Smartphone-Nutzung in Deutschland: jede dritte Minute wird gezockt

5. Dezember 2015 Kategorie: Mobile, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Generic Artikel SmartphoneInteressante Zahlen gibt es zur Smartphone-Nutzung in Europa. Deutschland ist ein Spieler-Land. Zumindest gemessen an der Zeit, die Deutsche mit dem Spielen auf dem Smartphone verbringen. 34 Prozent beträgt der Gaming-Anteil an der Nutzungszeit und ist damit der zeitraubendste Faktor des durchschnittlichen Smartphonenutzers. Das könnte auch die Beliebtheit der größeren Geräte erklären, 30 Prozent nutzen bereits Smartphones mit einer Displaydiagonalen von 5 Zoll oder mehr. Während unser Nutzungsverhalten in etwa dem der Italiener gleicht, unterscheidet es sich zum Beispiel deutlich von dem der Briten.

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In Großbritannien fällt 41 Prozent der Nutzungszeit auf Messaging-Apps, in Deutschland machen diese gerade einmal 22 Prozent aus – zusammen mit den Social Network-Apps. Die Briten verbringen so viel Zeit hingegen zum Spielen auf dem Smartphone. Produktivitäts-Apps sind in Deutschland mit 14 Prozent auf Platz 3, noch vor Musik- und anderen Entertainment-Apps. Ich finde das etwas überraschend, da doch gerade Musik hören ein sehr häufig genutztes Feature ist – wie ich bisher annahm.

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Während Phablets – Geräte mit einer Displaydiagonalen von 5 bis 6,9 Zoll – in Deutschland mit 29 Prozent schon überdurchschnittlich verbreitet sind, sind die Nutzer in Spanien noch mehr von großen Displays angetan. 37 Prozent der Smartphones in Spanien fallen in diese Kategorie, fast doppelt so viele wie der Europa-Durchschnitt von 20 Prozent. Die Verbreitung mobiler Geräte in Deutschland ist insgesamt gar nicht so hoch. 64 Millionen Menschen nutzen ein mobiles Gerät, das entspricht einem Anteil von 77 Prozent. In Schweden kommen hingegen 1,5 Mobiltelefone auf jeden Einwohner.

Die gesamte Studie von Flurry Analytics findet Ihr auf dieser Seite. Erkennt Ihr Euer Nutzungsverhalten wieder? Ich hätte Messaging / Social Networks einen höheren Stellenwert zugedacht, wobei man auch sagen muss, dass man mit diesen Apps in relativ kurzer Zeit „viel“ erledigen kann. Spiele sind ja dazu da, Zeit zu vertreiben, logisch, dass da die Nutzungszeit relativ hoch ist.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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