnte ja jeder sagen, er hätte nicht gewusst, dass man niemand umbringen darf.

Wer nicht so fair ist und fragt, ob er was verwenden darf, der hat – meiner Meinung nach – auch nicht verdient, dass man fair zu ihm ist und ihn fragt, wann er es denn gern entfernen möchte…

Tom282 26. November 2011 um 15:01 Uhr

Doch mal eine Frage.
Hans schieb oben: „Passfotos vom Fotografen freigeben lassen“
Wie jetzt? Sind das nicht meine Fotos, schließlich habe ich dafür bezahlt. Selbiges dürfte wohl auch für Hochzeitsfotos und ähnliches gelten.

@NetzBlogR : Aber zum Glück werden Mord und fahrlässige Tötung auch unterschiedlich bestraft. 😉
Einfaches Beispiel: Ich habe mir XY gekauft oder will es verkaufen und will das nun auch der Welt mitteilen und „klaue“ mir daher ein Foto von der Herstellerseite. Wäre rechtlich zu beanstanden, völlig klar. Aber dennoch ich schade damit niemanden.
Sollte der Hersteller nicht froh sein, dass ich für sein Produkt kostenlos Werbung mache?

Wie sagte doch Jan Delay so treffend „Alles miese Schweine“.

Musenrössle 26. November 2011 um 19:13 Uhr

@Tom282:
In Deutschland liegt das Urheberrecht an einem Bild IMMER beim Fotografen.
Es ist hierzulande auch NICHT möglich ihm dieses Bild abzukaufen!

Auch wenn es dein (Pass)-Bild ist und dich zeigt, hast du trotzdem NICHT alle Rechte am Bild, sondern nur bestimmte Nutzungsrechte.

Und dazu gehören bei einem Passbild normalerweise NICHT die Rechte es auch im Internet zu veröffentlichen.

Ich weiss, klingt komisch, ist aber so!

Mit anderen Worten: Ohne Zustimmung deines Fotografen darfst du dein Passbild außer zwar für den Pass verwenden aber nirgendwo veröffentlichen, also auch nicht z.B. für ein Plakat o.ä. verwenden.

Musenrössle 26. November 2011 um 19:15 Uhr

Sorry: Es sollte natürlich heissen, daß es nicht möglich ist dem Fotografen die Urheberrechte am Bild abzukaufen, nicht das Bild…

Tom282 26. November 2011 um 19:18 Uhr

Das heißt 99% der Bewerbungsunterlagen sind abmahnbar.
Ich habe damals immer eingescannte/ausgedruckte Passfotos verwendet.

Hans 26. November 2011 um 23:43 Uhr

Sorry, war ein paar Tage off, daher erst jetzt die Antworten:
@Hermann:
Ja, aber nur, wenn die Teile immer noch bei Youtube liegen. YT liegt zwar noch im Streit mit der GEMA, bezahlt aber AFAIK eine Pauschal-Gebühr pro Video. Damit ist das Video, laienhaft ausgedrückt, „legalisiert“ und YT wird nicht verknackt. Ansonsten müsste YT sämtliche Cover, LipSyncs, Video-Schnipsel sofort löschen, um einer Millionen Klage der Content-Industrie zu entgehen. So zahlt YT, und alle Seiten sind zufrieden. 😉

@Tom282:
Man muss mit dem Fotografen den Verwendungszweck / das Medium abklären – Idealerweise schriftlich. 😉 Du bezahlst bei Deinen Hochzeitsfotos ja auch sagen wir mal 30 Abzüge. Die 30 Abzüge darfst Du frei verschenken, aber nicht reproduzieren – also scannen und mailen, oder fotokopieren. Wenn Du neue Abzüge brauchst, dann musst Du Dich an den Fotografen wenden, und neue Abzüge bestellen. Wenn Du Deine Hochzeitsfotos im Internet verwenden willst, muss der Fotograf das vorher wissen und zustimmen. Der Fotograf kann für das Internet aber durchaus eine Aufpreis berechnen.
Auf diese Nummer sind vor Jahren reihenweise Firmen reingefallen, die ihre schönen Luftbilder ins Netz gestellt haben. Schwupps, gab es eine Abmahnung bzw. eine Nachberechnung vom Fotografen.

Wenn Ihr den Fotografen in Eurer Firma anstellt – hat ja jeder von Euch 😉 – und beruflich für Euch fotografieren muss, bekommt Ihr aber das uneingeschränkte Nutzungsrecht für alle Medien. Ich meine, dass dann sogar das Urheberrecht auf Euch übergeht.

Übrigens, wer sich einen kleinen Spass machen will: Passfoto nehmen, zum nächsten Fotoladen rennen, und dort dann ein paar Abzüge bestellen… ;-))

Michael 27. November 2011 um 16:52 Uhr

Aus meiner Sicht gehört es zum guten Ton, vor Verwendung eines Werkes beim Urheber anzufragen, ob das überhaupt in Frage kommt.

Bei einigen Anfragen bin sogar an zusätzliche Informationen gekommen, die ich ohne vorherige Anfrage nicht bekommen hätte.

Fair Play für Urheber 🙂




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