Snapchat einigt sich mit FTC wegen Privatsphäre-Schummeleien

9. Mai 2014 Kategorie: Mobile, Social Network, geschrieben von:

Snapchat hat sich mit der FTC geeinigt, oder besser Snapchat hat Auflagen der FTC akzeptiert. Auslöser der Untersuchung waren mehrere falsche Angaben zum Datenschutz der Nutzer. Snapchat versprach ursprünglich, dass Bilder, die über die App gesendet werden, automatisch gelöscht werden. Ebenso gab Snapchat an, keine Positionsdaten zu erfassen. Beides entsprach nicht der Wahrheit. Als dritten Stein des Anstoßes sah die FTC noch, dass Snapchat die Offenlegung von 4,6 Millionen Nutzerdaten (Nutzername + Mobilnummer) hätte verhindern können.

Snapchat

Nun muss Snapchat für die nächsten 20 Jahre (ob es den Dienst dann überhaupt noch gibt?) Privacy Audits bei der FTC einreichen und befindet sich damit in guter Gesellschaft mit Google und Facebook, die dies ebenfalls machen müssen. Christopher Olsen von der FTC sagt dazu: „Wenn man Privatsphäre-Versprechen gibt, muss man diese auch einhalten.“ Schließlich würden diese Versprechen erst dafür sorgen, dass die Nutzer einen Dienst verwenden.

Auch dass Snapchat es versäumt hat, auf Sicherheitslücken zu reagieren, obwohl die Firma darüber informiert wurde, lässt Snapchat nicht gerade in einem guten Licht dastehen. Immerhin hat man bei Snapchat mittlerweile eingesehen, dass man in der Vergangenheit Fehler machte, weil man zu sehr auf Wachstum bedacht war. Die Nutzungsbedingungen wurden den Tatsachen angepasst.

Eine finanzielle Strafe erhielt Snapchat nicht. Für den Nutzer ist das Einschalten der FTC und die jetzt daraus resultierende Überprüfung des Unternehmens über einen langen Zeitraum natürlich eine gute Sache.


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Quelle: WSJ |

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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