Smart-Home-Beleuchtung IKEA TRÅDFRI ausprobiert

23. August 2017 Kategorie: Smart Home, geschrieben von: caschy

Wir berichteten an dieser Stelle, dass IKEA recht überraschend auch in der Farbe justierbare LED-Lampen ins Angebot genommen hat. Für Neueinsteiger vielleicht eine interessante Sache, denn die Lösungen von IKEA sind günstiger als die von Philips. Hier muss man aber sagen, dass die Hue-Lampen einen ganzen Schwung mehr bieten, der in den Jahren von internen als auch externen Entwicklern realisiert wurde. Dennoch bin ich mal ganz vorurteilsfrei an die App von IKEA herangegangen, um vielleicht denen, die noch nicht davon hörten, einen kleinen Einblick zu geben.

Für meinen kleinen Test kaufte ich nicht groß ein, legte mir lediglich das Gateway und die bunte Lampe zu, die mit Fernbedienung geliefert wird. Die Lampe passt in eine Standard-E27-Fassung und hat 600 Lumen. Muss man sich vorher überlegen, ob das langt, gibt ja auch andere, dann aber weiße Lampen, die mehr können.

Das Gateway kostete mich 29,99 Euro, die TRÅDFRI LED lag bei 34,99 Euro. Weiße sind günstiger (siehe IKEA-Homepage), des Weiteren gibt es auch Bundles, die zwei Birnen und Gateway enthalten (hätte ich genommen, war aber ausverkauft).

Die TRÅDFRI-Lösung benötigt nicht zwingend ein Gateway, damit der Spaß via App gesteuert werden kann, stattdessen kann man die Fernbedienung mit 10 Leuchtelementen koppeln. Falls euch das reicht, könnt ihr hier aufhören zu lesen. Soll ja auch um die Einrichtung und die App gehen.

Ich habe also den ganzen Spaß ausgepackt. Randnotiz: Die Blister-Verpackung ist der unfassbare Hass, das Plastik-Geraffel ist nicht in einem Stück und vor allem mit der Hand nur sehr schwer zu öffnen. Frustfrei auf keinen Fall, eher das Gegenteil.

IKEA Leucht-Lösungen

Die Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten und sollte eigentlich in wenigen Minuten erledigt sein. Ich habe mal ein paar Screenshots angefertigt, die ich hier kommentarlos einhänge, da sie eigentlich selbsterklärend sind.Das Ganze ist sehr einfach gehalten, das macht aber vielleicht auch den Charme aus. Auch Einsteiger werden so nicht verwirrt, die Einrichtung und die App sind meines Erachtens gut realisiert, da können sich einige Anbieter eine Scheibe von abschneiden, Hardcore-Lichtfans werden aber vielleicht enttäuscht.

In Kurzform: Gateway mit Strom versorgen und an Router oder Switch anschließen. Über die App verbinden, dann Fernbedienung koppeln, fertig. In der App kann man dann Gruppen anlegen, falls man Räume definieren will. So kann man mehrere Leuchten mit einem Klick steuern. IKEA bringt Leuchtstimmungen mit, interessanterweise ist die App noch nicht für die neuen TRÅDFRI-Lampen ausgelegt, die ja mehrere Farben darstellen können. Ich kann derzeit selber Szenen anlegen, aber nur auf Basis der weißen Lampen. Abhilfe schafft es derzeit, mit der Fernbedienung die gewünschte Farbe einzustellen, da diese instant in die App übernommen wird – die kann man dann benennen und als Szene abspeichern.

Hier einmal die Szenenspeicherung (sorry, nenne es immer Szene, ist korrekterweise eine Stimmung), wenn man via Fernbedienung seine Farbe gefunden hat:

Die Szenen, bzw. die Stimmungen lassen sich dann einfach per App schalten, auch das manuelle Steuern ist möglich. Des Weiteren gibt es ein paar Automatismen in Form von Timern, die man aktivieren kann:

Alles in allem keine schlechte Lösung für Einsteiger. Jetzt, wo die Lampen auch mit Farbwechsel verfügbar sind, dürfte das Ganze noch eine Ecke interessanter werden. Ebenfalls sollte man nicht außer Acht lassen, dass eine Integration in Hue möglich ist, des Weiteren noch Google Home, Amazon Alexa (ist mittels openHAB wohl schon möglich) und Apple HomeKit folgen.

Ich selber mag viel Licht um mich herum, bin aber nun nicht so der Mensch, der extrem viel mit Szenen und so macht. Ich schalte gerne per Stimme und auch per Bewegungsmelder bei uns im Haus und da muss man nun schauen, was man für sich persönlich als ausreichend erachtet. Einen Blick auf IKEA TRÅDFRI sollte man auf jeden Fall werfen.

TRÅDFRI bei IKEA 


Über den Autor: caschy

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